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20Aug/15Off

Geduld ist eine Tugend die man lernen kann

Neu auf dirosports:

Geduld! Eine Tugend die man als Ultraläufer eigentlich im Blut haben sollte. Jedenfalls schadet Geduld in unserem Ausdauersport auf keinen Fall.

Nun bin ich ja eigentlich ein sehr geduldiger Mensch. Selbst wenn ich stundenlang irgendwo Warten muss werde ich selten ungeduldig. Ich nutze die Zeit meistens um Nachzudenken oder um Pläne zu schmieden.

.. bis zum Ziel!
ein mühsamer Weg bis zum Ziel!

Nach meiner Meniskus-OP hatte ich zwei Wochen lang Krücken. Dazu Temperaturen weit über 30Grad waren jetzt nicht unbedingt angenehm. Ein sehr eingeschränkter Bewegungsradius war für mich das allerschlimmste neben den Thrombosespritzen. Von 100 auf null sozusagen.

Nach zwei Wochen begann die krückenlose Zeit. Unglaublich wie schnell die Muskulatur abbaut und sich Fehlhaltungen einschleichen. Hätte ich in diesem Umfang nie für möglich gehalten.
Aber zum Glück gibt’s ja die Physiotherapeuten welche einen physisch und auch psychisch wieder Schritt für Schritt nach vorne bringen.
Kleine Übungen die die Beweglichkeit wieder zurückbringen und höllischen Muskelkater zur Folge haben. Übungen die ich mit viel Geduld auch täglich zu Hause ausführe und die deutliche Fortschritte zeigen. So geht das Treppen hinuntersteigen schon wieder sehr flüssig. Langsam, aber flüssig.

...erzeugen Ruhe und Frieden in einem.
Starke Wurzeln brauchen auch Geduld

Beim Laufen Gehen sieht alles schon wieder ganz gut aus. Entsprechend werde ich die eine oder andere kurze Wanderung absolvieren. Zur Entlasung kann man ja Stöcke mitnehmen.

Und so habe ich mir einen sehr zurückhaltenden Plan für den Wiedereinstieg vorgenommen. Sehr konservativ und mit ganz viel Geduld.
Bis Anfang September gibt’s lediglich Kraft und Gymnastik. Danach kommt wieder das Radfahren dazu und die Wanderungen werden wieder länger. Stets mit dem Hineinhören in den Körper.
Was macht das Knie und wie entwickelt sich alles.
Geduld!

Die erste größere Belastung wird unsere Mehrtageswanderung auf dem Nibelungensteig Anfang Oktober. Ich denke mal das ich dann sagen kann ob die ganze OP erfolgreich war oder nicht. Wenn ja, und davon gehe ich als Optimist aus, werde ich langsam anfangen wieder aus Laufen zu denken.

Wie man sieht ist es ein langer Weg zurück. Ein Weg der zwischen Wollen, Müssen und Können ständig hin- und herschwenkt. Begleitet von einem großen Maß an Geduld und Zuversicht. Beides habe ich und beides werde ich entsprechend einsetzen.

Es geht Tag für Tag stetig nach oben. Aber es ist noch ein weiter Weg bis zum Gipfel. Für mich zählt wie immer nicht die Zeit die ich brauche um anzukommen. Für mich zählt lediglich dass ich ankommen!

Endlich am Ziel
Mit Geduld endlich am Ziel! Hoffentlich auch 2016

Wikipedia – Geduld!
„Das Wort Geduld (auch altertümlich: Langmut) bezeichnet die Fähigkeit zu warten. Oft gilt Geduld als eine Tugend; ihr Gegenteil ist die Ungeduld.

Als geduldig erweist sich, wer bereit ist, mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben oder diese zeitweilig bewusst zurückzustellen. Diese Fähigkeit ist eng mit der Fähigkeit zur Hoffnung verbunden. Geduldig ist auch, wer Schwierigkeiten und Leiden mit Gelassenheit und Standhaftigkeit erträgt.“

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29Jul/15Off

Das Leben ist eine Krücke – Meniskus OP

Neu auf dirosports:

Das Leben ist echt eine Krücke. Jedenfalls im Augenblick. Und wer schon mal mit Krücken unterwegs war, der weiß was ich damit meine. Unter Bewegungsfanatikern muss die Krücke ein absoluter Albtraum sein. Mit den Teilen geht ja so gut wie gar nichts.
Aber der Reihe nach. Erst mal zu der Vorgeschichte.

Im letzten Winter hat´s mich am Knie erwischt. Das erste Mal überhaupt, dass ich seit Beginn meines Laufens irgendwelche Beschwerden am Knie hatte. Entsprechend konnte ich die ganze Sache nicht so recht einordnen.
Anfangs dachte ich die Sache würde sich wieder „verlaufen“, aber die Kniebeschwerden blieben hartnäckig. Also folgten ein Besuch beim Sportorthopäden und die Diagnose beim MRT das es sich um einen Meniskusriss handelt. Die erste Agenda bestand aus dem langfristigen Versuch die Sache ohne großen Eingriff zu behandeln. Mit Reduktion der Laufumfänge und Erweiterung der Bikeumfänge konnte der Bereich um mein linkes Knie gestärkt werden.
Als „Standardknie“ für Alltagsaktivitäten in meiner Alterklasse hätte diese Behandlung ausgereicht. Für Wanderungen und kleinere Laufeinheiten bis 20km war das Knie weitgehend schmerzfrei.
Wer mich aber kennt weiß, dass ich damit nicht besonders glücklich war. Mir fehlten die langen, lockeren Einheiten durch die Wälder. Nachdenken auf langen Läufen. Genießen und die Seele baumeln lassen. Grenzen erfahren und trotzdem dabei Spaß haben.
All dies fehlte.

Zwar macht das Mountainbiken und das Wandern auch Spaß, aber so richtig Ersatz für´s lange Laufen ist es nicht. Jedenfalls für meine Person.
Und das schlimmste im Leben ist es, unglücklich zu sein!

Das Tor zum Glück?
Das Tor zum Glück?

Mein Arzt hat mir klar signalisiert, dass „mein Glück“ und „mein Knie“ aktuell nicht zusammen passen. Also wurde entschieden einen Chirurgen mit einzubeziehen. Und der Konsens aus allem war die OP meines Meniskus. Garantien dass es nach der OP besser wird gibt es nicht, aber der Versuch es nicht probiert zu haben hätte mich mehr gequält

Und so lag ich am letzten Mittwoch im ambulanten OP-Raum in den Städtischen Kliniken Darmstadt. Aufgeregt und mit einem ungewissen Gefühl in der Magengegend. Alle an der OP Beteiligten kümmerten sich rührend um mich. Ich hatte jederzeit das Gefühl gut aufgehoben zu sein.

