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29Jan/16Off

Zielkorrektur

Neu auf dirosports:

Auch im Freizeitsportbereich braucht es ab und an mal eine Zielkorrektur was die Ambitionen, Wünsche oder Sehnsüchte betrifft. Wie ich seit meinem Finish bei den 100km bei TTdR 2014 erfahren musste, kann man die Belastungsschraube nicht unendlich weiterdrehen. Auch kann man die vielen Gleichgesinnten die sich im Ultrabereich alters- und Leitungsmäßig im gleichen Bereich bewegen nicht unbedingt als Maßstab ansetzen.
Der Mensch ist nun mal ein Individuum, dazu kommen sehr persönliche Rahmenbedingungen und Vorgeschichten. Also steht man mit seinen Potentialen und deren Einschätzung ziemlich alleine auf weiter Flur. Da hilft es meistens nur zu akzeptieren, was mit zunehmendem Alter erstaunlicherweise immer leichter fällt, und seine Ambitionen entsprechend zu korrigieren.

Und nachdem das Jahr 2015 sportlich für mich ein Griff ins Klo war und über den Jahreswechsel hinaus noch ein paar gesundheitliche Baustellen abgeklärt werden müssen, ist es an der Zeit auch sportlich eine Zielkorrektur durchzuführen.

Den ersten Schritt habe ich mit meiner Absage bei den 100 Meilen bei der TTdR2016 ja schon im Herbst abgehakt. Ohne die gesundheitlichen Voraussetzungen bei mir und noch mehr bei meinem treuen Begleiter Stephan ist diese Aufgabe einfach nicht realistisch.
Also was bleibt einem wenn das große Ziel oder der große Traum in läuferischer Hinsicht ein wenig wegbricht? Wehmut, Trauer oder gar Zorn?

Eigentlich nicht. Ich habe durch die Rückschläge im vergangenen Jahr ziemlich viel nachgedacht. Nachgedacht über den damaligen Ansporn welcher mich im Oktober 2007 überhaupt dazu gebracht hat meine Laufschuhe zu schnüren. Nachgedacht über die vergangenen 8 Jahre in denen das Laufen zu einem großen Bestandteil meines täglichen Lebens wurde. Und nicht nur das Laufen sondern auch das Biken und Wandern.

Ich denke wenn´s mal nicht so läuft, hilft es ab und an die vergangenen Jahre ein bisschen zusammenzufassen. Was ist denn die letzten 8 Jahre seit dem Lauf meiner Karriere mit einer solchen Tragweite alles passiert?

19. Mühlchen Triathlon 2010 Lauf mit Matthias 2009 Schöne Zeiten beim HM in Darmstadt Halbmarathon Darmstadt 2009 Marathon Frankfurt 2009 Loch Nass Vorfreude beim Start Es läuft Stolz wie Bolle! 50km Ultra Rodgau 2011 sportograf-17345240_lowres Zieleinlauf Anstieg Königsetappe Collenberg - Laufen für den Fotografen Der Lohn nach 50 harten Kilometern "Vortour" auf dem Rennsteig Marktplatz Eisenach erster Nibelungensteig Im Ziel nach einem entspannten Frankfurt Marathon Rodgau 2013 - Didi und Diro - Danke an Andy Dyrz für das Foto diro und eddy vor dem Start in Eisenach Elektrischer Reiter Tolles Team! Hans, Lee, Jesko und Ich Treffen mit André Einfach raus und laufen lassen.. Spaß hat´s gemacht! vlcsnap-2014-05-06-17h48m26s188 Bloggercamp2014 - Coole Truppe Bleibt unter uns... Best Supporter! Endlich mal getroffen! VP 174/44 Wat läuft Ausblick Ausblick Hat Spaß gemacht! BC 2015 LaufbloggerCamp 2015 Die Helden haben fertig! Tolles Team und ein toller Trip!

Wenn man überlegt, dass ich bis zum Oktober 2007 das Laufen und den Ausdauersport gehasst habe, hat sich doch einiges getan.
Das was ich den ganzen Jahren sportlich geleistet habe nimmt mir niemand mehr. Die Freude, das Leid und die vielen Stunden mit außergewöhnlichen Menschen sind ein Bestandteil in meinem Leben an die ich mich immer wieder gerne, und überraschenderweise auch gut erinnere. Mit zunehmendem Alter auch keine Selbstverständlichkeit.

