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2Jul/16Off

Laufbloggercamp 2016 – Europameister, Brockenstürmer und Zecken

Neu auf dirosports:

Ich durfte nun schon zum dritten Mal zum Laufbloggercamp in den Harz und ich muss sagen das Laufbloggercamp 2016 war wieder einmal ein voller Erfolg.
Zwar ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Harz nicht gerade einfach, aber ein bisschen Abenteuer schadet ja nicht. Und mit der entsprechenden Gelassenheit klappt´s eigentlich jedes Jahr.
Nachdem ich Hannes am Hauptbahnhof in Frankfurt aufgesammelt hatte ging´s mit dem ICE nach Göttingen. Dort konnten wir trotz erster sportlicher Einlage unserem Zug nach Walkenried nur noch hinterherwinken. Shit happens! Die schön geplante Anreise von Walkenried bis zur Heimathütte Hohegeiß war somit Makulatur. Den letzten Bus konnten wir uns dementsprechend in die Haare schmieren. Für Hannes weniger tragisch. Er wollte von Herzberg aus die 30 Kilometer zur Heimathütte laufen. Ich musste zusehen wie ich mich und unser Gepäck in die Heimathütte bringe.
Zum Glück waren Daniel, Eddy, Jan-Philipp und Michael schon vor Ort und Daniel holte mich netterweise am Bahnhof ab.

Veganer Würstchenbaum an der Heimathütte Online! Ankunft an der Heimathütte

So konnte für mich das Laufbloggercamp 2016 beginnen!

 Freitag der 24.06.2016 
Nachdem ich als Seniorenbeauftragter mein Betreuerzimmer bezogen hatte, hierfür nochmals allen Teilnehmern für Ihr seniorenfreundliches Verhalten ein ganz großes Dankeschön, konnte ich die bereits anwesenden Teilnehmer noch mal herzlichst begrüßen.

 Eigentlich war von meiner Seite noch eine kleine Einstiegsrunde von ca. 9 Kilometern geplant, aber auf Grund der angekündigten Gewitter habe ich mich bereit erklärt unsere Unterkunft zu überwachen, während Eddy, Daniel und Jan-Philipp sich auf den Weg machten um eine gute Stunde später Mister Wet-T-Shirt zu küren.

Mister Wet-T-Shirt Contest Mister Wet-T-Shirt Contest


So nach und nach trafen die einzelnen Teilnehmer aus ganz Deutschland ein und wie jedes Jahr gab es bei den „Frischlingen“ keinerlei Berührungsängste. Laufblogger sind einfach eine große Familie.
Zum Abschluss des Tages gab es am Lagerfeuer viel zu erzählen.

Brennt!
Brennt!

 Samstag der 25.06.2016 
Nachdem spät in der Nacht noch Jan Fitschen mit seiner Familie eingetroffen war und ein paar Rangierübungen mit seinem Wohnmobil praktiziert hatte, waren wir am Samstagmorgen komplett. 17 Laufblogger plus Jan´s Frau Heike mit Töchterlein füllten den Frühstücksraum und bereiteten sich auf den obligatorischen Samstaglauf vor. Ich hatte eine gemütliche Senioren- und Genussrunde um die 20km geplant, Hannes wollte mit Jan Philipp und den Running Twins Marek und Henrik auf den Brocken.

Die Brocken-Bezwinger brechen auf!
Die Brocken-Bezwinger brechen auf!

Und so machten sich gegen 10:00Uhr bei schönem Wetter zwei Gruppen auf zur Erkundung des Harzes. Judith, Michael und Heike nebst Töchterlein absolvierten eine schöne Wandereinheit.

Vollster Einsatz auch beim Fotografieren Sammeln zum Laufen Empfangschef beim LBC2016

Mit mir machten sich noch Eddy, Heimo, Andreas, Jan, Philipp, Daniel, Martin, Thomas, Carola und Caroline auf die knappe Halbmarathonstrecke durch den Harz. Ausschließlich geführt durch die Navi-Funktion meines Polar V800. Und ich muss feststellen, dass hat Polar sauber hingekriegt. Hat zwar ein wenig gedauert, aber die Navigation war absolut genial und ohne Probleme nachzulaufen. In unbekanntem Terrain hat mich die Funktion total überzeugt und wird definitiv in Zukunft öfters genutzt!

Bei 100% Luftfeuchtigkeit und Heerscharen von Schnacken, Bremsen und sonstigen bissigen Flugtieren wurden die Gehpausen relativ kurz gehalten. Glücklicherweise sind immer ein paar Teilnehmer dabei die für den Rest als „Lockmittel“ fungieren und die Plagegeister regelrecht anziehen. Dafür danke ich noch mal persönlich.

Kameramann Senioren- und Genussrunde am Samstag Steigungen im Harz Singeltrails im Harz Landschaftlich einfach schön Fundstücke Genießen im Harz

Ein weiterer,  sehr verbreiteter Plagegeist in den wilden Wäldern des Harzes sind die Zecken. Trotz größter Anstrengungen schafft man es einfach nie ohne ein paar dieser Mistviecher aus dem Harz zurückzukehren.
Die ausgesuchte Strecke war zwar anspruchsvoll, aber auch sehr abwechslungsreich und prima zu laufen. Von breiten Waldwegen bis zu schmalen Singletrails war alles dabei. Und so kamen wir nach 3 Stunden zwar zerstochen aber zufrieden an der Heimathütte wieder an. Passend zum einsetzenden Gewitter.

Dieses Gewitter nahmen übrigens die Teilnehmer der Brockenrunde bei Ihrem Lauf mit. Hannes, Marek, Henrik und Jan Phillip stürmten wie jedes Jahr erfolgreich den Brocken. Ehre wem Ehre gebührt!

Nachdem der Mittag von jedem der Suche nach Zecken absolviert wurde, freute man sich schon auf die Befeuerung des Grills. Mit unserem passionierten Grillmeister Daniel schon im letzten Jahr ein schönes Erlebnis. Als kulinarischen Höhepunkt kredenzte uns Jan noch sein berüchtigtes berühmtes Ugali, eine kenianische Läufergrundnahrung welche vielleicht mit ein wenig Gewürz für europäische Gaumen einigermaßen genießbar wäre. In der ungewürzten Originalfassung würde ich eher Steckdosen mit einputzen. Zum Glück habe ich ja keine große läuferischen Ambitionen mehr und komme ohne dieses Wundermittel über die Runden.

