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17Jul/16Off

Homerun – Endlich mal wieder ein Laufbericht

Neu auf dirosports:

Mein Homerun!

Für einen richtigen Laufbericht gab es die letzten beiden Jahre nicht unbedingt viele Anlässe. So richtig spannendes war nicht wirklich dabei. Aber mein heutiger Sonntagmorgenlauf wurde endlich mal wieder mit Kamera absolviert. Zudem wollte ich endlich mal wieder eine Sightseeing-Tour durch die heimischen Wälder unternehmen. Und so ein 20er sollte es in Anbetracht des Frankfurt Marathons Ende Oktober auch mal wieder sein.

Die ersten Meter zeigten mir dass es heute nicht unbedingt locker werden sollte. Ob es jetzt am extrem schwülen Wetter lag oder an etwas anderem kann ich nicht sagen, jedenfalls war es ein hartes Stück Arbeit bis der HM im Sack war.

Der erste Anstieg viel schon ziemlich schwer!
Homerun - Endlich mal wieder eine schöne Runde zu Hause!
Grün satt!
Sieht noch ganz locker aus - War´s aber nicht!

Schön war die Streckenführung, welche mich durch teilweise fast vergessene, wunderschöne Stellen in unserer Ecke brachte. So ab und an ein Homerun in nächster Umgebung muss nun wieder öfters durchgezogen werden. Warum immer in die Ferne schweifen, wenn dass Schöne um die Ecke liegt.

Start war bei eigentlich angenehmen Temperaturen gegen 7:00 Uhr. Nüchtern wie immer am frühen Morgen, jedoch wenigstens mit zwei 250ml Flaschen Isogetränk im Gürtel Richtung Gemeindewald. Schon bei der Ankunft im Wald nach 2 Kilometern war ich durchgeschwitzt. So richtig rund lief es nicht, aber ich wollte unbedingt. Und so ging es schwerfällig die ersten Anstiege hinauf, immer schön locker und die Kamera griffbereit. Der morgendliche Wald bot genügend Motive. Und die zwischenzeitlichen Fotopausen kamen mir nicht ungelegen.

Homerun
Homerun

Nach 8 Kilometern kam ich an der Grube Prinz von Hessen an. Fast noch frei von Besuchern am frühen Morgen.

Am Seeufer und im Schatten lies es sich aushalten
Blicke auf den See
Grube Prinz von Hessen

Lediglich ein paar Frühschwimmer drehten Ihre Runden im erfrischenden Nass. Spätestens in ein paar Stunden wird der Strand wohl eng belegt sein.

Alles noch so friedlich
Alles noch so friedlich
Still ruht der See
Still ruht der See

Danach lief es ein paar Meter auf dem Radweg Richtung Dieburg. Mit den Hokas laufe ich eigentlich gerne auf Asphalt. Und nach den bisherigen Waldwegen ein bisschen Zeit die Gedanken schweifen zu lassen.

An der Kreuzung nach Messel entschloss ich mich kurzfristig noch einen Abstecher zum Unesco-Kulturerbe Grube Messel zu machen. Ich war zwar schon öfters dort, aber dort hingelaufen bin ich bisher noch nie. Und so hatte sich mein Homerun schon mal wieder gelohnt.

So richtig frisch war ich nicht mehr
UNESCO Weltkulturerbe Grube Messel
Eingang zum Weltkulturerbe
Das Museum
Blick vom Dach des Museums in die Grube
Fotopause auf dem Museumsdach
Drehstein
Blick in die Vergangenheit!

Dann wieder zurück zum Radweg. Hinauf zur Dieburger Moret. Arghhhhhhh. Hat ganz schön Körner gekostet bis ich oben war, zumal ich voll in der Sonne lief. Die beiden Getränkeflaschen waren schon fast aufgebraucht und ich freute mich auf die Kilometer wieder hinunter Richtung Heimat.

Die Fotopausen nahmen zu..
Die Fotopausen nahmen zu..
... aber es gab ja auch lohnenswerte Motive!
… aber es gab ja auch lohnenswerte Motive!

Der nächste Stopp, bei dem der Rest Flüssigkeit aus den Getränkeflaschen ausgepresst wurde war am Freizeitzentrum in Dieburg. Auch hier war es am Morgen noch ruhig bevor die Massen von Grillern sich über das Freizeitgelände hermachen. Schön wenn man seinen Homerun am frühen Morgen absolviert. So kann man die einzelnen Plätze noch relativ einsam und in Ruhe genießen. Etwas was ich sehr zu schätzen weiß. Genießen und durchatmen!

Letzter Getränkestopp am Freizeitzentrum Dieburg
Letzter Getränkestopp am Freizeitzentrum Dieburg

Die letzten Kilometer nach Hause waren dann echt anstrengend. Der Nüchterlauf kostete jetzt echt Kraft und nach gut zwei Stunden hatte ich nicht mehr viel zu zusetzen. Die ersten Gehpausen mussten einfach sein. Gleich quittiert mit blutigen Bissen der Bremsen. Also einfach so stehen bleiben war auch nicht.

Akku war alle!
Akku war alle!

Also quälte ich mich die letzten Kilometer mehr Schlecht als Recht nach Hause. Man kennt das ja wenn der Akku alle ist. Der Kopf muss nun die Arbeit verrichten, da der Rest einfach nicht mehr kann!

Aber wenn man es geschafft hat ist alles vergessen. Das gute Gefühl mal wieder etwas geleistet zu haben und einen tollen Morgen erlebt zu haben lässt schnell regenerieren. Und den Rest erledigt das wohlverdiente Frühstück!

Die Erholung kam schnell über die Freude!
Die Erholung kam schnell über die Freude!

Ich bin mir absolut sicher dass dies in ferner Zukunft nicht der letzte Homerun war. Es wird hoffentlich die nächsten Wochen viele solcher Läufe geben. Es gibt noch viel zu entdecken und zu erzählen!

Bis die Tage!

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23Mai/16Off

Trainingsplan – Ich möchte nicht trainieren, ich möchte laufen!

Neu auf dirosports:

Eine Vorbereitung mit Trainingsplan sollte es mal sein. Naja, wenigstens einen Monat nach Trainingsplan trainieren und die Vorgaben umsetzen.
Eine armselige Woche habe ich es nun durchgehalten. Und ich muss einfach eingestehen, Trainingsplan ist nun mal nix für mich. Die einzelnen Vorgaben für einen langen Lauf oder einen mittellangen Lauf umzusetzen geht ja noch, aber beim Thema Intervall hört bei mir stets der Spaß auf. Und ohne Spaß möchte ich nicht Laufen.
Ich bin Freizeit und Hobbysportler, welcher durch das Laufen richtig viel Spaß am Leben hat. Und dieser Spaß ist für mich genau dass, was das Laufen ausmacht. Spaß an der Bewegung, an dem guten Gefühl, Spaß am Leben.

Trailrunning macht Spaß!
Trailrunning macht Spaß!

Ich möchte mich nicht selbst kasteien. Schließlich bin ich Genussmensch. Ich muss mich hinsichtlich meiner Ernährung schon genug disziplinieren. Entsprechend weigere ich mich auch noch beim Laufen einem Trainingsplan zu unterwerfen. Und dies ist letztendlich unabhängig wie flexibel dieser Trainingsplan ist. Mir reichen die Vorgaben im täglichen Leben. Bei einem 10-12 stündigen Arbeitstag brauche ich nicht noch Reglementierungen in meiner Freizeit.