Also überlegt man was einem wirklich wichtig ist im Leben. Neben der Familie und den Freunden ist der Sport an sich ein fester Bestandteil. Auch ist ein Stadtmarathon oder der eine oder andere Ultra bestimmt nicht verkehrt. Es muss halt einfach passen ohne das man sich verbiegen muss. Langwierige Vorbereitungen mag ich nicht mehr.
Schuhe anziehen und laufen. Wenn´s Spaß macht und eine gewisse Basis und Grundlage dabei raus kommt, dann kann man ja spontan mal irgendwo teilnehmen.
Aber so richtig einen Ultra planen mit all der erforderlichen Vorbereitung mag ich eigentlich nicht mehr.
Lieber ein paar Tage mit Freunden durch die Wälder streifen. Egal ob laufend oder „nur“ wandernd. Spaß haben und genießen wie schön die Natur ist.

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9Mai/15Off

Auf zur TorTourdeRuhr 2016 – ein langer Weg

Neu auf dirosports:

TorTourdeRuhr 2016
Seit ich 2012 als Radbegleiter diesem Event beiwohnen durfte bin ich der Faszination TorTourdeRuhr verfallen. Spätestens 2014, als Teilnehmer beim Bambinilauf und meinem ersten 100km Lauf überhaupt, war wohl alles zu spät.

Bambinilauf TTDR
Bambinilauf TTDR 2014

TTdR ist Kult. Für mich ein Event dass ich alleine schon wegen der Menschen in´s Herz geschlossen habe. Und so war es eigentlich keine Frage, dass der Bambinilauf nicht das Ende gewesen sein kann. Schließlich fehlt mir ja noch diese geile Gürtelschnalle.

Endlich am Ziel
Endlich am Ziel

Jetzt stellt sich für viele die Frage, warum läuft jemand für eine Gürtelschnalle 100 Meilen? Ich muss eingestehen, dass ich mir diese Frage schon öfters gestellt habe. Und je mehr ich darüber nachdenke, kann es eigentlich nur ein Augenblick des Wahnsinns gewesen sein der mich dazu gebracht hat diese Herausforderung anzunehmen.
Und es ist nachzuvollziehen, dass knapp 4 Marathons am Stück zu laufen, nicht unbedingt in die Kategorie „normal“ einzustufen sind. Damit muss ich aber eigentlich schon mein ganzes Leben mit klarkommen.

Von weitem erkennbar!
Von weitem erkennbar!

Was treibt jemanden also an, bei der TorTourdeRuhr 2016 die 100 Meilen anzugehen. Die Frage nach der kompletten Strecke von 230 Kilometern nonstop lasse ich bewusst ganz außen vor. Ein bisserl an Resthirn muss wohl noch vorhanden sein.

Also was ist es letztendlich was jemanden wie mich, der gerade mal vor 8 Jahren als übergewichtiger (so ganz befreit habe ich mich noch nicht) Bluthochdruckpatient begonnen hat zu laufen, zu solch einem Event treibt. Schließlich bin ich mit meinen 53 Jahren auch nicht unbedingt der allerfrischeste mehr.

Ist es die Tatsache dass Männer im mittleren Alter sich noch mal was beweisen müssen?
Vielleicht!

Trinken war das A und O
Das Ziel ist Orange!

Vielmehr möchte ich aber den Beweis erbringen dass jeder Mensch Dinge erreichen kann, die auf den allerersten Blick unmöglich erscheinen. Dieser Eindruck herrscht übrigens bei mir zu den 100 Meilen augenblicklich auch noch. Aber das kriegen wir im Laufe des kommenden Jahres noch hin.

Ich bin mir sicher, dass ich am 14. Mai 2016 um 18:00Uhr Ortstzeit in Arnsberg weiß, dass ich in der Lage bin 100 Meilen bei der TorTourdeRuhr 2016 zu laufen. Da bin ich mir ganz sicher!
Denn ohne den Glauben dies erreichen zu können, brauche ich nicht an den Start zu gehen. Das was ich in meinen Jahren als Läufer auf jeden Fall gelernt habe, ist die Tatsache dass der Kopf eine entscheidende Rolle für einen erfolgreichen Lauf spielt. Wenn der Kopf nicht mitspielt und der Glaube an das Erreichen nicht vorhanden ist, erbringt der Körper nicht diese außergewöhnliche Leistung.