Märchenstunde mit Jan! Märchenstunde mit Jan! Da hatte jemand Spaß am Feuer machen! Grillmeister mit Werbeeinlage Ugali! Grillmeister in seinem Element! Wohlverdientes Entspannen! Vorbereitung unseres Grillmeisters! Grillmeister mit Werbeeinlage Guten Hunger! Für jeden war was dabei Ging weg wie nix.... ;-) Immer voller Einsatz beim Laufbloggercamp2016 Entspannt Holzdieb Isotonischer Durstlöscher Grill den Fitschen! Ugali Der Holzmichel! Weg war er..... Relaxed

Passend zum Abschluss des Grillens kam dann der große Schauer, welcher aus unserer Feuerhütte aus dem weiteren Abend keinen Schaden zufügen konnte. Die Zeit verflog bei Geschichten aus Kenia wie im Fluge und das eine oder andere Kaltgetränk wurde vernichtet. Ein wunderschöner Abschluss des Tages an dem es viel zu erzählen und zu lachen gab.

Das Buch zum Nachlesen der Keniageschichten für die welche leider nicht am Laufbloggercamp teilnehmen können gibt´s hier. Auch als Geschenk für Läufer die sonst schon alles haben immer gerne genommen!

Sonntag der 26.06.2016 
Auch das schönste Laufbloggercamp ist einmal zu Ende und es heißt wieder einmal Abschied nehmen. Nach einem ausgiebigen Frühstück verteilten sich die einzelnen Gruppen wieder auf das ganze Land. Nicht ohne ein schönes Abschiedsgruppenfoto vor Jan´s Wohnmobil zu machen.

Passt Sortierarbeit Zu erzählen gab es viel! Abreise beim Laufbloggercamp 2016 Kenianische Wunderbänder - Danke an Jan! Relaxed

Ich möchte mich ganz herzlich bei den Organisatoren Marek und Henrick für die Organisation bedanken und hoffe wir schaffen es auch im kommenden Jahr wieder uns zu treffen. Wenn nicht würde mir echt etwas fehlen. Ich habe das Laufbloggercamp richtig ins Herz geschlossen und freue mich auf hoffentlich noch ganz, ganz viele solcher Events!

Schön war´s
Schön war´s

 

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7Jun/16Off

Hamburg – Eine Stadt mit vielen Qualitäten

Neu auf dirosports:

Die letzte Woche hatten wir eine kurze Auszeit in der Hansestadt Hamburg genommen. Ein paar Tage raus aus dem Tagesgeschäft und einfach mal neues entdecken.
Mit dem Zug ging es Montags nach Hamburg, was heutzutage mit dem ICE gerade mal 4 Stunden vom Rhein-Main-Gebiet aus dauert. Dazu noch entspannt in der 1. Klasse. Konkurrenzlos gegenüber dem Auto!

Hafencity Hamburg
Hafencity Hamburg

Ab Dammtor ging´s mit dem Linienbus nach Eppendorf wo wir eine traumhafte Wohnung für die paar Tage bezogen. Stilvoll und mit allem was das Herz begehrt eingerichtet.
Wir hatten uns schon im Vorfeld mit einer Hamburger-Gruppen-Card (bis 5 Personen) versorgt welche und 4 Tage lang kostenfrei alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen lies. Für unter 60€ ein akzeptables Angebot, zumal es bei vielen weiteren Partner vergünstigte Eintritte gibt.
Zusätzlich kann man die Fähren des öffentlichen Nahverkehrs im Hafen nutzen. Für mich eine klare Empfehlung als Alternative zu den „üblichen Hafenrundfahrten“.

So waren schon mal alle Verbindungen innerhalb Hamburgs abgedeckt welche im Einzugsgebiet des öffentlichen Nahverkehrs liegen. Wenn man sich einmal orientiert hat kommt man so innerhalb Hamburg fast überall hin.

Der zweite Tipp ist die Nutzung von „Call a Bike“ oder direkt in der Stadt von „StadtRAD“. Funktioniert einwandfrei mit der „Call a Bike-App“. Die Räder sind qualitativ gut und erlauben eine ganz andere Art von Stadtbesichtigung. Preiswert und sehr flexibel.

Rathaus Rathaus Hamburg Elbphilharmonie Rathaus Rathaus

Am frühen Morgen bin ich immer eine kleine Runde zur Alster gelaufen. Das Wetter war zwar extrem schwül, aber am Wasser zu Laufen hat für mich immer seinen besonderen Reiz. Zumal ich mir gerne meine Umgebung ein wenig genauer anschauen möchte. Das klappt Laufend immer am besten.
Aufgefallen ist mir leider wieder ein „Großstadtphänomen“ welches ich „vom Land“ her weniger kenne. Läufer grüßen sich nicht! Eigentlich schade und für mich nicht nachvollziehbar, da ich die meisten Läufer als sehr offen und kommunikativ kennengelernt habe. Leider zeigt man dies wohl nicht überall!

Der Dienstag war eher Shopping-Tag mit Schwerpunkt in der Innenstadt. Hier ist die Hamburg eine Stadt die ein Angebot zu Verfügung stellt, welches an einem Tag schwerlich „abgearbeitet“ werden kann! Wer Shoppen will, ist hier richtig!

Bullerei Hamburg
Bullerei Hamburg

Abends hatten wir einen Tisch in der Bullerei von Tim Mälzer reserviert. Ein wunderbarer und angemessener Abschluss des Tages. Qualität der Speisen, Getränke und das ganze Ambiente haben uns überzeugt. Wir werden wiederkommen.

Die geilste Kuckucksuhr die ich kenne!
Die geilste Kuckucksuhr die ich kenne!

Der Mittwoch wurde mit dem Fahrrad erkundet. St. Pauli, Landungsbrücken, Elbphilharmonie, Speicherstadt und Hafencity wurden nach und nach abgefahren.

IMG_0119 (Bearbeitet) IMG_0118 (Bearbeitet) Hafencity Speicherstadt Speicherstadt Hafencity Speicherstadt Hafencity Speicherstadt Hafencity Speicherstadt Hafencity Hafencity Speicherstadt Hafencity Hafencity Hafencity Hafencity Hafencity Hamburg Hafencity Elbphilharmonie Elbphilharmonie Elbphilharmonie Hafen Hamburg Elbphilharmonie Speicherstadt Speicherstadt Elbphilharmonie Hamburg Hafencity Hamburg Hafencity

Bei traumhaftem Sommerwetter eine anstrengende aber lohnenswerte Angelegenheit.

Hafen Hamburg Landungsbrücken Landungsbrücken Landungsbrücken Hamburg Landungsbrücken Landungsbrücken

Den Rückweg nach Eppendorf haben wir dann mit der Alsterschifffahrt absolviert. Vom Jungfernstieg die Aussenalster lang bis zum Winterhuder Fährhaus. So haben wir noch einen schönen Einblick über die höhere „Wohnqualität“ in der Hansestadt erhalten. War schon das eine oder andere dabei was uns gefallen hätte. Leider rein preislich unerschwinglich!

Am Donnerstag früh ging es leider schon wieder zurück Richtung Heimat. Hansestadt ade!
Unser grob geplantes Programm konnten wir auf Grund der vielen interessanten Möglichkeiten in der kurzen Zeit leider nicht komplett abarbeiten.
Hat aber den großen Vorteil, dass wir einfach im kommenden Jahr nochmal gen Norden fahren. Und dann bleiben wir eine ganze Woche.