Bei aktuellen Trainingsplan zur Marathonvorbereitung von Polar kommt noch eine sehr starre Komponente hinzu. Die Einheiten lassen sich nicht individuell verschieben und bearbeiten. Das bedeutet, ich bekomme die Tage und die jeweiligen Einheiten vorgeschrieben. Ich habe keine Problem Morgens um halb 4 die 15 Kilometer zur Arbeit zu laufen, aber ich habe ein Problem damit dies als Intervalltraining zu tun! Ich muss schließlich danach auch noch ein wenig arbeiten.
Aber auch nachvollziehbar. Wie soll ein Programm flexibel auf jeden User abgestimmt sein. Es kann zwar die Intensität und die Umfange an Rahmenbedingungen anpassen, muss aber in der Summe plausibel und funktional sein. Dies bedeutet einen erheblich Aufwand den man von einem kostenlosen Programm nun mal nicht erwarten kann.
Dies bedeutet nicht, dass ich die kostenlosen Trainingspläne in Polar Flow für schlecht halte. Ganz und gar nicht. Wer sich wirklich auf einen Lauf vorbereiten möchte, wer für seinen Sport gewisse Ziele und Zeiten im Auge hat, der muss sich zwangsläufig mit dem Thema Trainingsplan beschäftigen.
Ich aber nicht!

Ich möchte nicht trainieren, ich möchte laufen!

Im Gelände einfach nur genial zu Laufen
Einfach nur Laufen!

Um einen Marathon zu laufen, unabhängig von einer gewissen Zielzeit, gibt es verschiedene Parameter die es zu berücksichtigen gilt.
Da kommt zum allerersten der Läufer selbst. Seine Möglichkeiten und vor allem seine Grundveranlagung. Ich habe jetzt schon so viele Läufer gesehen, dass ich weiß, dass auch wirklich jeder Einzelne ein Unikat ist. Mit den entsprechenden Läufergenen ausgestattet, oder auch nicht.
Zweitens ist eine gewisse Vorbereitung in Bezug auf die absolvierten Laufkilometer unstrittig. Der Körper muss lernen mit solch lange Einheiten umzugehen. Ich bin der Meinung dies braucht Zeit und Geduld. Mit den Mottos „In einem Jahr zum Marathon“ tue ich mir persönlich schwer. Auch hier spielt die Grundveranlagung eine große Rolle.
Menschen wie ich, sind nicht dazu gebaut in einem Jahr von Null auf 42 zu laufen!
Ich persönlich habe zwei Jahre gebraucht um die Gewissheit zu haben ich schaffe das. Und selbst dann war´s ein anstrengendes Unternehmen.
Und als Drittens kommt der Wille dazu. Der Wille etwas zu leisten, was man im Laufe seines Lebens verlernt hat. Der Wille den Schweinehund zu besiegen und sich zu erheben. Für viele wahrscheinlich der schwierigste Punkt.

Einfach raus und laufen lassen..
Einfach raus und laufen lassen..

Für mich persönlich ist aber ein Punkt am wichtigsten. Laufen des Laufens wegen. Spüren wie sich der Körper seiner ursprünglichen Aufgabe zuwendet und letztendlich genießt. In sich hineinhöhren und sich spüren.
Ich denke ich habe die letzten Jahre einiges an Erfahrung gesammelt. Dazu habe ich gelernt auf meinen Körper zu hören. Wenigstens öfters als früher.
Entsprechend kann ich einschätzen wie ich mich vorbereiten muss um einen Marathon mit Spaß und Freude zu laufen. Um das ganze Drumherum und die Menschen zu erleben und mit Ihnen gemeinsam zu feiern.
Das ist das was ich am Laufen liebe. Das ist das was ich möchte. Und das ist das was ich tue.

Kein Trainingsplan. Kein Intervall. Einfach laufen!

Einfach laufen und Spaß haben!
Einfach laufen und Spaß haben!

Keep Running!

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18Mai/16Off

Alter schützt vor Torheit nicht

Neu auf dirosports:

„Torheit, ein abkommender Begriff der gehobenen Umgangssprache, beschreibt die negative (fehlerhafte) Seite der Einfalt.
Ein Tor oder töricht ist sinngemäß eine Person, die etwas nicht nachvollziehen kann, solange sie es nicht selbst erlebt hat. Der Tor erkennt erst, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, dass es tot ist. Vorher kann der Tor die Situation nicht abschätzen. Als Person handelt er also aus Beschränktheit töricht („… aufsässig, frech, unbelehrbar, unvernünftig, aggressiv, unreif, naiv …“). Ein Tor jagt Unerreichbarem nach oder wählt zur Erreichung vernünftiger Absichten ungeeignete (unpraktische) Mittel, beispielsweise mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Somit ist die Torheit das Gegenteil von Klugheit oder Schlauheit.“ (Wikipedia)

Nachdem ich nach langen Arbeitstag keine Nachtruhe gefunden hatte und mich nur von einer Seite auf die andere gewälzt habe, dachte ich mir am Mittwoch früh, lauf doch zur Arbeit. Laut Trainingsplan stand ja sowieso eine Einheit auf dem Programm.

Nun bin ich ja die letzten Wochen stets frei Schnauze Richtung Darmstadt aufgebrochen und habe je nach Gefühl das Tempo ein bisschen variiert. Hat immer mehr Spaß gemacht und ist nur so geflutscht.
Jetzt habe ich aber den Entschluss gefasst, den Polar-Marathon-Trainingsplan anzugehen. Und wenn ich mir was vornehme, dann ziehe ich dies auch meistens durch. Dementsprechend liegen Torheit und Sturheit relativ dicht beisammen.
Und so stand nach gerade mal zwei Stunden Nachtschlaf, Morgens um halb fünf ein Inervalltraining auf meiner Polar V800. Bingo! Schöner kann man den Tag nicht beginnen.
Die Einheit begann mit einem ruhigen 16-minütigen Warm-Up in den HF-Zonen 1-3, wobei ich schon ganz schon Gas geben muss um in die 3 zu kommen. Dann kamen im Wechsel 3 Einheiten mit 6 Minuten in der HF-Zone 4-5 und zwei Minuten in der HF-Zone 3. Die 5 habe ich vorsichtshalber schon mal sein lassen, sonst wäre ich im ansteigenden Gelände nie mehr auf die 3 runtergekommen. Schnell war´s nicht, aber die Pumpe hat ordentlich gearbeitet.

Intervalltraining
Intervalltraining

Am Schluss gab´s 5 Minuten Cool Down. Alles gepasst und einigermaßen durchgezogen!

Jetzt kommt aber das Problem. Die kürzeste Strecke von zu Hause zur Arbeit beträgt etwas mehr als 13 Kilometer. Nach Abschluss meines Intervalltrainings hatte ich exakt 6,17 Kilometer auf der Uhr und stand mitten im Wald und der Puls wollte nicht wirklich mehr nach unten.

lange Schneise Groß-Zimmner Wald
lange Schneise Groß-Zimmner Wald

Also habe ich mehr Schlecht als Recht versucht den Rest locker zu Ende zu laufen. Gelungen ist mir dies nicht wirklich. Jedenfalls auf das locker bezogen.

Als Fazit bleibt mal wieder die Erkenntnis, dass erstens ausreichend erholsamer Schlaf ein wichtiger Bestandteil für einen guten Lauf ist. Das zweitens ein Intervalltraining Morgens um halb fünf noch weniger Spaß macht als sonst, und drittens es hilfreich ist vorher zu überlegen wo man dieses durchzieht. Ein Trainingsende Mitten im Wald ist irgendwie nicht zu Ende gedacht.

Also einen fetten Haken an den Trainingstag machen und wieder mal feststellen das Alter nicht vor Torheit schützt!