Die Ruhr!
Die Ruhr!

Eine Leistung die heute noch nicht abrufbar ist. Da müssen noch ein paar Baustellen abgeschlossen und Rahmenbedingungen erzeugt werden. Die Gesundheit muss uneingeschränkt vorhanden sein. Dies wird die Basis für mein Vorhaben sein. Erst dann kann ich mich der geforderten Leistung in Bezug auf Körper und Geist stellen.

Also ist mein aktuelles Ziel mein Knie wieder in voll funktionsfähigen Zustand zu versetzen. Der genaue Weg dahin wird sich im Laufe dieses Mai entscheiden. Dies ist die primäre Aufgabe in den nächsten drei Monaten. Sonst nichts!

Sollte dieser Schritt erfolgreich abgeschlossen sein, kann ich an die körperliche Grundvoraussetzung gehen. Und die sind für eine Strecke von 160Kilometer schon ganz happig. Da sollten in der Vorbereitung schon ein 24-Stundenlauf und ein paar sehr, sehr lange Läufe dabei sein. Auch Mehrtagesläufe mit z.B. einer 30km/80km/50km Aufteilung werde ich irgendwo integrieren. Dazu natürlich ausreichend Stabi- und Kraftübungen. Alles was dazugehört um lange genug auf den Beinen zu bleiben um die Strecke am Stück hinter sich zu bringen.

Aber das ist erst der zweite Schritt, den ich erst exakt ausarbeite und plane wenn meine Nummer 1 Priorität erfüllt ist.

Jedenfalls wird mir der Stoff für weitere Beiträge die nächsten 12 Monate bestimmt nicht ausgehen.

Ich habe mir mit der TorTourdeRuhr 2016 mit den 100Meilen ein großes, persönliches Ziel gesetzt. Der erste Schritt ist gemacht. Es werden noch sehr, sehr viele kleine Schritte folgen.
Diese werden nicht immer nur nach vorne gehen. Es wird viele Rückschläge geben und Zweifel. Aber ich habe gelernt wieder aufzustehen und weiter nach vorne zu schauen.

Wat Läuft!
Wat Läuft!

Es werden 12 spannende Monate.
Gehen wir´s an!

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1Feb/15Off

50km Ultramarathon des RLT Rodgau

Neu auf dirosports:

Seit 2011 stehe ich nun das erste Mal beim 50km Ultramarathon des RLT Rodgau neben der Strecke anstatt selbst zu laufen. Und ich muss eingestehen es tut schon ziemlich weh die illustre Schar der vielen Läufer an der Gänsebrüh an sich vorbeiziehen zu lassen. Da juckt es schon mächtig in den Füßen.

16. 50KM ULTRAMARATHON DES RLT RODGAU
Zieleinlauf Sieger Männer

Aber es geht nun mal nicht, und das Jahr ist noch lang. Also hilft alles Jammern nicht, die Schuhe bleiben zu Hause und es geht dieses Jahr mal mit Fotoapparat nach Dudenhofen.
Vorteil ist auf jeden Fall dass man nicht so früh aus den Federn muss. Nach einem kurzen Frühstückslauf geht´s Richtung Rodgau.
Als ich an der Strecke eintreffe ist schon alles fleißig am Laufen. Viele Bekannte Gesichter. Ein großes Hallo und viel Spaß den/die Eine/Einen oder Andere/Anderen wieder mal zu sehen.

16. 50KM ULTRAMARATHON DES RLT RODGAU
16. 50KM ULTRAMARATHON DES RLT RODGAU

Wenn auch viel zu kurz. Fotografieren, und vor allem wenn man dabei in die Knie geht, ist für die alten Knochen schmerzhafter als Laufen. Dazu die nasse Kälte sie einem in das Gerippe kriecht.