Mittags ging´s schon wieder nach Hause. Mit den ungewohnten Krücken bewaffnet quälte ich mich zu Hause auf die Couch. Die Schmerzen waren auszuhalten und für den Notfall hatte ich die Produkte der Pharmaindustrie stets greifbar.

Am Donnerstag war Verbandswechsel und erstes Nachgespräch mit dem Chirurgen.
Das Knie, soweit dies als Knie erkennbar war, hatte die Größe eines Kinderkopfes. Aber wenigstens war der Verband einmal ab. Bei Temperaturen über 30°C ein gutes Gefühl.
Wie sich herausstellte war der Eingriff doch größer als im MRT erkennbar und langfristig auch für´s „Standardknie“ nicht vermeidbar. Und ich hatte es hinter mir. Für mich ein gutes Gefühl.

Leider kann das Knie die ersten beiden Wochen auf Grund der Schwere des Eingriffes nicht belastet werden. Also Krücken und Couch. Für einen Bewegungsfanatiker wie mich schon schwer genug.
Aber die Höchststrafe kam ja noch!

THROMBOSESPRITZEN!!

Thrombosespritze
Mein absoluter Albtraum!

Wer eine panische Angst vor allen Arten von hautdurchbohrenden Teilen hat, kann sich vorstellen wie ich leide. Jeden Morgen muss ich mir solch ein Folterinstrument durch die Bauchdecke jagen. Und trotz ausreichender Speckschicht, leider ich jedes Mal wie ein geprügelter Hund. Ich spüre jeden einzelnen Millimeter die die Nadel in mich eindringt. Und jeder Millimeter ist einfach nur grausam.
Der Bauch ist mit blauen Flecken übersät und ich bin jedes Mal schweißgebadet bis die Prozedur abgeschlossen ist.
Ein harter Kerl durch und durch!

Ansonsten bin ich auf Hilfe angewiesen. Mit Krücken etwas tragen geht nicht. Musste ich akzeptieren. Und für jemanden der am liebsten alles selber macht auch nicht besonders einfach. Aber meine Mädels kümmern sich um mich.
Wobei beim 13-jährigen Teenager der Ferienbeginn bestimmt andere Vorstellungen geweckt hat, als das man Krankenschwester für seinen Alten spielt!

Das Knie ist nach einer Woche wieder als solches zu erkennen, die Schmerzen halten sich einigermaßen in Grenzen und die kurzen Strecken innerhalb des Hauses kriege ich mit den Krücken auch gebacken.
Am kommenden Dienstag werden die Fäden gezogen und es geht los mit der Physiotherapie. Ich denke mal erst dann kann man so langsam über Erfolg oder Misserfolg der OP nachdenken. Letztendlich wird es noch ein paar Monate dauern bis das Ergebnis feststeht.
Ich kann nicht mehr mache als das Knie noch zu schonen und positiv nach vorne zu schauen. Step by Step! Nur so geht´s.

Aber ich bin mir sicher, dass ich wieder Laufen werde.
Ganz, ganz sicher!

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6Apr/15Off

Berlin – Ein paar nasskalte Tage in der Hauptstadt

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Berlin. Nach über 25 Jahren war ich das erste mal in unserer Hauptstadt. Lange her seit der damaligen Preisverleihung beim Schinkelwettbewerb zum Thema Olympia 2000 in Berlin.
Entsprechend wurde es mal Zeit die Veränderungen in Berlin hautnah in Augenschein zu nehmen und ein paar Tage in unserer Hauptstadt zu verweilen.

Berlin wir kommen!

Nach einer kurzen Fahrt von 4 Stunden mit dem ICE von Hanau nach Berlin bezogen wir unsere schicke Ferienwohnung in Berlin Prenzlauer Berg.

Ferienwohnung
Ferienwohnung

Das Wetter spielte die knappe Woche nicht unbedingt mit, und meine morgendliche Sightseeingsrunden vielen am Anfang ins Wasser und später auf Grund des Wetters ganz aus. Schnee war jetzt klamottenmässig nicht ganz so im Koffer untergebracht worden.

Schmuddelwetter in Berlin
Schmuddelwetter in Berlin

Am Sonntag machten wir uns auf Richtung Alexanderplatz und schafften es den Start des Berliner Halbmarathons live mitzuerleben.

Spitze des Berlin HM direkt nach dem Start
Spitze des Berlin HM direkt nach dem Start
HM am Berliner Dom
HM am Berliner Dom

Und auf Grund des Wetters waren die Sehenswürdigkeiten am Sonntag auch nicht überfüllt und der eine oder andere Schnappschuss von den “must see” konnte sogar trocken absolviert werden.

Marx und Engels am Alex Brandenburger Tor Reiterstandbild Friedrichs des Großen

Am Montag war Zoobesuch mit Aquarium angesagt. Kalt, windig und dementsprechend nicht gerade eine reine Freude durch den Berliner Zoo zu laufen. Da wurden selbst kleine Aufenthalte in den Innenanlagen gerne genutzt.
Vorteil war wiederum dass nicht viel los war und man alle Tiere wunderbar beobachten konnte. Überhaupt ist man im Berliner Zoo sehr nah dran an den jeweiligen Tieren. Für uns eine klare Empfehlung wenn man in Berlin ist. Bei schönem Wetter bestimmt noch besser! ;-)

IMG_2707 Zoobesuch Zoobesuch Zoobesuch Zoobesuch Zoobesuch Zoobesuch Zoobesuch

Danach ging´s noch mal kurz zum Aufwärmen in`s KaDeWe und in´s Bikini Einkaufszentrum! Das reichte dann aber auch.

Dienstag war wieder Sightseeing auf dem Programm. Wetter war wiederum schlechter geworden und so machten wir uns am frühen Morgen auf zum SeaLife & AquaDom. Auch hier zum Glück im Innenbereich und beheizt. Und da wir zeitig da waren gab´s auch kein Gedränge an der Kasse. Auch hier gab´s wieder viel zu sehen und die abschließende Fahrt mit dem Aufzug durch den Aquadom war schon ein Erlebnis!