Keep Running!

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22Apr/16Off

Läuft – Langsam aber sicher kann ich wieder mal was planen

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Es läuft! Jedenfalls aktuell. Nach den vielen Rückschlägen die letzten beiden Jahre endlich wieder mal verletzungs– und beschwerdefrei trainieren. Jedenfalls fast. Ein bisschen Rücken habe ich halt immer. Diese sitzende Tätigkeit während des Beruf Alltages ist einfach Gift für meinen geschädigten Rücken. Aber ich will ja nicht Jammern sondern positives berichten.

Der Monat April ist rein sportlich gesehen mal wieder eine guter. Während der Woche versuche ich zwei Mal zur Arbeit zu laufen. Die restlichen drei Tage geht´s mit dem MTB hin und zurück. Alles im angenehmen, lockeren Tempo.

Es läuft im April
Es läuft im April

Dazu ziehe ich, und darauf bin ich am meisten stolz, mein Ausgleichstraining mit Yoga, Dehnen und Stabitraining durch. Zwar nicht jeden Tag, aber mindestens 3 mal die Woche für 40 Minuten. Ich bin zwar immer noch nicht geschmeidig wie ein Leopard, aber es wird.
Auch bilde ich mir ein, dass ich Vorteile beim Laufen habe. Es läuft alles ein bisschen lockerer und entspannter.

Es läuft - Logggggger bleiben!
Es läuft – Logggggger bleiben!

Für´s Wochenende ist endlich mal wieder ein Lauf über 20km geplant. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern wann der letzte war. Gefühlt eine Ewigkeit.
Wenn dieser Lauf beschwerdefrei funktioniert, weiß ich dass ich auf dem richtigen Weg bin. Tempoläufe werden weiterhin ein Tabu bleiben. Mein Aufbauprogramm 2.0 wird weiter stur eingehalten. Langsam aber stetig die Distanz erhöhen. Mehr nicht.
Ich will laufen.
Und zwar lang, nicht unbedingt schnell.
Dazu bewegt sich das Gewicht auch nach unten. Zwar genauso langsam, aber stetig.
Mehr möchte ich eigentlich nicht.
Beides zusammen sollte mich im Oktober zum FRA Marathon führen. Mein einziges Ziel für dieses Jahr. Endlich wieder mal einen Marathon laufen.

Zieleinlauf Frankfurt
Zieleinlauf Frankfurt

Ansonsten genieße ich die lockeren Läufe zur Arbeit. Nachdem ich am Anfang noch eine Erholungszeit von mehreren Tagen hatte, zeigt mir meine V800 aktuell nur noch Stunden zur Erholung an. Die Läufe machen mich nicht mehr müde, sondern sind eine Art Kickstart in den Arbeitstag. Mit einem Lächeln auf der Arbeit ankommen hat was!

"sagenhafter" Odenwald
„sagenhafter“ Odenwald

Also hoffe ich dass es weiterhin stetig leicht nach oben geht. Keine Selbstverständlichkeit wie früher, sondern eher eine bewusste Freude über das was geht. Langsam mal wieder von einem langen Lauf träumen. Ein 30er durch die heimischen Wälder. Das wär´s.
Aber das wird wohl noch ein paar Wochen dauern. Jetzt gehe ich am Wochenende erst mal die 20 an. Und hoffe, dass es hinterher noch genauso ist wie vorher.

Zieleinlauf Festhalle
Zieleinlauf Festhalle

Das Feuer lodert, jetzt heißt es behutsam darauf aufpassen und keinen Fehler machen!
Keep running! Es läuft!

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9Mai/15Off

Auf zur TorTourdeRuhr 2016 – ein langer Weg

Neu auf dirosports:

TorTourdeRuhr 2016
Seit ich 2012 als Radbegleiter diesem Event beiwohnen durfte bin ich der Faszination TorTourdeRuhr verfallen. Spätestens 2014, als Teilnehmer beim Bambinilauf und meinem ersten 100km Lauf überhaupt, war wohl alles zu spät.

Bambinilauf TTDR
Bambinilauf TTDR 2014

TTdR ist Kult. Für mich ein Event dass ich alleine schon wegen der Menschen in´s Herz geschlossen habe. Und so war es eigentlich keine Frage, dass der Bambinilauf nicht das Ende gewesen sein kann. Schließlich fehlt mir ja noch diese geile Gürtelschnalle.

Endlich am Ziel
Endlich am Ziel

Jetzt stellt sich für viele die Frage, warum läuft jemand für eine Gürtelschnalle 100 Meilen? Ich muss eingestehen, dass ich mir diese Frage schon öfters gestellt habe. Und je mehr ich darüber nachdenke, kann es eigentlich nur ein Augenblick des Wahnsinns gewesen sein der mich dazu gebracht hat diese Herausforderung anzunehmen.
Und es ist nachzuvollziehen, dass knapp 4 Marathons am Stück zu laufen, nicht unbedingt in die Kategorie „normal“ einzustufen sind. Damit muss ich aber eigentlich schon mein ganzes Leben mit klarkommen.

Von weitem erkennbar!
Von weitem erkennbar!

Was treibt jemanden also an, bei der TorTourdeRuhr 2016 die 100 Meilen anzugehen. Die Frage nach der kompletten Strecke von 230 Kilometern nonstop lasse ich bewusst ganz außen vor. Ein bisserl an Resthirn muss wohl noch vorhanden sein.

Also was ist es letztendlich was jemanden wie mich, der gerade mal vor 8 Jahren als übergewichtiger (so ganz befreit habe ich mich noch nicht) Bluthochdruckpatient begonnen hat zu laufen, zu solch einem Event treibt. Schließlich bin ich mit meinen 53 Jahren auch nicht unbedingt der allerfrischeste mehr.

Ist es die Tatsache dass Männer im mittleren Alter sich noch mal was beweisen müssen?
Vielleicht!

Trinken war das A und O
Das Ziel ist Orange!

Vielmehr möchte ich aber den Beweis erbringen dass jeder Mensch Dinge erreichen kann, die auf den allerersten Blick unmöglich erscheinen. Dieser Eindruck herrscht übrigens bei mir zu den 100 Meilen augenblicklich auch noch. Aber das kriegen wir im Laufe des kommenden Jahres noch hin.

Ich bin mir sicher, dass ich am 14. Mai 2016 um 18:00Uhr Ortstzeit in Arnsberg weiß, dass ich in der Lage bin 100 Meilen bei der TorTourdeRuhr 2016 zu laufen. Da bin ich mir ganz sicher!
Denn ohne den Glauben dies erreichen zu können, brauche ich nicht an den Start zu gehen. Das was ich in meinen Jahren als Läufer auf jeden Fall gelernt habe, ist die Tatsache dass der Kopf eine entscheidende Rolle für einen erfolgreichen Lauf spielt. Wenn der Kopf nicht mitspielt und der Glaube an das Erreichen nicht vorhanden ist, erbringt der Körper nicht diese außergewöhnliche Leistung.

Die Ruhr!
Die Ruhr!

Eine Leistung die heute noch nicht abrufbar ist. Da müssen noch ein paar Baustellen abgeschlossen und Rahmenbedingungen erzeugt werden. Die Gesundheit muss uneingeschränkt vorhanden sein. Dies wird die Basis für mein Vorhaben sein. Erst dann kann ich mich der geforderten Leistung in Bezug auf Körper und Geist stellen.

Also ist mein aktuelles Ziel mein Knie wieder in voll funktionsfähigen Zustand zu versetzen. Der genaue Weg dahin wird sich im Laufe dieses Mai entscheiden. Dies ist die primäre Aufgabe in den nächsten drei Monaten. Sonst nichts!