16. 50KM ULTRAMARATHON DES RLT RODGAU - Siegerin und Debütantin Tinka Uphoff
16. 50KM ULTRAMARATHON DES RLT RODGAU – Siegerin und Debütantin Tinka Uphoff
16. 50KM ULTRAMARATHON DES RLT RODGAU
16. 50KM ULTRAMARATHON DES RLT RODGAU
16. 50KM ULTRAMARATHON DES RLT RODGAU
16. 50KM ULTRAMARATHON DES RLT RODGAU

Nach drei Stunden bin ich durchgefroren und mache mich auf den Weg zurück.
Im Gepäck hunderte von Fotos und die Hoffnung 2016 wieder auf der Strecke dabei zu sein.
Ergebnisse gibt´s übrigens hier!

Wenn jemand Interesse hat das eine oder andere Bild in höherer Auflösung zu bekommen, dann schickt mir einfach eine Mail. Ich schau mal nach ob ich es zuschicken kann.
Leider sind nicht alle Bilder scharf, teilweise sogar völlig verwackelt. Ich habe erst einmal alles was nichts war aussortiert.

Ich weiß nicht ob es am nervösen Fotograf lag, oder an der Tatsache dass Ihr einfach zu schnell unterwegs ward. Ich tippe eigentlich auf Punkt zwei!
Es kann sein dass ich noch ein paar Bilder nachschiebe und vielleicht noch ein Video online stelle. Mal sehen wir meine Zeit die nächsten Tage aussieht. Versprechen kann ich nichts, aber wenn was kommt gibt´s Info.

Bilder Rodgau 2015

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14Jan/15Off

Bewältigung von Lebensaufgaben durch Orientierung am Sport

Neu auf dirosports:

Laufen zur Unterstützung der großen Lebensaufgaben ……

hat sich als sich die letzten Jahre stets bewährt. Wenn das Wetter noch nicht mal winterlich sondern nur noch ekelhaft ist und man den ganzen Tag das Licht brennen lassen muss, dann hilft eine Runde durch die frische Luft immer seine Gedanken zu sortieren. Mir persönlich fehlt dies im Augenblick ganz besonders. Die Verletzung ist noch nicht 100%ig auskuriert und ich muss mich schwer zügeln um nicht meine Laufschuhe anzuziehen um eine Runde zu drehen. Ich weiß dass dies definitiv das Leiden letztendlich nur noch verlängern würde. Also übe ich mir immer wieder in Geduld und hoffe dass die Leidenszeit endlich ein Ende nimmt.
Wenn man als i-Tüpfelchen dann noch Rückschläge im privaten Bereich einstecken muss und sich das ganze Leben neu orientieren muss, ist es eine harte Prüfung nicht einfach den Kopf in den Sand zu stecken und die Segel zu streichen.

Abtauchen gilt nicht
Abtauchen gilt nicht

Sich in Selbstmitleid baden und Gott und die Welt für seine schwierige Position verantwortlich zu machen. Wäre eine einfache Variante die gerne gewählt wird und meistens auch noch von seinen Mitmenschen getragen würde. Und meine Erfahrung hat gezeigt dass die großen Lebensaufgaben stets dann auftauchen wenn man nicht damit rechnet. Und es kommen in einem Leben verdammt viele auf einen zu.

Aber ich habe durch das Laufen gelernt zu kämpfen. Nicht mit dem Vergangenen und dem Jetzt hadern. Nach vorne schauen und mit dem Wissen gesegnet zu sein dass es weiter geht egal wie weh es manchmal tut. Hinter der nächsten Steigung geht´s wieder den Berg herunter und irgendwann taucht auch wieder das Ziel auf. Und dieses Ziel muss man sich nicht nur sportlich sondern auch privat setzen. Eine Lebensaufgabe als sportliches Ziel zu sehen hilft es zu bewältigen.

Ziele die vielleicht manchmal ganz, ganz weit weg zu scheinen sein. Aber wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass man wesentlich mehr leisten kann als man denkt, dann sollten den sportlichen Erfolgen die privaten Aufgaben auf keinen Fall nachstehen. Es heißt ein Ziel zu definieren, daran zu glauben und es abzuarbeiten. Egal wie lange es dauert. Kämpfen, Dran bleiben und immer wieder Aufstehen und Kämpfen!