SeaLifeBerlin SeaLifeBerlin SeaLifeBerlin SeaLifeBerlin SeaLifeBerlin SeaLifeBerlin AquaDom Berlin Am Schluss besuchte uns sogar die Sonne

Mittwoch hatten wir Termin bei der Politik. Ein Besuch der Reichstagskuppel stand auf dem Programm und wir hatten schon im Vorfeld einen passenden Besuchstermin angemeldet. Entsprechend hatten wir noch ein bisschen Zeit uns im “Regierungseck” umzusehen.

Reichtagufer Reichtagufer Kanzleramt Reichstag

Und dann durften wir in die Glaskuppel auf dem Reichstag. Sehr beeindruckendes Erlebnis welches ich jedem nur ans Herz legen kann der nach Berlin kommt. Aber unbedingt vorher anmelden!

Kuppel des Reichstagsgebäudes Kuppel des Reichstagsgebäudes Von der Kuppel des Reichstagsgebäudes Von der Kuppel des Reichstagsgebäudes Kuppel des Reichstagsgebäudes Kuppel des Reichstagsgebäudes Kuppel des Reichstagsgebäudes
Brandenburger Tor im Sonnenschein
Brandenburger Tor im Sonnenschein

Nach dem Besuch ging´s noch zum Holocaust Denkmal direkt neben der Amerikanischen Botschaft am Brandenburger Tor.

Holocaust-Denkmal
Holocaust-Denkmal

Für den Donnerstag hatten wir noch einen Besuch im Bunker – Berlin Story Museum auf dem Terminplan mit anschließendem Besuch des Potsdamer Platzes und am abschließenden Freitag einen Besuch der Eastside Gallery.
Das Berlin Story Museum im Bunker ist auf jeden Fall ein weiterer Tipp. Für 5 € pro Person kann man die Geschichte Berlins eindrucksvoll nachvollziehen.
Es gibt viele Original-Ausstellungsstücke die aus der ganzen Welt mit viel Leidenschaft zusammengetragen wurden!

Berlin Story Bunker Besuch des Berlin Story Museum im Bunker Besuch des Berlin Story Museum im Bunker Besuch des Berlin Story Museum im Bunker Besuch des Berlin Story Museum im Bunker Besuch des Berlin Story Museum im Bunker Besuch des Berlin Story Museum im Bunker Besuch des Berlin Story Museum im Bunker

Eastside Gallery!

East Side Gallery Die Mauer!

Als wir am Freitag Nachmittag in den Zug stiegen schien die Sonne über Berlin. Ich sehe es als Wink dass wir einfach nochmal nach Berlin müssen. Es gibt noch sooooo viel zu sehen. Da reicht einfach ein einziger Besuch nicht aus.

Wir kommen wieder nach Berlin!

Dies ist auch mein erstes Fazit über unseren Berlin Besuch. Da müssen wir nochmal hin.
Ansonsten ist hängen geblieben dass die Hauptstadt eine riesige Baustelle ist. Und ich gehe davon aus dass Sie dies auch auf unbestimmte Zeit noch bleiben wird.
Schlechtes Wetter ist in Berlin kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Auch dann kann man sehr viel unternehmen und anschauen.

Berlin ist definitiv eine Reise wert.
Und wir kommen wieder!

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21Nov/14Off

Ein Negativlauf ist leider kein Sport

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Es gibt Momente im (Läufer)Leben da hat man das Gefühl man steht auf der Stelle. Sozusagen ein Negativlauf. Alles was man sich vornimmt und plant geht irgendwie in die Hose. Die Gesundheit spielt nicht mit und der Rest fügt sich dann zwangsweise nahtlos ein. Alles läuft sozusagen negativ.

Lüftsprünge sind nicht angesagt
Lüftsprünge sind nicht angesagt

Nachdem ich das erste Mal seit fünf Jahren den Saisonabschluss Frankfurt Marathon absagen musste, hat sich mein Dasein in eine Art Winterschlaf verabschiedet.
Die alten Knochen zwicken immer noch und mein linker Fuß will sich nicht so Recht zum Besseren kehren. Tendenziell tippe ich mal auf Arthrose was die Schmerzen in den Fußgelenken anbetrifft.
Während der Bewegung ist alles schmerzfrei, aber nach Ruhephasen wie durch die Schlafenszeit in der Nacht, sind die ersten 5 Minuten jeden Morgen eine Qual.
So richtig Spaß macht das nicht wirklich.
Sollte sich der Arthrose-Verdacht bestätigen sieht’s mit der Lauferei zukünftig nicht unbedingt rosig aus. Aber so richtig konnte mir bisher noch kein Arzt die Sache erklären.

Herbstzeit
Herbstzeit

Und wenn das mit dem Laufen nicht so klappt wie man es gewohnt ist und auch liebt, kommen natürlich noch die jahreszeitbedingten Erkältungskrankheiten dazu. Zwar mache ich den einen oder anderen langen Spaziergang durch die heimischen Wälder und schaffe ab und an einen kurzen 10er im Lauftempo, aber so richtig regelmäßig ist das alles nicht.

Da muss man durch
Da muss man durch

Entsprechend ist der Frustfaktor ziemlich hoch und die „freigewordene Zeit“ wird nicht unbedingt für sinnvolle Freizeitbeschäftigungen verwendet. Abhängen und der Winterdepression frönen! Toll!

Ausblick
Ausblick

Da ich auch keinerlei Interesse habe für 2015 irgendwelche läuferischen Saisonplanungen anzugehen, nimmt zwangsweise neben der Trägheit auch noch der Bauchumfang zu. Im Augenblick ist das Gewicht das einzige was sich nach oben entwickelt. Leider verhält sich das Allgemeinbefinden nicht unbedingt proportional dazu.

Gipfelstürmer in Warteposition
Gipfelstürmer in Warteposition

Also was macht man dagegen?
Ein gutes Buch lesen, einen Film schauen oder Musik hören. Bestimmt keine schlechten Ideen aber kein Ersatz für den Bewegungsmangel.
Vielleicht sollte ich mich während der Wintermonate konsequent mal mit Kräftigung und Gymnastik fit halten und die Ruhe bewahren. Schließlich hat mich ein gewisses Maß an Gelassenheit bisher immer wieder nach vorne gebracht. Warum auch nicht bei diesen „Negativlauf“.