Es lohnt sich nämlich!

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23Mai/16Off

Trainingsplan – Ich möchte nicht trainieren, ich möchte laufen!

Neu auf dirosports:

Eine Vorbereitung mit Trainingsplan sollte es mal sein. Naja, wenigstens einen Monat nach Trainingsplan trainieren und die Vorgaben umsetzen.
Eine armselige Woche habe ich es nun durchgehalten. Und ich muss einfach eingestehen, Trainingsplan ist nun mal nix für mich. Die einzelnen Vorgaben für einen langen Lauf oder einen mittellangen Lauf umzusetzen geht ja noch, aber beim Thema Intervall hört bei mir stets der Spaß auf. Und ohne Spaß möchte ich nicht Laufen.
Ich bin Freizeit und Hobbysportler, welcher durch das Laufen richtig viel Spaß am Leben hat. Und dieser Spaß ist für mich genau dass, was das Laufen ausmacht. Spaß an der Bewegung, an dem guten Gefühl, Spaß am Leben.

Trailrunning macht Spaß!
Trailrunning macht Spaß!

Ich möchte mich nicht selbst kasteien. Schließlich bin ich Genussmensch. Ich muss mich hinsichtlich meiner Ernährung schon genug disziplinieren. Entsprechend weigere ich mich auch noch beim Laufen einem Trainingsplan zu unterwerfen. Und dies ist letztendlich unabhängig wie flexibel dieser Trainingsplan ist. Mir reichen die Vorgaben im täglichen Leben. Bei einem 10-12 stündigen Arbeitstag brauche ich nicht noch Reglementierungen in meiner Freizeit.

Bei aktuellen Trainingsplan zur Marathonvorbereitung von Polar kommt noch eine sehr starre Komponente hinzu. Die Einheiten lassen sich nicht individuell verschieben und bearbeiten. Das bedeutet, ich bekomme die Tage und die jeweiligen Einheiten vorgeschrieben. Ich habe keine Problem Morgens um halb 4 die 15 Kilometer zur Arbeit zu laufen, aber ich habe ein Problem damit dies als Intervalltraining zu tun! Ich muss schließlich danach auch noch ein wenig arbeiten.
Aber auch nachvollziehbar. Wie soll ein Programm flexibel auf jeden User abgestimmt sein. Es kann zwar die Intensität und die Umfange an Rahmenbedingungen anpassen, muss aber in der Summe plausibel und funktional sein. Dies bedeutet einen erheblich Aufwand den man von einem kostenlosen Programm nun mal nicht erwarten kann.
Dies bedeutet nicht, dass ich die kostenlosen Trainingspläne in Polar Flow für schlecht halte. Ganz und gar nicht. Wer sich wirklich auf einen Lauf vorbereiten möchte, wer für seinen Sport gewisse Ziele und Zeiten im Auge hat, der muss sich zwangsläufig mit dem Thema Trainingsplan beschäftigen.
Ich aber nicht!

Ich möchte nicht trainieren, ich möchte laufen!

Im Gelände einfach nur genial zu Laufen
Einfach nur Laufen!

Um einen Marathon zu laufen, unabhängig von einer gewissen Zielzeit, gibt es verschiedene Parameter die es zu berücksichtigen gilt.
Da kommt zum allerersten der Läufer selbst. Seine Möglichkeiten und vor allem seine Grundveranlagung. Ich habe jetzt schon so viele Läufer gesehen, dass ich weiß, dass auch wirklich jeder Einzelne ein Unikat ist. Mit den entsprechenden Läufergenen ausgestattet, oder auch nicht.
Zweitens ist eine gewisse Vorbereitung in Bezug auf die absolvierten Laufkilometer unstrittig. Der Körper muss lernen mit solch lange Einheiten umzugehen. Ich bin der Meinung dies braucht Zeit und Geduld. Mit den Mottos „In einem Jahr zum Marathon“ tue ich mir persönlich schwer. Auch hier spielt die Grundveranlagung eine große Rolle.
Menschen wie ich, sind nicht dazu gebaut in einem Jahr von Null auf 42 zu laufen!
Ich persönlich habe zwei Jahre gebraucht um die Gewissheit zu haben ich schaffe das. Und selbst dann war´s ein anstrengendes Unternehmen.
Und als Drittens kommt der Wille dazu. Der Wille etwas zu leisten, was man im Laufe seines Lebens verlernt hat. Der Wille den Schweinehund zu besiegen und sich zu erheben. Für viele wahrscheinlich der schwierigste Punkt.

Einfach raus und laufen lassen..
Einfach raus und laufen lassen..

Für mich persönlich ist aber ein Punkt am wichtigsten. Laufen des Laufens wegen. Spüren wie sich der Körper seiner ursprünglichen Aufgabe zuwendet und letztendlich genießt. In sich hineinhöhren und sich spüren.
Ich denke ich habe die letzten Jahre einiges an Erfahrung gesammelt. Dazu habe ich gelernt auf meinen Körper zu hören. Wenigstens öfters als früher.
Entsprechend kann ich einschätzen wie ich mich vorbereiten muss um einen Marathon mit Spaß und Freude zu laufen. Um das ganze Drumherum und die Menschen zu erleben und mit Ihnen gemeinsam zu feiern.
Das ist das was ich am Laufen liebe. Das ist das was ich möchte. Und das ist das was ich tue.

Kein Trainingsplan. Kein Intervall. Einfach laufen!

Einfach laufen und Spaß haben!
Einfach laufen und Spaß haben!

Keep Running!

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22Apr/16Off

Läuft – Langsam aber sicher kann ich wieder mal was planen

Neu auf dirosports:

Es läuft! Jedenfalls aktuell. Nach den vielen Rückschlägen die letzten beiden Jahre endlich wieder mal verletzungs– und beschwerdefrei trainieren. Jedenfalls fast. Ein bisschen Rücken habe ich halt immer. Diese sitzende Tätigkeit während des Beruf Alltages ist einfach Gift für meinen geschädigten Rücken. Aber ich will ja nicht Jammern sondern positives berichten.

Der Monat April ist rein sportlich gesehen mal wieder eine guter. Während der Woche versuche ich zwei Mal zur Arbeit zu laufen. Die restlichen drei Tage geht´s mit dem MTB hin und zurück. Alles im angenehmen, lockeren Tempo.

Es läuft im April
Es läuft im April

Dazu ziehe ich, und darauf bin ich am meisten stolz, mein Ausgleichstraining mit Yoga, Dehnen und Stabitraining durch. Zwar nicht jeden Tag, aber mindestens 3 mal die Woche für 40 Minuten. Ich bin zwar immer noch nicht geschmeidig wie ein Leopard, aber es wird.
Auch bilde ich mir ein, dass ich Vorteile beim Laufen habe. Es läuft alles ein bisschen lockerer und entspannter.