Sollte dieser Schritt erfolgreich abgeschlossen sein, kann ich an die körperliche Grundvoraussetzung gehen. Und die sind für eine Strecke von 160Kilometer schon ganz happig. Da sollten in der Vorbereitung schon ein 24-Stundenlauf und ein paar sehr, sehr lange Läufe dabei sein. Auch Mehrtagesläufe mit z.B. einer 30km/80km/50km Aufteilung werde ich irgendwo integrieren. Dazu natürlich ausreichend Stabi- und Kraftübungen. Alles was dazugehört um lange genug auf den Beinen zu bleiben um die Strecke am Stück hinter sich zu bringen.

Aber das ist erst der zweite Schritt, den ich erst exakt ausarbeite und plane wenn meine Nummer 1 Priorität erfüllt ist.

Jedenfalls wird mir der Stoff für weitere Beiträge die nächsten 12 Monate bestimmt nicht ausgehen.

Ich habe mir mit der TorTourdeRuhr 2016 mit den 100Meilen ein großes, persönliches Ziel gesetzt. Der erste Schritt ist gemacht. Es werden noch sehr, sehr viele kleine Schritte folgen.
Diese werden nicht immer nur nach vorne gehen. Es wird viele Rückschläge geben und Zweifel. Aber ich habe gelernt wieder aufzustehen und weiter nach vorne zu schauen.

Wat Läuft!
Wat Läuft!

Es werden 12 spannende Monate.
Gehen wir´s an!

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28Feb/15Off

Die ersten 4 Wochen mit dem Polar V800

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Bedienbarkeit, Ablesbarkeit und Ergonomie des Polar V800

Nachdem sich das Armband ein wenig an mich und ich mich an das Armband gewöhnt habe, sitzt der Polar V800 volle 24 Stunden am Tag an meinem linken Arm. Lediglich alle paar Tage wird das gute Stück zum Laden und Auslesen der Trainingsdateien abgenommen. Hierzu später noch eine kleine Anmerkung.
Der Polar V800 sitzt gut am Handgelenk und die einzelnen Bedienknöpfe sind gut zu erreichen. Ich persönlich bevorzuge ja Knöpfe im Vergleich zu Touchscreens, da unabhängig von Witterung oder Handschuhen eine Bedienung sauber möglich ist. Die einzelnen Knöpfe haben einen klaren Druckpunkt. Bei der bisherigen Nutzung gab´s noch keinen „Fehlgriff“!

Gute Bedienbarkeit - Hochwertige Verarbeitung
Gute Bedienbarkeit – Hochwertige Verarbeitung

Die Ablesbarkeit des Displays ist hervorragend. Als Brillenträger habe ich keinerlei Problem das Display abzulesen. Zusammen mit der Harttouch-Funktion und der Klopf-Funktion ist eine schneller und komfortabler Überblick während des Training elegant gelöst und funktioniert bisher tadellos.
Da ich augenblicklich viele Einheiten im Dunkeln absolviere, reicht ein kurzer Schwenk der Uhr zum Herzfrequenzsensor und die Beleuchtung wird aktiviert. Die Harttouch-Funktion kann für jedes erstellte Sportprofil individuell eingestellt werden. Neben der Funktion für Beleuchtung stehen noch die Option Uhrzeit oder die Anzeige der vorigen Runde als Option zu Verfügung.
Die Klopf (Tippen) – Funktion bietet die Optionen „Runde nehmen“, Ansicht wechseln oder Beleuchtung aktivieren. Ich nutze die Option Ansicht wechseln als Standarteinstellung um so schnell die passende Ansicht für mein Training auszuwählen. Das lästige Fummeln an den Knöpfen entfällt.
Bisher funktioniert die Funktion tadellos. So stelle ich mir benutzerfreundliche Bedienung vor!

Zubehör

Ich habe neben dem Pulsgurt “SENSOR HR H7″ noch den Fußpod “Polar Stride Sensor” im Einsatz. Beide sind problemlos und schnell mit der Uhr zu koppeln und halten auch die Verbindung untereinander bisher sehr gut.

Polar Fußpod - Kalibrierung leicht gemacht!
Polar Fußpod – Kalibrierung leicht gemacht!

Letzte Woche kam dann noch der ” Polar Cadence Sensor” für mein Mountainbike dazu. Das Montagevideo gab´s ja schon letzte Woche in meinem Blog.
Gerade bei der Verwendung des Laufsensor Bluetooth® Smart hatte ich im Vorfeld ein bisschen Bauchweh. Bisher hatte ich in Bezug auf Fußpods bei Polar immer das Problem, dass man eigentlich jeden Schuh mühsam kalibrieren musste um später dann festzustellen, dass es doch wieder nicht mit der Entfernungsmessung stimmt. Irgendwann hatte ich dann den Fußpod weggelassen und nur noch die Messung über GPS genutzt. Natürlich fehlten dann die Daten für die Schrittfrequenz.
Außerdem ist die „Geschwindigkeitsangabe live“ über GPS ziemlich ungenau. Wenn man eine ganz bestimmte Pace laufen will ist die Angabe über den Fußpod sehr viel genauer.
Hier finde ich die Lösung bei Garmin und Suunto mit Messung der Schrittfrequenz in der Uhr selbst wesentlich besser. Ich denke mal mit ein bisschen guten Willen wäre das bei der Polar V800 auch machbar und man könnte sich den Fußpod sparen wenn man lediglich die Schrittfrequenz als Information braucht.
Positiv ist die Möglichkeit der „Eigenkalibration“ des Sensors auf den ersten Laufkilometern. Das hat bisher einwandfrei funktioniert. Kilometerangaben passen!
Neben der bekannten manuellen Kalibrierung kann man das GPS-Signal dazu nutzen die Kalibrierung im Hintergrund automatisch ausführen zu lassen. Nach dieser automatischen Kalibrierung werden aktuelles Tempo, Schrittlänge und kumulative Distanz korrigiert und korrekt angezeigt. Diese Anzeige ist dann wesentlich exakter als die Daten aus den aktuellen GPS-Daten.
Die automatische Kalibrierung wird zweimal durchgeführt. Dabei wird der Durchschnittswert der beiden Messungen verwendet. Bei der nächsten Einheit werden der Durchschnittswert der vorangegangenen Einheit und der aktuelle Wert verwendet. Die Kalibrierung beginnt nach 100 Metern und läuft auf einer Distanz von 500Metern
Hierfür sind ein paar Rahmenbedingungen zu erfüllen damit die Daten stimmen. Es müssen mindestens 6 Satelliten verfügbar sein, die Geschwindigkeit muss mindestens 7km/h betragen und Auf- und Abstieg müssen weniger als 30 Meter betragen!
Für unterschiedliche Gelände und Untergründe würde ich jeweils ein eigenes Sportprofil verwenden um genaue Werte zu erhalten.
Beim Trailrunning reicht es mir die Daten aus dem GPS zu nehmen.
Ich habe mir vorgenommen die Sache mit dem Fußpod und der Streckenmessung nochmals ein wenig genauer zu untersuchen. Dafür wäre es jedoch wünschenswert das ganze bei Tageslicht auszuführen und mehrere Läufe auf einer Strecke zu absolvieren um einen besseren Vergleich zu haben. Am besten auch noch mit verschiedenen Schuhen.
Da warte ich dann aber auf den Frühling!