Also heißt es mal wieder alle positive Energie zu sammeln und zuversichtlich nach vorne zu blicken. Immer wieder die Laufschuhe schnüren und kleine Runden drehen.
Dranbleiben und nicht nachlassen. Positiv Denken und nie die Hoffnung verlieren das es aufwärts geht. Ich bin mir sicher dass nach einem Tief wieder ein Hoch erscheint und die besseren Tage schon an der nächsten Ecke stehen könnten. Ich muss es lediglich bis dahin schaffen.
Und wenn nicht dann geht´s halt zur nächsten Ecke!

Vorwärts
Vorwärts

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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5Sep/14Off

Ultralauf – Wie kommt man auf so was?

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Als ich 2007 mit dem Laufen begann, waren meine allerersten durchgelaufenen 5 Kilometer mein absoluter Stolz. An Strecken die jenseits der 10 Kilometer lagen, dachte ich damals noch gar nicht. Das es Dinge gibt die jenseits des Marathons liegen ahnte ich noch nicht einmal.

Durch das Laufen habe ich sehr viel Gewicht verloren, und nach und nach wurden die Strecken immer länger. Es machte Freude zu laufen und die Wälder zu erforschen. Das Gewicht wurde weniger und der Drang nach Bewegung mehr.

Irgendwann packt einen die Lust nach einem Wettkampf. Was habe ich wirklich drauf und wie schneide ich gegenüber anderen ab?
Entsprechend hatte ich 2008 meinen allerersten Wettkampf. Einen Halbmarathon, den ich nach über zwei Stunden mit der Erkenntnis abschloss, „Mehr geht absolut nicht“! Nie mehr wieder!

Schöne Zeiten beim HM in Darmstadt
Schöne Zeiten beim HM in Darmstadt

Der Kampf und das Gegeneinander hatten mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Für die meisten ist das Wort Wett“kampf“ nicht nur eine Worthülse. Hier geht es Mann gegen Mann und Frau gegen Frau. Und ich hatte für solch einen Kampf nicht die geeigneten Waffen. Schnell würde ich wohl nie laufen können. Dazu fehlten mir neben dem Talent auch noch die körperlichen Voraussetzungen. Den Rest erledigte mein Asthma. Also richtig Spaß machte es nicht.

Im Januar 2009 traf ich mich mit einem Bekannten den ich vom Bloggen her kannte. Er war bei uns in der Nachbarschaft bei einem 50km Ultralauf. Eine für mich unvorstellbare Distanz. Und die Vorstellung diese 50 Kilometer auch noch auf einer 5km Runde im Kreis zu absolvieren, produzierte noch mehr Kopfschütteln! Entsprechend aufgeregt und mit den Aussichten auf ein Volk voller eigenartiger und verrückter Menschen begab ich mich zum Veranstaltungsort.
Als ich jedoch erlebte was Ultralauf für die meisten wirklich bedeutet, musste ich meine Meinung dazu schnell revidieren. Und zwar in Bezug auf das Laufen selbst UND auf die vielen Verrückten die es mit Begeisterung praktizieren. Es war eine tolle Begegnung mit lauter „positiv verrückten“ Läufern.

Rodgau 2011 RLT Rodgau Ultramarathon 50km Ultra Rodgau 2011

Kein „Hufescharren“ und Stress in der Startaufstellung wie ich es bisher kannte. Kein Drängeln und Schubsen. Ich habe eine Startaufstellung gesehen in der anscheinend jeder jeden kannte. Es wurde gequasselt und gelacht. Selten habe ich so viele Menschen gesehen die Spaß hatten. Es sah so aus als wollte man gar nicht aus den Startlöchern. Alleine die Tatsache dass man sich wieder mal trifft war für die meisten schon Freude genug.
Und eine Entscheidung reifte in mir, die letztendlich weitreichende Folgen auf mein Laufen und meine Einstellung zum Laufen hatte.
Ich wollte Teil dieser „positiv verrückten Laufgemeinde“ werden.

Plötzlich war nicht mehr das Ergebnis des Laufens das wichtige, sondern das Laufen selbst. Nicht schnell ist bei den meisten die Devise, sondern lang heißt das Zauberwort. Die Kräfte einteilen und den Schweinehund besiegen. Nicht die Beine sondern der Kopf wird eines der wichtigsten Dinge beim Ultralauf.
Ich hatte „mein Laufen“ entdeckt. Auf einmal waren die fehlenden Voraussetzungen kein Thema mehr. Geduld und Ausdauer waren gefragt um Dinge zu erreichen bei denen einem früher schon alleine die Vorstellungskraft fehlte.

Dies bedeutet aber auch ein völlig anderes Training. Lange, langsame Läufe prägen den Alltag. Die Basis wird mit den Umfängen gesetzt. Nicht immer ganz einfach zwischen Familie und Beruf die erforderlichen Trainingseinheiten zu platzieren. Die langen Läufe finden an den Wochenenden statt, und der Weg zur Arbeit wird ab und an auch als Trainingseinheit laufend absolviert. Irgendwie kriegt man die nötige Grundlage zusammen. Und auf Grund des geringen Tempos kam mir die Sache sehr entgegen.

Trotzdem kamen Rückschläge und Verletzungen. Die Folge wenn man keine Geduld aufbringt. Eigentlich klar, dass man für eine Sportart deren Hauptbestandteil Geduld ist, auch im Training entsprechende Geduld üben sollte. Mein Körper war nach vielen Jahren ohne Sport überhaupt nicht in der Lage die großen Umfänge zu verarbeiten.
Das Herz- Kreislaufsystem stellt sich relativ schnell auf die Veränderungen ein. Die Muskulatur braucht das schon wesentlich länger.
Aber der entscheidende Punkt sind die Bänder und Sehnen. Bis sich diese an die Belastungen gewöhnt haben braucht es teilweise Jahre an regelmäßigem Training. Und so war die Zeit des Einstiegs in den Ultralauf auch eine schmerzhafte Lehrzeit. Aber nach und nach gewöhnte sich der Körper an die Belastungen. Man lernte sich und seinen Körper besser kennen und gab ihm dann auch die Zeit sich zwischen den Belastungen zu erholen. Eine Zeit des Lernens, dass man auf seinen Körper hören muss und sich nicht an anderen Sportlern orientieren sollte. Dazu sind Menschen einfach zu individuell um hier gleiche Voraussetzungen zu haben.
Und die Zeit des Lernens sollte beim Ultralaufen nie aufhören!