Es läuft - Logggggger bleiben!
Es läuft – Logggggger bleiben!

Für´s Wochenende ist endlich mal wieder ein Lauf über 20km geplant. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern wann der letzte war. Gefühlt eine Ewigkeit.
Wenn dieser Lauf beschwerdefrei funktioniert, weiß ich dass ich auf dem richtigen Weg bin. Tempoläufe werden weiterhin ein Tabu bleiben. Mein Aufbauprogramm 2.0 wird weiter stur eingehalten. Langsam aber stetig die Distanz erhöhen. Mehr nicht.
Ich will laufen.
Und zwar lang, nicht unbedingt schnell.
Dazu bewegt sich das Gewicht auch nach unten. Zwar genauso langsam, aber stetig.
Mehr möchte ich eigentlich nicht.
Beides zusammen sollte mich im Oktober zum FRA Marathon führen. Mein einziges Ziel für dieses Jahr. Endlich wieder mal einen Marathon laufen.

Zieleinlauf Frankfurt
Zieleinlauf Frankfurt

Ansonsten genieße ich die lockeren Läufe zur Arbeit. Nachdem ich am Anfang noch eine Erholungszeit von mehreren Tagen hatte, zeigt mir meine V800 aktuell nur noch Stunden zur Erholung an. Die Läufe machen mich nicht mehr müde, sondern sind eine Art Kickstart in den Arbeitstag. Mit einem Lächeln auf der Arbeit ankommen hat was!

"sagenhafter" Odenwald
„sagenhafter“ Odenwald

Also hoffe ich dass es weiterhin stetig leicht nach oben geht. Keine Selbstverständlichkeit wie früher, sondern eher eine bewusste Freude über das was geht. Langsam mal wieder von einem langen Lauf träumen. Ein 30er durch die heimischen Wälder. Das wär´s.
Aber das wird wohl noch ein paar Wochen dauern. Jetzt gehe ich am Wochenende erst mal die 20 an. Und hoffe, dass es hinterher noch genauso ist wie vorher.

Zieleinlauf Festhalle
Zieleinlauf Festhalle

Das Feuer lodert, jetzt heißt es behutsam darauf aufpassen und keinen Fehler machen!
Keep running! Es läuft!

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21Mrz/16Off

Geschmeidig wie ein Leopard – Ein krampfhafter Versuch

Neu auf dirosports:

Die Meinungen über das Thema Dehnen sind so vielfältig wie die Natur des Laufens. Es gibt kontroverse Diskussionen in allen Lagern. Selbst die Mediziner sind sich nicht einig. Geschweige denn die Läufer selbst. Und ich werde die Diskussion um das Thema „Dehnen – ja oder nein“ gewiss auch nicht lösen. Will ich auch nicht!

Wenn man in fortgeschrittenem Alter eine gewisse Erfahrung mit dem Laufen hat, kommt bei vielen auch die schmerzhafte Erfahrungen mit läuferspezifischen Verletzungen dazu. Meistens sind es immer wieder ähnliche Verletzungen die uns quälen und von denen man allerorts liest und hört. Überraschenderweise sind es nicht nur die Dehnmuffel die es erwischt. Auch Läufer die sich gewissenhaft Dehnen sind nicht gefeit. Also Dehnen alleine kann nicht die Lösung sein.

Was ich im Laufe der letzten Jahre aber definitiv festgestellt habe, ist die Tatsache, dass Läufer die gleichzeitig Kampfsport oder Yoga machen, wesentlich weniger oder gar überhaupt nicht verletzt sind. Jedenfalls keine „läuferspezifischen“ Verletzungen. Beim Kampfsport kommen dafür hier und da ein paar andere hinzu!

Des Läufers Leid! Der geschmeidige Leopard!
Des Läufers Leid!
Der geschmeidige Leopard!

Dies ließ bei mir schon früh den Rückschluss zu, dass Kraft und Beweglichkeitstraining als Ausgleich zum Laufen, das wahre Heilmittel sein muss. Also eigentlich alle „Ausgleichsportarten“ welche die meisten Läufer, die ich kenne, HASSEN!
Mich natürlich voll eingeschlossen.

Nun stellt sich mir die Frage nach dem WARUM? Warum mögen die meisten Läufer neben Ihrem geliebten Laufen keine Alternativen. Warum lege ich mich nicht jeden Abend 10 Minuten auf die Matte, höre ein wenig Musik und mache mich bewegungstechnisch zum Affen? Warum gehe ich lieber noch eine Stunde monoton laufen, anstatt mich die 10-15 Minuten ein wenig zu dehnen oder Kraftübungen zu machen?

Uaäehhhhhh!
Uaäehhhhhh!

Ehrlich gesagt ich habe keine Ahnung. Geschmeidig wie ein Leopard hört sich doch super an. Und alle die fleißig Stabi und Geschmeidigkeit trainieren profitieren davon.
Also warum sträubt man sich so gegen die Leopardenhaftigkeit?

In meinem Fall bestimmt aus dem Grund, dass aus dem Leoparden bei der ersten Übung ein stocksteifer Tanzbär wird, welcher in Kurzatmigkeit verfällt und schon im Bewegungsbeginn die ersten Zeichen eines gewaltigen Muskelkaters verspürt. Wenn ich einer Stabheuschrecke gleich, den traurigen Versuch starte meinen geschundenen Kadaver in die Geschmeidigkeit des Leoparden zu verwandeln, hat das weder etwas mit Ästhetik noch mit Spaß zu tun. Es ist einfach nur traurig.
Also schenke ich mir die ganze Prozedere, schaue mir vielleicht noch ein YouTube-Video über das Dehnen an und gehe laufen. Wohlwissend, dass mir bisher das wenige Kraft- und Bewegungstraining welches ich irgendwann einmal durchgezogen hatte, wahnsinnig viel beim Laufen gebracht hat.

Also habe ich mir nun wieder einmal geschworen, mindestens 4-5 mal die Woche eine Stabi/Krafteinheit einzubauen. Egal wie schlimm die ganze Sache aussieht und wie schwer der Muskelkater wird. Ich lege mich mal fest bis zum 30. April. Das sind noch 6 Wochen in denen ich „geschmeidig wie ein Leopard“ werde.
Oder wenigstens zur elastischen Schildkröte?

Blinzeln in der Sonne
Blinzeln in der Sonne

Ich werde berichten!