Weitere Einstellmöglichkeiten am Polar V800

Zu den Einstellmöglichkeiten direkt am Polar V800 gehören im Menü Sportprofile (diese müssen über Polar Flow erst eingerichtet werden) die Einstellung der Trainingstöne (Lautstärke), die Vibrationsrückmeldung, die Ansicht der Herzfrequenz (bpm, % von HFmax, % der HF-Reserve) sowie die Kontrolle der aktuell eingestellten Werte im Sportprofil und ob die HF für andere Geräte sichtbar sind.
Weiterhin kann die Genauigkeit der GPS-Aufzeichnung festgelegt werden, die Klopfempfindlichkeit sportprofilspezifisch einzustellen, Auswählen wie der Sportsensor kalibriert werden soll und ob der Sensor oder das GPS als Geschwindigkeitsangabe gewählt wird, die Geschwindigkeitsanzeige, Automatische Pause und die automatische Rundennahme mit Auswahl der Streckenlänge!
Bei den Benutzereingaben kann man Gewicht, Größe, Alter, Geschlecht, Trainingspensum, HFmax, HFmin und VO2max einstellen. Wobei die VO2max auf Basis der jeweiligen Testergebnisse automatisch aktualisiert werden kann.
Bei den allgemeinen Einstellungen geht es um das Koppeln und Synchronisieren, die Möglichkeit einen Flugmodus einzustellen, Tastentöne ein/aus zu stellen, die Art der Tastensperre festzulegen, die Klopfempfindlichkeit einzustellen, Maßheinheiten, Sprache, Inaktivitätsalarm, an welcher Hand ich das Produkt trage und ob die Trainingsansicht hell oder dunkel sein soll.
Die Uhreinstellungen sind wohl selbsterklärend und müssen hier nicht aufgezählt werden.
Und das war es auch schon an Einstellmöglichkeiten direkt an dem V800.
Die Einstellmöglichkeiten am Polar V800 direkt sind somit eingeschränkt. Die hauptsächliche Einstellung erfolgt über PolarFlow. Und hier ist meiner Meinung nach noch nicht das ganze Potential der Uhr ausgereizt. Alleine die Tatsache, dass PolarFlow seit Jahren den Status beta mit sich herumschleppt, zeigt dass hier noch einiges zu tun ist.
Da aber viele Anregungen von den Entwicklern bereits aufgegriffen wurden, hege ich die Hoffnung, dass in absehbarer Zukunft das volle Potential zu Verfügung steht.

Dateninformationen am Polar V800

Natürlich kann man seine Trainingseinheiten ziemlich ausführlich direkt am Polar V800 einsehen und auswerten. Hier mal ein “Blättern” durch meine letzte Trainingseinheit von heute Morgen!

Grunddaten Herzfrequenz HF-Zonen Trainingsnutzen Belastung Runden Höhenmeter Tempozonen ;-) Schrittlänge Schrittfrequenz Tempo Kalorienverbrauch Running Index
Synchronisation mit PolarFlow

Hier kommt jetzt das eigentliche Werkzeug zum V800 in´s Spiel. Alle Daten werden vom Polar V800 an das Onlineportal PolarFlow übertragen und ausgewertet. Dies funktioniert auf zweierlei Möglichkeiten.

Februar 2015 - Mein Einstieg mit dem Polar V800
Polar Flow Februar 2015 – Mein Einstieg mit dem Polar V800

Erstens über PolarSync
PolarSync auf dem Rechner installieren, den Polar V800 mit der Klemme an das USB-Kabel anschließen und mit dem Rechner verbinden. Das war´s. Die Daten werden in das vorher angelegte eigene PolarFlow Profil übertragen und der Polar V800 gleichzeitig aufgeladen.
Wenn Updates anstehen werden diese entsprechend auf dem V800 installiert. Klappt alles bisher ohne Probleme.
Zweite Möglichkeit über Bluetoth via Handy oder Tablet und der entsprechenden App.
Auch hier funktioniert dies auf meinem iPhone4s nach der entsprechenden Kopplung reibungslos. Sagen wir mal „fast“ reibungslos. Manchmal braucht es zwei drei Versuche bis die Daten in die App geladen wurden. Beim nächsten Mal wenn´s online geht werden die Daten entsprechend mit PolarFlow synchronisiert.
Leider habe ich im Augenblick seit dem letzten Update Probleme mit der Synchronisation. Die Herzfrequenzdaten werden nicht per Bluetooth auf mein iPhone 4s übertragen obwohl die Werte auf der Uhr sind. Auch eine nachträgliche Korrektur über Polar FlowSync behebt diesen Fehler nicht mehr.
Werden die Daten ausschließlich über Polar FlowSync übertragen passt alles.
Dort kann man übrigens dann die Trainingsdateien im gewünschten Format (*.tch, *.gpx) auf seinen Rechner exportieren.
Wer die „Rohdaten“ der aktuellen Trainings gerne direkt vom V800 wünscht, kann sich mit dem OpenSource Programm “V800 Downloader” die Daten von der Uhr auf den Rechner ziehen wenn er mit der Klemme über USB angeschlossen ist. So hat man die Original-Trainingsdateien auf jeden Fall noch mal auf seinem Rechner, denn bei einem Update sind lediglich die Ergebnisse der vorhergehenden Trainings auf dem V800, nicht aber die dazugehörigen Dateien!!

Die ganzen Möglichkeiten die PolarFlow bietet werde ich in einem separaten Blogbeitrag die nächsten Wochen präsentieren. Der Umfang würde den Beitrag sprengen und unübersichtlich machen. Ich finde es jetzt schon relativ viel Stoff. Außerdem bin ich der Meinung dass man mindestens ein paar Wochen mit dem Material arbeiten sollte, bevor man ein verbindliches Fazit erstellt.
Dann werde ich auch einige meiner Wünsche äußern die ich bisher vermisse.

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Der Beitrag Die ersten 4 Wochen mit dem Polar V800 erscheint auf dirosports.

19Jan/15Off

Die F-AS-T Formel – Eine kleine Buchvorstellung

Neu auf dirosports:

Die F-AS-T Formel
Was erfolgreiche Sportler anders machen!

Das aktuelle Buch von der Forschungsgruppe Dr. Feil, welche im Kreis der Sportler wohl bekannt ist und die in Bezug auf Trainings- und Ernährungslehre in vielen Teilen des Einzel- und Mannschaftssports tätig ist und auch viele bekannte Spitzensportler betreut hat.

Ich habe das Buch die F-AS-T Formel als Leseexemplar für eine Rezession erhalten und habe mich, da mich das Thema Sport und Ernährung schon immer interessiert, eifrig ans Lesen gemacht. Schließlich ist jeder Jahresanfang stets mit einem unglücklichen Blick auf den gewachsenen Bauchumfang verknüpft.
Für meine Blogleser möchte ich hier die wichtigsten Erkenntnisse meinerseits ein wenig offen legen, immer mit dem Hintergrund, dass ich letztendlich über die wissenschaftlichen Aussagen relativ wenig sagen kann. Für mich zählt eher der praktische Nutzen, die Lesbarkeit und Verständlichkeit des Buches, sowie die Umsetzbarkeit einzelner Konzepte!