Als ich meinen allerersten 50km-Lauf in 5 Stunden und 42 Minuten absolviert hatte war ich der stolzeste Mensch auf diesem Planeten. Ich hatte das große Glück von einem erfahrenen Ultraläufer begleitet zu werden. Diese mentale Hilfe war für meinen ersten Ultra einfach unbezahlbar. Hier spürte ich das erste Mal was der Satz bedeutet „Ultralaufen läuft im Kopf ab“! Es waren viele Läufe in einem Lauf. Abschnitte in denen ich fest davon überzeugt war, es geht nicht mehr. Um wenige Kilometer später zu erfahren es läuft wieder richtig gut.
Zu lernen dem inneren Schweinehund nicht sofort nachzugeben. Zu lernen, dass nach einem Tief doch noch ein Hoch kommt. Eine Erfahrung die nicht nur auf das Laufen zu beschränken ist.

Ich konnte zwar keinen Meter mehr laufen und der Muskelkater war unbeschreiblich, aber das Gefühl war es gleichfalls.

Wenn man dieses Gefühl und dieses Erlebnis einmal genossen hat, gibt es kaum noch Grenzen nach oben. Die Sucht nach immer längeren Strecken ist geboren und teilweise schwer zu stillen.

Erster Anstieg in Miltenberg
Ultralauf beim Churfrankenlauf

Aus einem anfänglichen Sport wird eine Lebenseinstellung. Eine Lebensphilosophie die sich auf den Alltag überträgt. Man geht Dinge an die man früher für unmöglich hielt. Man überlegt sich Strategien und denkt ein wenig über den Tellerrand hinweg.
Man gewinnt an Selbstsicherheit und an Selbstwertgefühl. Man wird gelassener und ruhiger.
Zeit definiert sich nicht nur auf den Augenblick.
Man lernt Weitblick und Muse.

Für mich ist das lange Laufen, das Absolvieren von langen Etappen, egal ob durchweg laufend oder wenn´s die Umstände erfordern auch wandernd, ein phantastischer Ausgleich zum stressigen Berufsleben. Man hat unendlich viel Zeit nachzudenken und zu philosophieren. Man kann Grenzen ausloten und sich immer wieder überraschen. Und man kann die Natur in Ihrer vollen Schönheit genießen.

Endlich am Ziel
Endlich am Ziel – 100 km Ultralauf bei der TTdR2014

Ultralauf bedeutet für mich das Leben zu genießen!
Nicht mehr aber auch nicht weniger!

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17Jun/14Off

Resümee und ein kleiner Ausblick

Neu auf dirosports:

Das Jahreshighlight ist vorbei und es gilt mit ein wenig Abstand ein Resümee zu ziehen. Weniger ein sportliches Resümee, da stelle ich überhaupt nichts in Frage. Wenn man bei seinem ersten 100er das Ziel erreicht und die Witterungsbedingungen noch dazu nimmt, kann man sich nicht beschweren. Da interessiert mich die Zeit relativ wenig.

Vorbereitung:
Die Vorbereitung war prima. Trotz Bedenken hinsichtlich des „doppelten Wochenendes“ mit 12-h-Lauf und Hamburg-Marathon, waren diese beiden Einheiten innerhalb 72 Stunden letztendlich optimal. Was man noch optimieren könnte, wären mehr lange Läufe an den Wochenenden. Hier wäre es sinnvoll den einen oder anderen über 50 Kilometer mit ins Programm zu nehmen. Letztendlich ist die Basis für einen 100 Kilometer Lauf die Grundlagenausdauer. Und dafür brauchst Du Kilometer, Kilometer, Kilometer……..

Das Problem hierbei ist neben der Zeit die Gefahr dass man zu viel macht. Für mich ist das immer ein Art „Drahtseilakt“. Auf der einen Seite brauchst Du Kilometer, auf der anderen besteht die Gefahr der Überlastung. Für mich ist es immer rätselhaft wie manch einer seine immensen Kilometerleistungen wegsteckt. Ich habe schmerzvoll erfahren müssen, dass mein Körper nach einer hohen Belastung auch ausreichend Ruhe und Regeneration braucht. Und die kriegt er!

Der Lauf selbst:
Letztendlich war der Schlüssel zum Erfolg die optimale Betreuung während des Laufes. Auf Grund der Witterung ist die Zufuhr von Flüssigkeit das allerwichtigste. Stephan und ich hatten abgemacht, dass er mich anfänglich alle halbe Stunde zum Trinken animiert. Als es später heiß wurde haben wir die Intervalle auf 15 Minuten reduziert.
Gerade am Anfang, wenn es gut läuft, besteht die Gefahr dass man das Trinken vergisst und es laufen lässt. Bei den diesjährigen Witterungsbedingungen wäre dies irgendwann nicht mehr zu kompensieren gewesen. Hier hat die Anweisung „von außen“ etwas zu trinken super geklappt!

Ein weiterer Schlüssel war die Entscheidung an den offiziellen VP´s so kurz wie möglich anzuhalten und sich auf keinen Fall hinzusetzen. Am besten ist es langsam weiter zu gehen und sich zu verpflegen. Dies bekommt mir am besten und die Muskulatur bleibt in Bewegung. Ich hätte gegen Ende auch gar nicht gewusst wie ich überhaupt aus dem Stuhl wieder hoch kommen sollte.

Gegessen habe ich relativ wenig. Mein „Frühstück“ bestand aus einem selbst gemachten Chiageel und einem Outsnack-Riegel. Bekömmlich und den Magen wenig belastend.
Unterwegs habe ich mir ein Glas Babynahrung (Karoffel/Pastinake) gegönnt. Geschmacklich zwar die Richtung Pappmaschee, aber sehr bekömmlich und nahrhaft! Beim nächsten Mal vielleicht mit ein bisserl Salz!

Wat Läuft! Kurz vor VP Baldeney See VP Baldeney See Letzter VP - Ruhrtalbrücke vlcsnap-2014-06-11-19h19m41s77 Die Ruhr!

Salz! Auf Grund der extremen Temperaturen war der Mineralverlust durch Schwitzen immens. Also gab es von Anfang an stündlich eine Salztablette. Dazu ab Kilometer 30 öfters einen Schluck Gemüsebrühe. Im kalten Zustand nicht unbedingt lecker, aber dieser hat ja nicht lange angehalten. Ab Mittag war die Brühe warm!
An Isogetränken hatte ich lediglich eine 0,75l Flasche Frubiase Sport dabei. Hat gereicht, obwohl ich die letzten 15 Kilometer gerne etwas mehr an Geschmack gehabt hätte als abgestandenes, warmes Wasser.