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29Jan/16Off

Zielkorrektur

Neu auf dirosports:

Auch im Freizeitsportbereich braucht es ab und an mal eine Zielkorrektur was die Ambitionen, Wünsche oder Sehnsüchte betrifft. Wie ich seit meinem Finish bei den 100km bei TTdR 2014 erfahren musste, kann man die Belastungsschraube nicht unendlich weiterdrehen. Auch kann man die vielen Gleichgesinnten die sich im Ultrabereich alters- und Leitungsmäßig im gleichen Bereich bewegen nicht unbedingt als Maßstab ansetzen.
Der Mensch ist nun mal ein Individuum, dazu kommen sehr persönliche Rahmenbedingungen und Vorgeschichten. Also steht man mit seinen Potentialen und deren Einschätzung ziemlich alleine auf weiter Flur. Da hilft es meistens nur zu akzeptieren, was mit zunehmendem Alter erstaunlicherweise immer leichter fällt, und seine Ambitionen entsprechend zu korrigieren.

Und nachdem das Jahr 2015 sportlich für mich ein Griff ins Klo war und über den Jahreswechsel hinaus noch ein paar gesundheitliche Baustellen abgeklärt werden müssen, ist es an der Zeit auch sportlich eine Zielkorrektur durchzuführen.

Den ersten Schritt habe ich mit meiner Absage bei den 100 Meilen bei der TTdR2016 ja schon im Herbst abgehakt. Ohne die gesundheitlichen Voraussetzungen bei mir und noch mehr bei meinem treuen Begleiter Stephan ist diese Aufgabe einfach nicht realistisch.
Also was bleibt einem wenn das große Ziel oder der große Traum in läuferischer Hinsicht ein wenig wegbricht? Wehmut, Trauer oder gar Zorn?

Eigentlich nicht. Ich habe durch die Rückschläge im vergangenen Jahr ziemlich viel nachgedacht. Nachgedacht über den damaligen Ansporn welcher mich im Oktober 2007 überhaupt dazu gebracht hat meine Laufschuhe zu schnüren. Nachgedacht über die vergangenen 8 Jahre in denen das Laufen zu einem großen Bestandteil meines täglichen Lebens wurde. Und nicht nur das Laufen sondern auch das Biken und Wandern.

Ich denke wenn´s mal nicht so läuft, hilft es ab und an die vergangenen Jahre ein bisschen zusammenzufassen. Was ist denn die letzten 8 Jahre seit dem Lauf meiner Karriere mit einer solchen Tragweite alles passiert?

19. Mühlchen Triathlon 2010 Lauf mit Matthias 2009 Schöne Zeiten beim HM in Darmstadt Halbmarathon Darmstadt 2009 Marathon Frankfurt 2009 Loch Nass Vorfreude beim Start Es läuft Stolz wie Bolle! 50km Ultra Rodgau 2011 sportograf-17345240_lowres Zieleinlauf Anstieg Königsetappe Collenberg - Laufen für den Fotografen Der Lohn nach 50 harten Kilometern "Vortour" auf dem Rennsteig Marktplatz Eisenach erster Nibelungensteig Im Ziel nach einem entspannten Frankfurt Marathon Rodgau 2013 - Didi und Diro - Danke an Andy Dyrz für das Foto diro und eddy vor dem Start in Eisenach Elektrischer Reiter Tolles Team! Hans, Lee, Jesko und Ich Treffen mit André Einfach raus und laufen lassen.. Spaß hat´s gemacht! vlcsnap-2014-05-06-17h48m26s188 Bloggercamp2014 - Coole Truppe Bleibt unter uns... Best Supporter! Endlich mal getroffen! VP 174/44 Wat läuft Ausblick Ausblick Hat Spaß gemacht! BC 2015 LaufbloggerCamp 2015 Die Helden haben fertig! Tolles Team und ein toller Trip!

Wenn man überlegt, dass ich bis zum Oktober 2007 das Laufen und den Ausdauersport gehasst habe, hat sich doch einiges getan.
Das was ich den ganzen Jahren sportlich geleistet habe nimmt mir niemand mehr. Die Freude, das Leid und die vielen Stunden mit außergewöhnlichen Menschen sind ein Bestandteil in meinem Leben an die ich mich immer wieder gerne, und überraschenderweise auch gut erinnere. Mit zunehmendem Alter auch keine Selbstverständlichkeit.

Also überlegt man was einem wirklich wichtig ist im Leben. Neben der Familie und den Freunden ist der Sport an sich ein fester Bestandteil. Auch ist ein Stadtmarathon oder der eine oder andere Ultra bestimmt nicht verkehrt. Es muss halt einfach passen ohne das man sich verbiegen muss. Langwierige Vorbereitungen mag ich nicht mehr.
Schuhe anziehen und laufen. Wenn´s Spaß macht und eine gewisse Basis und Grundlage dabei raus kommt, dann kann man ja spontan mal irgendwo teilnehmen.
Aber so richtig einen Ultra planen mit all der erforderlichen Vorbereitung mag ich eigentlich nicht mehr.
Lieber ein paar Tage mit Freunden durch die Wälder streifen. Egal ob laufend oder „nur“ wandernd. Spaß haben und genießen wie schön die Natur ist.

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26Okt/15Off

Level 2 – Der Herbst wird es zeigen

Neu auf dirosports:

Nun geht´s nach meiner Knie-OP zum Level 2 des Wiedereinstiegs in´s Abenteuer Laufen. Nachdem ich mit Christian und Stephan erfolgreich auf dem Nibelungensteig unterwegs war, geht´s jetzt darum „wieder Laufen zu lernen“!

Jeder der schon mal eine längere Pause hinter sich gebracht hat weiß wie schwer das ist. Neben Motivation gehört auch eine Menge Zurückhaltung und Geduld dazu. Und natürlich ein bisschen Glück, dass die Knie-OP auch wirklich was gebracht hat.
Und so wagte ich die letzte Woche den zweiten Schritt nach meinen ausgiebigen Wanderungen und Biketouren. Endlich wieder LAUFEN!

Level 2 - Der Herbst wird´s zeigen
Level 2 – Der Herbst wird´s zeigen

Dazu bot es sich treffend an, dass wie eine Woche in der fränkischen Schweiz Urlaub machten. Und so genoss ich den Herbst mit ein wenig Laufen, Wandern und viel Fotografieren.

Wohin geht der Weg?
Wohin geht der Weg?

Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber im Herbst ist für mich immer die Zeit des Nachdenkens. Zeit um Pläne machen und über die Zukunft nachzudenken.
Wenn man dann noch schweren Herzens beim tollen Frankfurt Marathon nur zuschauen kann, kommt ein wenig Wehmut und vielleicht sogar Hilflosigkeit dazu.

Zeit ist relativ!
Zeit ist relativ!

Wird es wirklich wieder etwas mit dem Laufen?
Schaffe ich es bis Pfingsten 2016 fit für 100 Meilen zu sein?
Oder muss ich mich damit abfinden vielleicht nur noch Marathon oder weniger laufen zu können?