Gliederung und Aufbau

Buchhintergrund und Aufbau

Dr. Wolfgang Feil und seine Tochter Frederike Feil, als Autoren dieses Buches, vermittel Ernährungs- und Trainingstipps die sie bei vielen Sportlern erfolgreich umgesetzt haben.
Die angesprochen F-AS-T Formel setzt wie folgt zusammen:

F   = Fettstoffwechselaktivierung
AS= allgemeine Stabilität und
T   = Topleistung im Wettkampf

Gliederung des Buches

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Nach einer kurzen Einleitung zu den beiden Autoren und der Erläuterung was hinter der F-AS-T Formel steckt wird die Thematik Fettstoffwechsel beleuchtet. Es wird ausführlich und verständlich die Thematik Fettstoffwechsel sowohl ernährungstechnisch als auch trainingstechnisch erläutert.
Die bereits bekannten aktuellen Problematiken hinsichtlich Kohlehydraten, Getreide und Zucker werden mit vielen Tipps und Erläuterungen zu den einzelne Wirkungsweisen und den Nährstoffkomponenten erläutert.
Es gibt weitreichende Tipps zur Nährstoffversorgung und zur praktischen Umsetzung.
Es werden die einzelnen Wirkungsweisen erläutert und auch Informationen in Bezug auf Nachhaltigkeit der aufgeführten Lebensmittel gemacht.

Der Bereich Allgemeine Stabilität erläutert die Themen Auf- und Abwärmen vor dem Training, Flexibilität und Stabilität, Massage, Regeneration und auch Ansätze zum Thema Faszien.
Alles aber hauptsächlich aus dem Gesichtspunkt Ernährung.

Ähnlich verhält es sich mit dem Abschnitt Training und Wettkampf. Hier gibt es ausführliche Empfehlungen für Versorgungsstrategien vor und während des Wettkampf und zwar für mehrere Sportarten.
Zusätzlich wird die Thematik Regeneration gleichfalls ausführlich behandelt.

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Ein großer Abschnitt beinhaltet dann die Umsetzung der einzelnen Bereiche der F-AS-T Formel anhand von Rezepten, Übungen zur Stabilität sowie dem Auf- und Abwärmen und der Regeneration.
Alles reich bebildert und gut verständlich rüber gebracht. Selbst ich traue mir zu die Übungen nachzumachen.

Der letzte Abschnitt beinhaltet dann ein Sportler-Nährstoff-Lexikon, welches die Wirkungsweisen der einzelnen Nährstoffe gut verständlich erläutert!

Mein persönliches Fazit

Ich habe ja schon viele Bücher über Training und Ernährung gelesen. Jedenfalls habe ich es versucht. Viele davon sind alleine durch die Masse an Informationen schon sehr schwer verdaulich.
Beim aktuellen Buch die F-AS-T Formel habe ich mich relativ schnell eingelesen und das Buch zügig durchgearbeitet. Auf knapp 200 reichlich bebilderten Seiten gab´s dass eine oder andere “Ach schau mal an” oder “Das passt” von mir zu hören.
Gerade die angepriesene Verschiebung der Hauptenergiequelle zum Fett ist mir persönlich sehr gelegen. Und wenn jemand den Genuss von Schokolade sogar empfiehlt hat er schon mal viel Pluspunkte.
Das Buch bringt jetzt nicht unbedingt die allerneusten, bisher unbekannten Erkenntnisse zum Thema Sportlerernährung, aber es ist nachvollziehbar und gut verständlich geschrieben. Mich persönlich hat es überzeugt und ich werde es immer in Griffweite behalten.
Viele Ratschläge werde ich einmal beherzigen und bestimmt noch das eine oder andere Mal auf dieses Buch verweisen.

3 Exemplar zu gewinnen!

Nachschlag

Und zu guter letzt kann ich auch noch drei Exemplare von “Die F-AS-  T Formel – Was erfolgreiche Sportler anders machen” an meine Leser weitergeben. Wer also Interesse an einem Exemplar hat darf sich in die Wunschliste eintragen. Meldeschluss ist der 7. Februar 2015 bis 24 Uhr. Wer zu spät kommt hat Pech gehabt.
Rechtsweg usw. ist ausgeschlossen. Schließlich möchte ich was verschenken.
Unter den Kandidaten werde ich am 8. Februar drei Exemplare auslosen und Ihnen jeweils ein Exemplar im Lauf des Februar zusenden.

CLOSED!!!!!

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24Dez/14Off

Mein Laufjahr 2014 ist definitiv orange

Neu auf dirosports:

Wenn ich lediglich die zweite Jahreshälfte 2014 als Anlass nehmen würde, dann sollte sich ein sportlicher Rückblick auf mein Laufjahr 2014 nicht lohnen. Aber wenn ich das ganze Jahr 2014 und im Besonderen die erste Hälfte des Jahres nehme, dann war´s ein erfolgreiches und vor allem ein spannendes Laufjahr 2014. Also versüße ich mir die letzten, mageren Wochen in diesem Jahr mit den vergangenen, aber keinesfalls vergessenen Highlights aus 2014.

Sensationeller Beginn des neuen Jahres mit knapp 330 Laufkilometern im Januar. Fast jeden Tag gelaufen und ordentlich Grundlage für die kommenden Ereignisse gelegt.

Es folgte ein “Standard-Februar” mit erkältungsbedingten 172 Laufkilometern. Auf Grund der krankheitsbedingten Pause noch immer voll im Plan.

Im März wurden noch ein paar weniger Kilometer laufend absolviert. Auch hier gab´s krankheitsbedingt wieder eine Pause. Dafür wurde wieder mal das Mountainbike bewegt.
Gegen Ende des Monats war die Form aber wieder im Plan und alles lief bestens.

Der April brachte wieder reichlich Kilometer unter die Laufschuhe. Die Vorbereitung stimmte und letztendlich gab es mit dem 12-Stundenlauf an den Salinen in Bad-Dürkheim und dem direkt folgenden Hamburg Marathon zwei Highlights für das Laufjahr 2014.

Laufen bedeutet Spaß Sitzen geht prima.... Ich habe fertisch....

Die letzte Woche mit dem 12-h-Lauf und dem Hamburg Marathon war mit knapp 130 Laufkilometer meine bisherige intensivste Laufwoche seit ich die Laufschuhe schnüre und die drei Tage in Hamburg mit den Mizuno Runbirds waren einfach der Hammer. Dafür nochmals ein dickes, fettes Danke an Mizuno.

vlcsnap-2014-05-06-17h48m26s188 IMG_2156 .. Felix Keny als Gast .... grandiose Aussicht über Hamburg ... zum Hamburg Marathon 015523b88d49e02811d3b63bfc64332666ddee90ea Mizuno auf der Messe

Im Mai hieß es Kräfte sammeln und es einfach Laufen lassen. Form bewahren und sich innerlich auf mein absolut geilstes Event im Laufjahr 2014 einzustimmen.

Und dann kam der Juni mit meinem absolutes Highlight im Laufjahr 2014. Am heißesten Pfingsten seit der Wetteraufzeichnung und am heißesten Tag im ganzen Jahr. Mein erster 100er beim Bambinilauf der TorTourdeRuhr stand auf dem Programm. Für mich und meinen treuen Begleiter war es wirklich ein absoluter Höhepunkt in diesem Jahr. Für mich definitiv DAS HIGHLIGHT meiner bisherigen Läuferkarriere. Mein Laufjahr 2014 ist definitiv ORANGE!

Wenn ich mich zurück erinnere treibt`s mir noch immer den Schauer auf den Rücken und die Freudentränen in die Augen. Hammer! Dafür hat sich jeder Trainingskilometer die letzten Jahre gelohnt!

DSCN1176 vlcsnap-2014-06-11-19h19m41s77 VP 188/58 Baldeney See es wurde noch heißer... Best Supporter! nur noch ein Kilometer! Gemeinsam zum VP 188/58 Trinken war das A und O Just Friends.... Muhhhhhh.... Vegan? .... und kein Schatten! Kurz vor VP Baldeney See Alternative Kopfbedeckung! nur noch..... Von weitem erkennbar! Letzter VP 207/77 A52 Bergfest! Endlich mal getroffen! VP 174/44 Wat läuft Wat Läuft! Die Ruhr!