An den VP´s habe ich relativ wenig zu mir genommen. Absolute Highlights waren die Salzkartoffel bei Kilometer 58 (Baldeneysee) und das Malzbier bei Kilometer 77 (A52 Ruhrtalbrücke).
Die zwei kleinen Flaschen Cola waren letztendlich eher etwas fürs Gemüt und gegen Ende des Laufes. Man muss hier aufpassen mit dem extremen Zuckergehalt um den Insulinspiegel nicht nach oben zu jagen um kurz danach in den Keller zu fallen. Hier werde ich in Zukunft auf Malzbier zurückgreifen welches wesentlich „weicher“ wirkt.

Best Supporter!
Best Supporter!

Ausrüstung und Kleidung:
Die Farbe schwarz ist zwar schön, aber bei den Temperaturen nicht ganz optimal. Das 2012er TTdR-Shirt hatte den Vorteil, dass das Logo nicht komplett gummiert war. Entsprechend war das „ganze Shirt“ voll funktionsfähig. Bei den neuen Shirts hat man im Brustbereich des Logos extrem geschwitzt.
Die ¾-Tight von Skins war optimal. Hier gab´s keinerlei Probleme. Als besondere Empfehlung kann ich hier noch die Wund- und Schutzcreme von Linola empfehlen. Keinerlei Wunschscheuern trotz des extremen Schwitzens. Bisher das beste Produkt das ich benutzt habe!!

Bergfest! Von weitem erkennbar! Alternative Kopfbedeckung! Trinken war das A und O

Bei meinen Compressport R2 RACE AND RECOVERY Beinlingen bin ich ein wenig verunsichert. Ich hatte nach dem Lauf extrem geschwollen Knöchel und Füße. In erster Linie auf der linken Seite. Hier habe ich den Verdacht, dass der Übergang zwischen Socke und Beinlingen einfach zu viel Druck ausgeübt hat und letztendlich dazu geführt hat das sich Wasser im Fuß- und Knöchelbereich ansammelt und nicht mehr abtransportiert wird. Jedenfalls war die Sache sehr schmerzhaft und unangenehm. Es hat eine gute Woche gedauert bis sich wieder alles normalisiert hat.
Zukünftig werde ich auf Kompressionskniestrümpfe beim Lauf zurückgreifen und direkt nachher die Beinlinge zur Regeneration benutzen. Jedenfalls bei Läufen über 50km!

Die Hokas waren ohne Tadel. Selbst als ich gegen Ende das Gefühl hatte die Schuhgröße hat sich verdoppelt. Alles prima. Fußtechnisch, ohne das Problem der Wassereinlagerung, alles im Lot. Keine Blasen an den Füßen ist schon mal viel wert!

Von den ausprobierten Kopfbedeckungen war letztendlich die gute, alte Schirmmütze der Lauffreunde aus Rodgau das Beste. Ab und an im kühlen Ruhrwasser getränkt hat sie verhindert dass das letzte bisschen Hirn auf den 100 Kilometern verbruzzelt.
Was ich mir vielleicht noch zulege ist eine Schirmmütze mit Nackenschutz. Das wäre dann perfekt!

Als Brille nutze ich ja die Sziols und kann wie bereits in der Vergangenheit nur Positives berichten. Meine Sportbrille, gerade wenn es sich auch um erforderliche Sehhilfen handelt, ist definitiv nur noch Sziols!

Fazit:
Letztendlich ist das wichtigste die innere Einstellung und das Funktionieren des Teams gewesen. Ich konnte mich blind auf meinen aufopferungsvoll kämpfenden Betreuer Stephan verlassen. Und ich wollte die Rheinorange sehen. Egal wie! Aufrecht und aus eigener Kraft.
Der Wille ist vielleicht das wichtigste was uns zu Verfügung steht. Der Wille etwas zu erreichen obwohl der Körper eigentlich nicht mehr kann. Sagt er zumindest in immer kürzer werdenden Abständen!

  • Wenn man weiß, dass viel mehr in einem steckt als dass was man bisher kennt.
  • Wenn man sich sicher ist, dass nach einer schlechten Stunde auch wieder eine gute kommt.
  • Und wenn man weiß, dass das Gefühl am Ziel einfach für alles entschädigt was man während des Laufes ertragen hat.
  • Dann schafft man Dinge, die man vor ein paar Jahren als absolut unmöglich gehalten hat.

Und das Gefühl am Ziel eines Traumes angekommen zu sein, ist nur vermittelbar wenn man es selbst einmal erlebt hat.
Dabei ist es meiner Meinung nach völlig egal wie dieses Ziel aussieht. Ob 5 Kilometer, ob Marathon, ob 100 Kilometer oder auch 230 Kilometer. Das Ziel legt jeder selbst für sich fest. Ganz alleine und ganz persönlich. Schaut nicht nach anderen, schaut auf Euch. Hört in Euch hinein und sucht die versteckten Wünsche und Träume. Und wenn Ihr sie gefunden habt arbeitet an deren Realisierung. Denn Träume und Wünsche zu erfüllen ist eine der befriedigendsten Dinge die ich kenne. Ein erfüllter Traum setzt Kräfte in Euch frei. Kräfte die euch im täglichen Leben nach vorne bringen und die Euch zeigen was alles in Euch steckt!

Und mein nächstes Ziel ist die Gürtelschnalle bei der TTdR 2016. Wenn sie denn stattfindet. Die 100 Meilen als nächstes Ziel. Es ist ein Traum, kein Muss. Aber ohne Träume fehlt etwas im Leben.

Muhhhhhh....
Muhhhhhh….

Aber im Augenblick genieße ich noch das erreichen meines letzten Zieles. Und dies mit stolz geschwellter Brust und dem Gefühl „fast“ alles richtig gemacht zu haben!

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18Mai/14Off

TorTourdeRuhr 100 – Noch drei Wochen

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Noch drei Wochen bis zur TorTourdeRuhr und meinem ersten 100Kilometerlauf. Bisher bin ich mit meiner Vorbereitung zufrieden und außer dem einen oder kleinen Zieper passt alles. Der 12h-Lauf mit nachfolgendem Marathon hat prima geklappt.

Also alles im Lot und alles im Plan. Soweit man das denn so planen kann. Schließlich kann ich nicht in die Zukunft schauen und kann nur Sorge tragen das ich gut vorbereitet bin.