Manchmal muss man Ruhen! Herbst! Die Fränkische Schweiz

Viele Fragen die mir durch den Kopf schießen und auf die ich auch noch nicht ansatzweise eine Antwort kenne. 10 Kilometer kann ich im Augenblick schon mal laufen.
OK, laufen ist vielleicht etwas anderes, aber im 7.30min/km Schnitt kriege ich das schon wieder hin. Das Knie macht sich zwar bemerkbar, aber Schmerzen habe ich keine.
Vielleicht ist das einfach auch noch ein Sache des Kopfes?

Jedenfalls werde ich weiter dabeibleiben und mich langsam zu steigern. Bis Weihnachten sollte ich dann die Gewissheit haben ob es „läuft“ oder ob ich mich mit anderen Zielen befassen muss.
Für Rodgau habe ich mich auf jeden Fall mal angemeldet. Wenn ich es Ende Januar hinkriege wieder einen 50er zu laufen, dann heißt es wieder „DIRO IS BACK“!

Die letzte Blüte
Die letzte Blüte

Aber ich möchte hier keine schlechte Laune verbreiten, sonder eher dazu animieren den Herbst, für mich die schönste Jahreszeit, dazu zu nutzen das Leben zu genießen und die Natur mit allen Sinnen aufzunehmen.

Treiben lassen? Die letzten Früchte Farbenspiele Lichtspiele Kleinigkeiten für´s Auge Was ist wohl hinter den verschlossenen Türen? Pause Grün!

Und als Anreiz möchte ich Euch ein paar „Herbstimpressionen“ aus der fränkischen Schweiz präsentieren. Denn schließlich habe ich neben dem Laufen noch das eine oder andere Hobby.

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Und Level 2 wird zeigen was die Zukunft bringt!

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5Okt/15Off

Wandern kann ganz schön anstrengend sein!

Neu auf dirosports:

Wandern war für mich immer eine sportliche Betätigung im unteren Belastungsbereich. Sozusagen regeneratives Training. Wie man sich doch irren kann!

Als Christian, Stephan und ich uns auf den Weg nach Zwingenberg machten um den Nibelungensteig in 4 Tagen abzuwandern, hatte ich im Hinterkopf meine 2 mal 2-tägige Lauftour von 2012. Die war zwar anstrengend, aber doch so, dass man den Nibelungensteig in 4 Etappen einigermaßen abwandern könnte. Hatte ich so im Hinterkopf.
Irgendwie hat der Mensch die Fähigkeit Anstrengungen, nachdem sie erledigt sind, zu verdrängen. Und einen 10kg schweren Rucksack auf dem Rücken und einen „kleinen Bagpack“ im Vorderbau, damals hatte ich ein paar Kilos weniger, sollten die Sache nicht einfacher machen.

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Drei Mann auf dem Nibelungensteig

Jedenfalls machten wir uns um kurz vor 8 Uhr auf den Weg von Zwingenberg hinauf zum Melibokus. Kurzweilig mit vielen Gesprächen, noch mehr Lachen und strammen Schrittes. Das Wetter war traumhaft. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen zum Wandern. Lediglich der kalte Wind blies ab und an ein wenig unangenehm.
Die ersten 400 Höhenmeter waren schnell im Sack und wir lagen ordentlich im Zeitplan. Als reine Laufzeit hatte ich ein Tempo von ca. 16:00min/km angepeilt. Bei den steilen Anstiegen im Odenwald nicht ganz unrealistisch.

Auf dem Melibokus Der Nibelungensteig Traumwetter Wandern bei Traumwetter macht Laune Entspannung pur in der Natur!

Die 11 Kilometer bis zum Felsenmeer legten wir in 2:40h zurück und gönnten uns in der grandiosen Kulisse erst einmal ein ordentliches Frühstück bevor es zum nächsten und längsten Anstieg der heutigen Etappe ging.

Froh gelaunt im Felsenmeer imposante Kulisse Das Felsenmeer Das Felsenmeer

Hofgut Hohenstein
Hofgut Hohenstein

Aussicht auf Reichenbach am Hofgut Hohenstein
Aussicht auf Reichenbach am Hofgut Hohenstein

Hinauf zum Krehberg (575müNN) den wir nach ca. 22 Kilometern und einer Wanderzeit von knapp 6 Stunden erklommen.
Hinab nach Schlierbach mit einigen Wellen bevor wir uns den kurzen aber knackigen Anstieg nach Lindenfels hoch quälten. Dort legten wir nach 28 Kilometern und 7,5 Stunden eine Kaffeepause beim ansässigen Bäcker ein.
So langsam wurden die Beine müder und der Rucksack immer schwerer. Wandern kann ganz schön anstrengend sein.

Kurz nach Kilometer 30 der vorletzte Anstieg am Gumpener Kreuz. Meine Erkältung der vorangegangenen Tage jagte beim Anstieg meinen Puls in ungeahnte Höhen. Jetzt hieß es sein eigenes Tempo finden und nicht mehr so viel Quatschen.

Als wir durch Weschnitz kamen hatten wir den letzten nennenswerten Anstieg der heutigen Etappe vor Augen. Der serpentinenartige Anstieg zur Walpurgiskappelle bei Kilometer 35!
Danach hieß es nur noch Zähne zusammenbeißen und die letzten 6 Kilometer in die Dämmerung zu laufen und sich in Grassellenbach ordentlich zu stärken um dann müde in die Betten zu fallen.

Die Dämmerung zog auf
Die Dämmerung zog auf

Damit war unsere erste Etappe mit knapp 41 Kilometern, 1.800 Höhenmeter und gut 11 Stunden Laufzeit geschafft. Und wir gleichfalls!
Wandern kann ganz schön anstrengend sein! Meine Polar V800 diagnostizierte 8.469 verbrauchte Kalorien und 65.508 Schritte. Tagesziel erreicht!

Mission erfüllt!
Mission erfüllt!

Als am nächsten Morgen die Sonne durch die Scheiben blitzte, war das Aufstehen nicht unbedingt flockig und locker. Ein Kran hätte wesentlich geholfen die Schlafstätte zu verlassen. Aber die Aussicht auf ein ordentliches Frühstück und die Hoffnung dass die kommende Etappe ja kürzer wird, hat es dann doch ermöglicht das Schlafgemach zu verlassen.

Morgensonne in Grasellenbach Fit wie ein Turnschuh!

Punkt 8:45Uhr verließen wir relativ erholt Grassellenbach um uns zu unserer ersten Station, „den einzig echten Siegfriedbrunnen“ zu erkunden. Die Stätte eines blutrünstigen und hinterhältigen Mordes aus früheren Zeiten.

Kurz hinter Güttersbach Siegfriedbrunnen bei Grasellenbach Blutiger Tatort!

Über den Spessartskopf, Güttersbach und Hüttenthal zog es uns zum Marbach-Stausee.