Danach fällt man sportlich ein wenig in ein Loch was Motivation und Disziplin betrifft. Trotzdem kam noch im selben Monat ein weiteres Best Off auf mich zu. Das Bloggertreffen am Brocken.

Ein geniales Treffen von Laufbloggern im Harz. Selten so viel Spaß gehabt und hoffentlich nicht das letzte seiner Art. Solche Veranstaltungen sind das Salz in der “Laufbloggersuppe!”

...immer weiter! vlcsnap-2014-06-22-16h55m04s212 ..weiter nach oben... Die war für die "Anderen"! Dokumentation ist wichtig. Auf geht´s.... Bleibt unter uns... Bloggercamp2014 - Coole Truppe Laufblogger on Tour! Startvorbereitungen - Frohes Satellitensuchen! Kenia-Gute-Nacht-Geschichten Brockenbezwinger Teilweise waren wir auch links! Natur pur!

Und dann hat´s sich auch schon mit den erwähnenswerten Ereignissen in meinem Laufjahr2014. Wenn man die Intensität der Highlights bewertet dann reicht dies auch für ein Jahr. Nicht desto trotz hätte ich läuferisch gerne das Level gehalten. Aber Probleme mit meinem Fuß ließen dies nun mal nicht zu.
Zwar waren noch ein paar ordentliche Kilometer als Vorbereitung für den Frankfurt Marathon dabei, aber letztendlich habe ich mit dessen Absage gesundheitlich die richtige Entscheidung getroffen.
Es fällt zwar schwer einen Lauf abzusagen, aber noch schwerer wiegt es wenn man seine Gesundheit aufs Spiel setzt.

Und so blicke ich eigentlich gerne auf das zurückliegende Jahr 2014. Ich nehme die vielen tollen Erlebnisse mit ins neue Jahr. Erlebnisse bei denen ich viele meiner Leser auch live getroffen habe. Erlebnisse mit vielen tollen, interessanten, verrückten und liebenswerten Zeitgenossen die eines gemeinsam verbindet. DAS LAUFEN!

Und so werde ich mit ein bisschen gutem Willen vielleicht sogar noch die 1.900 Laufkilometer für 2014 voll bekommen. Die fehlenden 20 Kilometer sollten wohl noch machbar sein.
Und wenn´s nicht ganz klappt, dann freue ich mich auf 2015.

Auf eine neues und hoffentlich genauso tolles Jahr wie 2014. Ich hoffe dass meine Leser mir weiter treu bleiben und ich vielleicht die/den Eine/n oder Andere/n persönlich kennenlernen darf. Am liebsten natürlich bei einem gemeinsamen Lauf.

Danke für Alles was ich 2014 erleben durfte!

Ich wünsche all meinen Lesern, Freunden und allen Läufern ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen großen Sack voller Gesundheit!
Die Gesundheit ist unser höchstes Gut. Wer Gesundheit geschenkt bekommt, kann das Leben in vollen Zügen genießen!

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21Nov/14Off

Ein Negativlauf ist leider kein Sport

Neu auf dirosports:

Es gibt Momente im (Läufer)Leben da hat man das Gefühl man steht auf der Stelle. Sozusagen ein Negativlauf. Alles was man sich vornimmt und plant geht irgendwie in die Hose. Die Gesundheit spielt nicht mit und der Rest fügt sich dann zwangsweise nahtlos ein. Alles läuft sozusagen negativ.

Lüftsprünge sind nicht angesagt
Lüftsprünge sind nicht angesagt

Nachdem ich das erste Mal seit fünf Jahren den Saisonabschluss Frankfurt Marathon absagen musste, hat sich mein Dasein in eine Art Winterschlaf verabschiedet.
Die alten Knochen zwicken immer noch und mein linker Fuß will sich nicht so Recht zum Besseren kehren. Tendenziell tippe ich mal auf Arthrose was die Schmerzen in den Fußgelenken anbetrifft.
Während der Bewegung ist alles schmerzfrei, aber nach Ruhephasen wie durch die Schlafenszeit in der Nacht, sind die ersten 5 Minuten jeden Morgen eine Qual.
So richtig Spaß macht das nicht wirklich.
Sollte sich der Arthrose-Verdacht bestätigen sieht’s mit der Lauferei zukünftig nicht unbedingt rosig aus. Aber so richtig konnte mir bisher noch kein Arzt die Sache erklären.

Herbstzeit
Herbstzeit

Und wenn das mit dem Laufen nicht so klappt wie man es gewohnt ist und auch liebt, kommen natürlich noch die jahreszeitbedingten Erkältungskrankheiten dazu. Zwar mache ich den einen oder anderen langen Spaziergang durch die heimischen Wälder und schaffe ab und an einen kurzen 10er im Lauftempo, aber so richtig regelmäßig ist das alles nicht.

Da muss man durch
Da muss man durch

Entsprechend ist der Frustfaktor ziemlich hoch und die „freigewordene Zeit“ wird nicht unbedingt für sinnvolle Freizeitbeschäftigungen verwendet. Abhängen und der Winterdepression frönen! Toll!

Ausblick
Ausblick

Da ich auch keinerlei Interesse habe für 2015 irgendwelche läuferischen Saisonplanungen anzugehen, nimmt zwangsweise neben der Trägheit auch noch der Bauchumfang zu. Im Augenblick ist das Gewicht das einzige was sich nach oben entwickelt. Leider verhält sich das Allgemeinbefinden nicht unbedingt proportional dazu.

Gipfelstürmer in Warteposition
Gipfelstürmer in Warteposition

Also was macht man dagegen?
Ein gutes Buch lesen, einen Film schauen oder Musik hören. Bestimmt keine schlechten Ideen aber kein Ersatz für den Bewegungsmangel.
Vielleicht sollte ich mich während der Wintermonate konsequent mal mit Kräftigung und Gymnastik fit halten und die Ruhe bewahren. Schließlich hat mich ein gewisses Maß an Gelassenheit bisher immer wieder nach vorne gebracht. Warum auch nicht bei diesen „Negativlauf“.

Also heißt es mal wieder alle positive Energie zu sammeln und zuversichtlich nach vorne zu blicken. Immer wieder die Laufschuhe schnüren und kleine Runden drehen.
Dranbleiben und nicht nachlassen. Positiv Denken und nie die Hoffnung verlieren das es aufwärts geht. Ich bin mir sicher dass nach einem Tief wieder ein Hoch erscheint und die besseren Tage schon an der nächsten Ecke stehen könnten. Ich muss es lediglich bis dahin schaffen.
Und wenn nicht dann geht´s halt zur nächsten Ecke!

Vorwärts
Vorwärts

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

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5Sep/14Off

Ultralauf – Wie kommt man auf so was?

Neu auf dirosports:

Als ich 2007 mit dem Laufen begann, waren meine allerersten durchgelaufenen 5 Kilometer mein absoluter Stolz. An Strecken die jenseits der 10 Kilometer lagen, dachte ich damals noch gar nicht. Das es Dinge gibt die jenseits des Marathons liegen ahnte ich noch nicht einmal.

Durch das Laufen habe ich sehr viel Gewicht verloren, und nach und nach wurden die Strecken immer länger. Es machte Freude zu laufen und die Wälder zu erforschen. Das Gewicht wurde weniger und der Drang nach Bewegung mehr.