Die letzten drei Wochen waren abwechselnd hochbelastend und dann wieder regenerativ. Dies ist mir sehr gut bekommen, vor allem wenn ich in der Regenerationsphase einfach auf meinen Körper höre. Der sagt mir eigentlich ganz gut og ich ne Runde laufen soll, oder ne Runde mit dem Bike fahre, oder mich sogar einfach auf die Couch lege. Das habe ich die Tage nach den beiden großen Events ausgiebigst gemacht.

die letzten vier Wochen
die letzten vier Wochen

Die nächste Woche stehen noch zwei Tage auf meiner Planung an denen ich jeweils Morgens zur Arbeit hinlaufen und Abends wieder zurücklaufen möchte. So wie´s aussieht spielt das Wetter wohl auch mit.
Dies wäre die letzte härtere Woche vor der TorTourdeRuhr bevor es heißt locker zu bleiben und ein wenig zurück zustecken.

Drittletzte Trainingswoche vor der TorTourdeRuhr
Drittletzte Trainingswoche vor der TorTourdeRuhr

Es ist noch einiges zu organisieren und für meinen ersten 100er zu planen.
Was nehmen wir mit…..?
Wie sieht die Verpflegung aus….?
Wie wird das Wetter….?
usw, usw……..

Die Spannung steigt und die Freude natürlich auch. Das wichtigste ist gesund zu bleiben und positiv nach vorne zu schauen!

TorTourdeRuhr wir sind bereit!

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17Jan/14Off

Ehrgeiz, Zufriedenheit und Sport

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Es ist vielleicht ein wenig verwunderlich wenn sich jemand mit dem Thema Ehrgeiz im Sport befasst, der eigentlich die Überzeugung besitzt absolut nicht ehrgeizig zu sein. Und dies bezieht sich nicht nur alleine auf den sportlichen Bereich. Ich habe versucht den Begriff Ehrgeiz im Laufe der letzten Jahre durch den Begriff Zufriedenheit zu ersetzen. Und bin mir sicher dass dies, mit einigen Abstrichen, gut gelungen ist und mir gut tut.

Aber hinterfragen wir erst einmal den Begriff Ehrgeiz. Wofür steht Ehrgeiz?
Wenn man googelt erhält man unter anderem folgende Synonyme zum Begriff Ehrgeiz:
Strebsamkeit, Aktivität, Geltungsbetrieb, Geltungsdrang, Machthunger, Machtbesessenheit, Beharrlichkeit, Geltungsstreben, Machtgier, Machtdrang, Ambition, Unrast, Entschlossenheit, Eifer.

Ehrgeiz

Zieleinlauf  Mannheim- Ehrgeiz?

Wenn man sich diese Auswahl einmal genauer anschaut, so wird man feststellen, dass einige Eigenschaften in der Gesellschaft positiv und andere wieder negativ belegt sind. Beim Begriff Ehrgeiz ist dies in der Gesellschaft, ohne hier eine persönliche Bewertung vorzunehmen, nach den vorgenannten Synonymen eher negativ belegt.

Jetzt stellt sich grundsätzlich die Frage warum ist das so?
Vielleicht liegt es daran, dass mit dem Begriff Ehrgeiz auch der Begriff Erfolg stark verknüpft ist. Und der Erfolg des einen ist meistens der Misserfolg des anderen. Vor allem im Sport!
Erfolg erzeugt Neid. Und viele können nun mal mit dem Erfolg der anderen nicht umgehen. Leider orientiert sich der Mensch zu oft an anderen. Vor allem im Sport gibt es massenweise Vorbilder die von einem Erfolg zum anderen springen. Die eigenen Interessen und Möglichkeiten werden dann meistens völlig ignoriert.
Es reicht nicht seine Grenzen und Möglichkeiten zu kennen. Viel wichtiger ist es diese zu akzeptieren. Wenn man dies tut, kann man die Erfolge der anderen gönnen und mit einer entspannenden Zufriedenheit seinen eigenen Weg gehen.

Ehrgeiz ist eine Tugend die wertvoll und für das Leben wichtig ist. Aber sie muss im entsprechenden Verhältnis zu einem selbst stehen. Ehrgeiz sollte im Gleichklang mit der Zufriedenheit stehen.
Ehrgeiz auf Kosten der Zufriedenheit ist langfristig ungesund.

Wenn man meine sportlichen Ambitionen verfolgt, wird man feststellen, dass für viele auch hier sehr  „ehrgeizige Ziele“ formuliert werden. Wenn man sich das Ziel setzt 100km am Stück zu laufen, kann man dies schon ehrgeizig nennen.
Aber dieses Ziel zu erreichen ohne sich an anderen zu orientieren ist für mich der Kern der Aufgabe die ich mir gestellt habe. Mein Ziel ist es im Rahmen meiner Möglichkeiten dieses Ziel zu erreichen. Dass alleine ist schon schwer genug. Also warum soll ich mir noch mehr Hürden aufbinden.
Wie lange ich dafür brauche ist völlig nebensächlich. EIN Ziel reicht.
Also blicke ich zurück, versuche aus den vielen Fehlern der Vergangenheit zu lernen, und trainiere auf mein Ziel hin. Ich höre in mich hinein und bereite mich mit meinen persönlichen Möglichkeiten vor. Dies beinhaltet nicht nur die körperlichen Voraussetzungen sondern auch die zeitlichen Möglichkeiten in Bezug auf Familie und Beruf eine rudimentäre Bedeutung. Das Gesamtpaket muss passen. Es soll Spaß machen. Es soll, unabhängig des Ergebnisses, Zufriedenheit erzeugen.
Wenn ich dies erreiche, dann kann ich sagen dass alles richtig war. Ansonsten sollte man seine Ziele überdenken und gegebenenfalls korrigieren.

Ist oben der schönste Platz?

Ist oben der schönste Platz?

Denn das Ergebnis sollte stets die eigene Zufriedenheit sein!

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13Sep/13Off

Ein Tag zum Vorbeilaufen

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Wer kennt sie von uns Läufern nicht, die Tage zum Vorbeilaufen?
Tage an denen Du Morgens um 5:00Uhr früh schwer aus dem Bett kommst. Draußen ist es stockfinster und der Wind pfeift um die Häuserecken. Der Herbst zeigt schon mal vorsichtig seine Nasenspitze.
Ungemütlich ist es und am liebsten würde man liegen bleiben. Aber der Churfrankenlauf steht kurz vor der Tür und ein bisschen heißt es noch an der Form feilen.
Locker zur Arbeit laufen! Locker? Leicht gesagt…..