Erster Blick auf den Marbachstausee Marbach Stausee

Dort gab es eine wohlverdiente Stärkungspause nach 13 Kilometern und einer Laufzeit von knapp 3,5 Stunden. Leider meldeten sich hier erstmals meine Fußsohlen zu Wort. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich an den Sohlen Blasen bildeten. Etwas was ich eigentlich nur aus Erzählungen kenne. Also ein wenig die Füße verarztet und weiter ging es in einem Schlenker Richtung Ebersberg, wo wir uns an einer Biker-Raststätte etwas zu trinken gönnten.

Lamas in Ebersberg
Lamas in Ebersberg

Die Sonne hat selbst im Oktober noch genügend Kraft einen auszutrocknen.

Himbächel Viadukt Himbächel Viadukt Himbächel Viadukt Himbächel Viadukt

Nach knapp 19 Kilometern erreichten wir das beeindruckende Himbächel-Viadukt. Laufzeit bisher 5,5 Stunden. Zwar war die Etappe nicht ganz so hügelig wie die erste, aber der Verschleiß und die brennenden Füße machten es heute nicht einfacher und so waren wir froh, dass wir nach 24 Kilometern am Ebersberger Felsenmeer das Ende der Etappe in Bullau bereits riechen konnten.

Am Ebersberger Felsenmeer Am Ebersberger Felsenmeer

Der letzte Anstieg war geschafft und nach 9 Stunden und knapp 30 Kilometern mit knapp 1.000 Höhenmetern war es ein kurzer Abend bevor wir uns erschöpft in die Kissen fallen ließen. Die zweite Etappe war Geschichte und wir Drei waren nicht mehr ganz so frisch unterwegs.
Wandern kann ganz schön anstrengend sein!

Morgendämmerung in Bullau
Morgendämmerung in Bullau

Wie ich am darauf folgenden Morgen aus dem Bett kam kann ich nicht mehr genau sagen. Geschweige denn wie ich die Treppe nach unten bewältigte. Unser Gehirn ist bestimmt so programmiert, dass schmerzhafte Erfahrungen schnell verdrängt werden.
Mein erste Erinnerung zeigt jedoch wie drei Mann mittels zwei GPS-gesteuerten Handgeräten etwas planlos durch Bullau wanderten. Und es dauerte noch 7 Kilometer und gut 1,5 Stunden bis wir wieder sattelfest auf der Originalroute wanderten. Zuvor gab es ein paar halsbrecherische Abstiege quer durch die Botanik. Ein bisserl Abwechslung vom „einfachen Wandern“ musste wohl sein.

Wieder ein traumhafter Morgen Plan- aber nicht Ziellos! Technik hilft immer! Back on Track

Ab Schöllenbach befanden wir uns wieder auf dem Original-Track. Kilometer hatten wir keine eingespart, aber wenigstens die Reize der Natur „intensiver“ kennengelernt. Schwamm drüber und weiter.

Neugier hinter Schöllenbach An der Quellkirche in Schöllenbach An der Quellkirche in Schöllenbach An der Quellkirche in Schöllenbach

Hinauf nach Hesselbach tat dann schon ein bisschen weh. Die Kilometer und vor allem die Höhenmeter forderten ihren Tribut. Ab und an zog schon mal einer das Bein ein bisschen nach und die geschmeidigen Leoparden waren ein wenig staksig geworden.
Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich immer noch die Strecke unserer letzten Abteilungswanderung auf dem Schirm. Irgendwie hatte ich es verdrängt, dass ich für die Tour mit den Kollegen lediglich die „sanfte Alternativroute“ gewählt hatte.

Am Dreiländereck
Am Dreiländereck

Die Realität holte uns spätestens beim Anstieg von Ottorfszell nach Preunschen ein. Nach 22,6 Kilometer und 6 Stunden Laufzeit dachte ich wir kommen bald an die Baumgrenze. Ein nicht enden wollender Anstieg auf direktem Weg. Spätestens ab hier musste jeder sein eigenes Tempo gehen und Gespräche wurde eingestellt. Jeder Mann kämpfte für sich alleine bevor wir uns oben wieder zur Getränkeaufnahme sammelten. Hier gingen zudem unsere Trinkvorräte zu Ende, was die qualvollen anstehenden Kilometer nicht einfacher machte.

Rast wurde immer öfter gemacht Burgruine Wildenberg Burgruine Wildenberg Burgruine Wildenberg Traumhafte Landschaften entschädigen für die Anstrengung Ganz so flüssig lief es nicht mehr

Von Preunschen fast im freien Fall runter ins Tal, vorbei an der Burgruine Wildenberg und direkt der gleiche Höhenunterschied wieder fast senkrecht hinauf nach Beuchen. Gefühl im sauerstoffarmen Bereich eines 5.000ers. So langsam war Schicht im Schacht und Wandern fand nur noch mit dem Kopf statt.

Die Helden haben fertig!
Die Helden haben fertig!

Die Landschaft zog nur noch wenige Blicke
Die Landschaft zog nur noch wenige Blicke

Zwar war der letzte Anstieg geschafft, aber wir auch. Nach 30 Kilometern und 8 Stunden am dritten Tag war ziemlich die Luft raus. Jetzt zählten die Erfahrungen aus dem schmerzlichen Bereich. Da hilft auch keine Aufmunterung mehr. Der Kopf bestimmt was noch geht.
Dazu noch einmal kurz einen Kilometer Umweg hebt da natürlich die Freude nur unwesentlich. Die letzten Kilometer zogen sich zäh wie alter Kaugummi.

Die letzten Meter Wieder bis in die Dämmerung gewandert Die letzten Kilometer nach Amorbach

Als wir nach gut 38 Kilometern und über 10 Stunden Amorbach erreichten, wurde erst einmal eine Tankstelle geplündert. Die letzten Meter zum Ziel ging nicht ohne vorher die Wasserdepots aufzufüllen um nach einem extrem harten Tag unser Nachtlager im Schlafwagenhotel in Amorbach zu beziehen.

Natur hat Vorrang Natur hat Vorrang Uboot-Feeling Zum Glück waren die meisten von uns schmal! Müder Krieger im Schlafwagenhotel

Hier wurden erst einmal die Rücksäcke in die Abteile gefeuert um anschließen noch mal in die Stadt zu humpeln um ordentlich Pasta und Pizza zu ordern. Die Speicher waren nach den drei Tagen ziemlich leer.

Der dritte Tag brachte uns neben viel körperlichem Leid, insgesamt 38,5 Kilometer mit über 1.000 Höhenmetern und 10,5 Stunden Wandern. Ein ordentliches Paket.
Wandern kann ganz schön anstrengend sein!

Frühstück im Salonwagen Geniales Frühstücksambiente zum Abschluss

Als wir am kommenden Morgen aus unseren Kabinen krochen war der Entschluss die letzte Etappe nach Freudenberg sinnvollerweise sausen zu lassen schnell getroffen. Der körperliche Zustand von uns Dreien hätte dies zu einer einzigen Quälerei werden lassen. Und wenn man keinen Spaß mehr hat, sollte man Einsicht walten lassen und zurückstecken. Entsprechend haben wir uns nach einem ordentlichen Frühstück auf den Rückweg mit dem Zug gemacht. Im Hinterkopf die Maßgabe dass die letzte Etappe irgendwann noch mal angegangen wird. Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben!