Irgendwann packt einen die Lust nach einem Wettkampf. Was habe ich wirklich drauf und wie schneide ich gegenüber anderen ab?
Entsprechend hatte ich 2008 meinen allerersten Wettkampf. Einen Halbmarathon, den ich nach über zwei Stunden mit der Erkenntnis abschloss, „Mehr geht absolut nicht“! Nie mehr wieder!

Schöne Zeiten beim HM in Darmstadt
Schöne Zeiten beim HM in Darmstadt

Der Kampf und das Gegeneinander hatten mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Für die meisten ist das Wort Wett“kampf“ nicht nur eine Worthülse. Hier geht es Mann gegen Mann und Frau gegen Frau. Und ich hatte für solch einen Kampf nicht die geeigneten Waffen. Schnell würde ich wohl nie laufen können. Dazu fehlten mir neben dem Talent auch noch die körperlichen Voraussetzungen. Den Rest erledigte mein Asthma. Also richtig Spaß machte es nicht.

Im Januar 2009 traf ich mich mit einem Bekannten den ich vom Bloggen her kannte. Er war bei uns in der Nachbarschaft bei einem 50km Ultralauf. Eine für mich unvorstellbare Distanz. Und die Vorstellung diese 50 Kilometer auch noch auf einer 5km Runde im Kreis zu absolvieren, produzierte noch mehr Kopfschütteln! Entsprechend aufgeregt und mit den Aussichten auf ein Volk voller eigenartiger und verrückter Menschen begab ich mich zum Veranstaltungsort.
Als ich jedoch erlebte was Ultralauf für die meisten wirklich bedeutet, musste ich meine Meinung dazu schnell revidieren. Und zwar in Bezug auf das Laufen selbst UND auf die vielen Verrückten die es mit Begeisterung praktizieren. Es war eine tolle Begegnung mit lauter „positiv verrückten“ Läufern.

Rodgau 2011 RLT Rodgau Ultramarathon 50km Ultra Rodgau 2011

Kein „Hufescharren“ und Stress in der Startaufstellung wie ich es bisher kannte. Kein Drängeln und Schubsen. Ich habe eine Startaufstellung gesehen in der anscheinend jeder jeden kannte. Es wurde gequasselt und gelacht. Selten habe ich so viele Menschen gesehen die Spaß hatten. Es sah so aus als wollte man gar nicht aus den Startlöchern. Alleine die Tatsache dass man sich wieder mal trifft war für die meisten schon Freude genug.
Und eine Entscheidung reifte in mir, die letztendlich weitreichende Folgen auf mein Laufen und meine Einstellung zum Laufen hatte.
Ich wollte Teil dieser „positiv verrückten Laufgemeinde“ werden.

Plötzlich war nicht mehr das Ergebnis des Laufens das wichtige, sondern das Laufen selbst. Nicht schnell ist bei den meisten die Devise, sondern lang heißt das Zauberwort. Die Kräfte einteilen und den Schweinehund besiegen. Nicht die Beine sondern der Kopf wird eines der wichtigsten Dinge beim Ultralauf.
Ich hatte „mein Laufen“ entdeckt. Auf einmal waren die fehlenden Voraussetzungen kein Thema mehr. Geduld und Ausdauer waren gefragt um Dinge zu erreichen bei denen einem früher schon alleine die Vorstellungskraft fehlte.

Dies bedeutet aber auch ein völlig anderes Training. Lange, langsame Läufe prägen den Alltag. Die Basis wird mit den Umfängen gesetzt. Nicht immer ganz einfach zwischen Familie und Beruf die erforderlichen Trainingseinheiten zu platzieren. Die langen Läufe finden an den Wochenenden statt, und der Weg zur Arbeit wird ab und an auch als Trainingseinheit laufend absolviert. Irgendwie kriegt man die nötige Grundlage zusammen. Und auf Grund des geringen Tempos kam mir die Sache sehr entgegen.

Trotzdem kamen Rückschläge und Verletzungen. Die Folge wenn man keine Geduld aufbringt. Eigentlich klar, dass man für eine Sportart deren Hauptbestandteil Geduld ist, auch im Training entsprechende Geduld üben sollte. Mein Körper war nach vielen Jahren ohne Sport überhaupt nicht in der Lage die großen Umfänge zu verarbeiten.
Das Herz- Kreislaufsystem stellt sich relativ schnell auf die Veränderungen ein. Die Muskulatur braucht das schon wesentlich länger.
Aber der entscheidende Punkt sind die Bänder und Sehnen. Bis sich diese an die Belastungen gewöhnt haben braucht es teilweise Jahre an regelmäßigem Training. Und so war die Zeit des Einstiegs in den Ultralauf auch eine schmerzhafte Lehrzeit. Aber nach und nach gewöhnte sich der Körper an die Belastungen. Man lernte sich und seinen Körper besser kennen und gab ihm dann auch die Zeit sich zwischen den Belastungen zu erholen. Eine Zeit des Lernens, dass man auf seinen Körper hören muss und sich nicht an anderen Sportlern orientieren sollte. Dazu sind Menschen einfach zu individuell um hier gleiche Voraussetzungen zu haben.
Und die Zeit des Lernens sollte beim Ultralaufen nie aufhören!

Als ich meinen allerersten 50km-Lauf in 5 Stunden und 42 Minuten absolviert hatte war ich der stolzeste Mensch auf diesem Planeten. Ich hatte das große Glück von einem erfahrenen Ultraläufer begleitet zu werden. Diese mentale Hilfe war für meinen ersten Ultra einfach unbezahlbar. Hier spürte ich das erste Mal was der Satz bedeutet „Ultralaufen läuft im Kopf ab“! Es waren viele Läufe in einem Lauf. Abschnitte in denen ich fest davon überzeugt war, es geht nicht mehr. Um wenige Kilometer später zu erfahren es läuft wieder richtig gut.
Zu lernen dem inneren Schweinehund nicht sofort nachzugeben. Zu lernen, dass nach einem Tief doch noch ein Hoch kommt. Eine Erfahrung die nicht nur auf das Laufen zu beschränken ist.

Ich konnte zwar keinen Meter mehr laufen und der Muskelkater war unbeschreiblich, aber das Gefühl war es gleichfalls.

Wenn man dieses Gefühl und dieses Erlebnis einmal genossen hat, gibt es kaum noch Grenzen nach oben. Die Sucht nach immer längeren Strecken ist geboren und teilweise schwer zu stillen.

Erster Anstieg in Miltenberg
Ultralauf beim Churfrankenlauf

Aus einem anfänglichen Sport wird eine Lebenseinstellung. Eine Lebensphilosophie die sich auf den Alltag überträgt. Man geht Dinge an die man früher für unmöglich hielt. Man überlegt sich Strategien und denkt ein wenig über den Tellerrand hinweg.
Man gewinnt an Selbstsicherheit und an Selbstwertgefühl. Man wird gelassener und ruhiger.
Zeit definiert sich nicht nur auf den Augenblick.
Man lernt Weitblick und Muse.

Für mich ist das lange Laufen, das Absolvieren von langen Etappen, egal ob durchweg laufend oder wenn´s die Umstände erfordern auch wandernd, ein phantastischer Ausgleich zum stressigen Berufsleben. Man hat unendlich viel Zeit nachzudenken und zu philosophieren. Man kann Grenzen ausloten und sich immer wieder überraschen. Und man kann die Natur in Ihrer vollen Schönheit genießen.

Endlich am Ziel
Endlich am Ziel – 100 km Ultralauf bei der TTdR2014

Ultralauf bedeutet für mich das Leben zu genießen!
Nicht mehr aber auch nicht weniger!

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