So richtig locker sind die ersten 15 Minuten direkt nach dem Aufstehen nicht. Irgendwie will man nicht so recht nach draußen. Vielleicht doch den Bus nehmen und sich noch eine knappe Stunde zum Dösen zurücklehnen?
Nö, wir sind ja nicht aus Pappe. Außerdem stecken jetzt einfach zu viele Wochen in der Vorbereitung als dass man sich jetzt hängen lässt.

Also rein in die inov-8 X-Talon 190. Kurze Tight an. Die Regenjacke von Arcteryx übergezogen. Stirnlampe auf und ab in die Dunkelheit. Es schüttet wie aus Kübeln und die inov-8 X-Talon 190 quietschen bei jedem Schritt. Oder sind´s doch die noch müden Knochen?
Die ersten 10 Minuten sind gruselig. Man´n stemmt sich gegen den Wind und den Regen. Versucht seinen Rhythmus zu finden und in´s Laufen zu kommen.
Auf dem Weg durch die Gemeinde spiegelt sich schwach das Licht der Straßenlampen auf dem Asphalt. Die ersten braunen Blätter sammeln sich in den Ecken. Der Herbst steht definitiv vor der Tür.

Es wird langsam Herbst...

Es wird langsam Herbst…

Nach fünfzehn Minuten komme ich in den Wald. Der Himmel schüttet weiterhin in voller Inbrunst sein Wasser auf mich. Die letzte Straßenlampe bevor mich die Dunkelheit verschluckt.
Ich schalte die Stirnlampe an. Der diffuse Lichtstrahl kämpft schwer gegen die nasse Dunkelheit. Unter der Jacke bleibe ich trocken und windgeschützt. Ich komme in´s Laufen.
So langsam ergibt sich ein Rhythmus aus den Geräuschen des Waldes, des prasselnden Regens und dem gleichmäßigen Tritt meiner Schuhe. Ich laufe!

Ich laufe und genieße. Sinniere und Philosophiere. Das Laufen ist automatisiert. Keine außergewöhnliche Anstrengung. Einfach Laufen und Nachdenken.
Es dämmert und der Regen lässt nach. Ich schalte die Stirnlampe aus und nehme die Kapuze ab. Ich genieße.
Die frische Luft. Gereinigt durch den Regen. Sauerstoff der mich durchflutet und den Körper mit einer gewaltigen Energie versorgt. Dazu der Sonnenaufgang. Ich fühle mich unglaublich gut.
Kein Gedanke an die Minuten des Aufstehens, an die Zweifel am frühen Morgen. Ich Laufe und ich Genieße! Strahle!

Als ich nach 14 Kilometern auf der Arbeit vorbeikomme fällt es schwer abzubiegen. Ich will weiterlaufen. Immer weiter. Niemals aufhören. Das gute Gefühl ewig behalten.

Halt ein Tag zum Vorbeilaufen………. ;-)

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27Aug/13Off

Planung und Umsetzung – Zwei Dinge die nicht immer passen!

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Im Sport wird viel geplant! Trainingspläne, Vorbereitungen und diverse Wettkämpfe und sonstige Events. Wer sich für einen offiziellen Lauf anmeldet tut dies meistens mit einem gewissen Anspruch.

Unabhängig ob lediglich das finishen oder eine bestimmte Zeit in´s Auge gefasst wird, die meisten bereiten sich auf diesen Tag kontinuierlich vor.

Planung heißt das Zauberwort!
Aber wie auch schon die Ereignisse um Sabrina Mockenhaupt und Arne Gabius bei der Leichtathletik-WM in Moskau gezeigt haben, kann man Menschen nicht so einfach „verplanen“. Es gibt viel zu viele Dinge die auf das Individium Mensch Einfluss nehmen und nun mal nicht planbar sind.
Besonders bei Hochleistungssportlern die an Ihre Grenzen gehen wirken sich Kleinigkeiten oft massiv in einem Leistungseinbruch aus.

Jeder von uns kennt dies wenn man mal eine Nach miserabel geschlafen hat. Unabhängig weshalb dies geschah, der folgende Tag ist meistens reif für die Tonnen!
Und als Sportler ist man besonders auf sein Körpergefühl geeicht. Jedenfalls sollte man dies im Laufe der Zeit ein wenig einschätzen können. Meistens sendet der Körper die entsprechenden Signale aus. Man muss sie nur ernst nehmen. Ein Problem, welches ich leider mehrere Jahre ein wenig verdrängt hatte. Die Folgen sind ja ausreichend bekannt.

Im Endeffekt kann man also Planungen erstellen wie man will, wenn der Körper nicht mitspielt ist jede Planung Makulatur.

Auf was will ich eigentlich hier hinaus?
Ich habe ja im Laufe des Jahres ein paar Highlight´s verteilt. Veranstaltungen die ich gerne laufen möchte. Sei es zur Vorbereitung oder einfach zum Spaß. Spaß hat man aber auch nur dann, wenn man mit den entsprechenden Grundlagen in so einen Lauf geht. Also gibt es auch bei mir eine grobe Planung und Vorbereitung. Eines meiner Highlight´s im Herbst 2013 ist wieder der Churfrankenlauf. Und für 74 Kilometer und 1.800 Höhenmeter ist nun mal eine gewisse Grundlage erforderlich um in der vorgegebenen Zeit von 10:30 Stunden zu finishen.
Als schneller Vorwettkampf war am kommenden Wochenende der neue „Darmstädter Halbmarathon“ in der Planung. So eine Zeit knapp unter zwei Stunden war auf Grund der Trainingsleistungen in den letzten Monaten angepeilt und auch realistisch.
Leider aber lässt der augenblickliche körperliche Zustand einen „schnellen Halbmarathon“ einfach nicht zu. Durch den Infekt ist das Risiko für schnelle Einheiten im Augenblick zu hoch. Ein entsprechender Test heute Morgen beim Lauf zur Arbeit hat dies eindeutig gezeigt.

Also höre ich auf meinen Körper und streiche den Halbmarathon am Wochenende. Dafür gehe ich mit meinen Arbeitskollegen am Freitag und Samstag zwei Tage auf den Nibelungensteig wandern. Und am Sonntag gibt´s einen ganz lockeren Lauf.

Wandern auf dem Nibelungensteig

Mai 09 – 1.Etappe auf dem Nibelungensteig

So ist das nun mal mit der Planung und der Umsetzung. Im Prinzip gar nicht so schwer.
Wenn man immer eine Alternative hat!

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