Es waren drei tolle Tage in einem Team welches absolut toll harmonierte und welches sich definitiv jedes Jahr zusammenraffen muss um ein paar Tage dem Alltag zu entgehen. Drei Tage an denen wir von den 30 Stunden Wandern bestimmt 28 Stunden gelacht haben. Die zwei restlichen Stunden war Leiden angesagt. Aber ich denke dies hat dem Ganzen nicht geschadet.
Als Fazit bleibt festzuhalten das drei Tage eigentlich genug sind. Mit knapp 110 Kilometern ist es vielleicht 10% zu lang gewesen. Aber ein bisschen Grenzerfahrung brauchen wir vielleicht. Zumal wenn man wie ich im laufenden Jahr eher kleine Brötchen gebacken hat.

Für mich war es definitiv mein Highlight für 2015. Auch auf Grund der Tatsache, dass mein operiertes Knie in keinem Moment Schwierigkeiten machte. Es war als hätte ich nie Meniskusprobleme gehabt. Eine Tatsache die für meinen Kopf unheimlich wichtig war. Nun kann ich langsam wieder ins Laufen einsteigen.

Denn Wandern kann ganz schön anstrengend sein!

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30Aug/15Off

1991 – noch frischer Papa im Studium

Neu auf dirosports:

Nachdem Anja und die 90er mit Ihrer Kramerei in der Vergangenheit angefangen hat und viele ihrem Beispiel folgten, musste ich auch mal meine Fotokisten durchsuchen um ein paar Nachweise meines 1991 an’s Tageslicht zu fördern. Digital war damals noch nicht Alltag und dementsprechend gibt’s gar nicht so viele Bilder aus meinem Leben. Aber ich habe leider doch noch ein paar gefunden.

1991 mit dem Junior
1991 mit dem Junior

Ich war ein Jahr vorher zum ersten Mal Papa geworden, befand mich noch im Studium und musste nebenher Arbeiten. War eher eine Studieren neben dem Arbeiten!

Mit dem Ausdauersport hatte ich damals aber auch gar nichts am Hut. Für mich war jeder Mensch der freiwillig weiter als 20 Meter rennt ziemlich merkwürdig. Nach jahrelangem Fußball, ich stand übrigens wegen meiner Lauffaulheit im Tor, war lediglich Kraftsport und Masseaufbau mein Ding. Letzteres klappte schon damals am Besten.

1991 gab´s geile Brillen..
1991 gab´s geile Brillen..

Mein Kinoheld war übrigens Bruce Willis!

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28Aug/15Off

Urlaub 2015 – Physio, Wellness und Wandern

Neu auf dirosports:

Dieses Jahr ging meine Knie-Reha nahtlos in unseren Urlaub 2015 in der fränkischen Schweiz über. Mit ein paar Umwegen klappte es sogar meine zweite Reihe Physio im Urlaub zu integrieren und die Termine direkt in der angrenzenden Therme Obernsees abzuarbeiten.

Unsere Anreise erfolgte im Regen. Für die Autofahrt nicht unbedingt angenehm, aber nach den trockenen und heißen Tagen ein wenig Abkühlung. Aber sobald wir unser alljährliches Quartier bezogen hatten, wurde das Wetter von Tag zu Tag besser ohne gleich wieder mit Temperaturen über 30 Grad aufzuwarten.

Details Einige mussten noch arbeiten Abkühlung Erfrischung Details Alle mit dabei

Zum „Ankommen“ wurde erst mal wieder der Saunabereich der Therme Obernsees ausgiebigst genutzt. Entspannung und Erholung pur in einer wunderschönen Landschaft. Ein Vorteil unserer jährlichen Aufenthalte in der Gemeinde Obernsees bei der Familie Häfner. Die Therme ist gerade mal 500Meter entfernt und bietet stets die Möglichkeit kurzfristig das Tagesprogramm zu ändern. Außerdem fühlt man sich nach 12 Besuchen fast schon „heimisch“!

Im integrierten Physio-Fit Hentes kümmerte man sich sorgfältig um mein operiertes Knie. Die ersten Übungen  waren anstrengend brachten aber schnell einen ordentlichen Erfolg. Nach wenigen Tagen könnte ich uneingeschränkt wieder flüssig Laufen. Keine Schmerzen und keine Schonhaltungen.

Und so fing ich an langsam die eine oder andere kleine Wanderung zu unternehmen. Stets mit dem Fokus auf Reaktionen meines Knies zu achten. Die Kraft kommt langsam zurück und lediglich beim Bergabwandern fühlt sich das Knie noch nicht 100%ig wohl. Ansonsten gingen 10 Kilometer in flottem Schritt völlig problemlos. Knapp 5 1/2 Wochen nach der Knie-OP ein sauguten Gefühl. Endlich wieder Bewegung und Schwitzen unabhängig der Temperaturen!

Im Teufelsloch
Im Teufelsloch

Im Hinterkopf zwar immer der drängende Wunsch ein paar Meter zu Joggen, aber ich habe mir fest geschworen bis Oktober damit zu warten. Das aktuelle Sportprogramm bleibt bei Rehaübungen, Krafttraining und Wandern. Das einzige was ich noch mit aufnehme ist das Radfahren. Bei einer kleinen Ausfahrt mit meinen Mädels auf einem „fremden Rad“ sind die landschaftstypischen Anstiege in der fränkischen Schweiz doch noch eine Belastung für mein Knie. Hier fehlt noch die Muskulatur um wieder locker bergauf zu fahren. Entsprechend wurde eine Fläche Strecke ausgewählt, welche aber durch ihren landschaftlichen Reiz alle sportlichen Nachteile locker aufhob.

Typisch Fränkische Schweiz
Typisch Fränkische Schweiz

Und so sind haben wir nach zwei Wochen unseren entspanntem Urlaub 2015 in der fränkischen Schweiz wieder mal mit vielen Eindrücken hinter uns gebracht. Mein Knie ist von der Beweglichkeit schon fast wieder bei 100%. Lediglich die fehlende Muskulatur und die leichten Schwellungen erinnern an die OP.

Begegnungen Kunst und Kultur Bamberg Auf der Neubürg Kunst auf der Neubürg Natur pur Natur pur

Ich hoffe nun das es weiterhin so gut läuft und ich bei unserer Herbstwanderung Ende September das Knie wieder voll belasten kann. Im Augenblick sieht es jedenfalls besser aus als erwartet. Jetzt heißt es mit den Übungen dran zubleiben und nicht zu überziehen.

Halt Geduld üben!

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