Endlich am Ziel
Endlich am Ziel

Wo dieses schweren Aufgaben letztendlich zu bewältigen sind ist zweitrangig. Es werden sich die Prioritäten im Leben stets verschieben. Wenn die privaten Aufgaben nun mal die oberste Priorität haben, dann ist nun mal so. Dann wird das Laufen als Unterstützung und Quelle der Kraft genutzt. Raus gehen und sich die Seele aus dem Leib laufen hilft manchmal ungemein. Es bläst den Kopf frei und hilft die schwierigen Dinge wieder neu anzugehen. Aber auch dafür muss man Gesund sein und entsprechende Geduld aufbringen.

Sehen wir das Leben doch einfach als einen ewigen Etappenlauf. Ein Lauf der sich aus vielen kleinen Zielen zu einem großen gesamten Lebensziel zusammensetzt. Es wird schlechte Etappen geben. Es wird sogar Etappen geben die man ausfallen lassen muss. Aber letztendlich wird man den gesamten Weg gehen müssen. Ob man will oder nicht. Es gibt keine Abkürzungen.

Manchmal muss man einfach durch!
Manchmal muss man einfach durch!

Also nehmen wir die nächste Etappe in Angriff. Egal wie schwierig sie scheint. Das Terrain ist unbekannt, aber Tag für Tag lernen wir die aktuellen Lebensaufgaben neu zu bewältigen. Neue Erfahrungen helfen wieder weiter zu kommen und das nächste kleine Etappenziel zu erreichen. Und wenn wieder ein Ziel erreicht, sei es noch so klein, dann sollte man dies auch gebührend feiern.

Und so werden wir auch zukünftig alle Lebensaufgaben sportlich angehen und hoffentlich auch positiv finishen.

Gehen wir´s an!

Positiv die Sache angehen!
Positiv die Sache angehen!

 

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24Dez/14Off

Mein Laufjahr 2014 ist definitiv orange

Neu auf dirosports:

Wenn ich lediglich die zweite Jahreshälfte 2014 als Anlass nehmen würde, dann sollte sich ein sportlicher Rückblick auf mein Laufjahr 2014 nicht lohnen. Aber wenn ich das ganze Jahr 2014 und im Besonderen die erste Hälfte des Jahres nehme, dann war´s ein erfolgreiches und vor allem ein spannendes Laufjahr 2014. Also versüße ich mir die letzten, mageren Wochen in diesem Jahr mit den vergangenen, aber keinesfalls vergessenen Highlights aus 2014.

Sensationeller Beginn des neuen Jahres mit knapp 330 Laufkilometern im Januar. Fast jeden Tag gelaufen und ordentlich Grundlage für die kommenden Ereignisse gelegt.

Es folgte ein “Standard-Februar” mit erkältungsbedingten 172 Laufkilometern. Auf Grund der krankheitsbedingten Pause noch immer voll im Plan.

Im März wurden noch ein paar weniger Kilometer laufend absolviert. Auch hier gab´s krankheitsbedingt wieder eine Pause. Dafür wurde wieder mal das Mountainbike bewegt.
Gegen Ende des Monats war die Form aber wieder im Plan und alles lief bestens.

Der April brachte wieder reichlich Kilometer unter die Laufschuhe. Die Vorbereitung stimmte und letztendlich gab es mit dem 12-Stundenlauf an den Salinen in Bad-Dürkheim und dem direkt folgenden Hamburg Marathon zwei Highlights für das Laufjahr 2014.

Laufen bedeutet Spaß Sitzen geht prima.... Ich habe fertisch....

Die letzte Woche mit dem 12-h-Lauf und dem Hamburg Marathon war mit knapp 130 Laufkilometer meine bisherige intensivste Laufwoche seit ich die Laufschuhe schnüre und die drei Tage in Hamburg mit den Mizuno Runbirds waren einfach der Hammer. Dafür nochmals ein dickes, fettes Danke an Mizuno.

vlcsnap-2014-05-06-17h48m26s188 IMG_2156 .. Felix Keny als Gast .... grandiose Aussicht über Hamburg ... zum Hamburg Marathon 015523b88d49e02811d3b63bfc64332666ddee90ea Mizuno auf der Messe

Im Mai hieß es Kräfte sammeln und es einfach Laufen lassen. Form bewahren und sich innerlich auf mein absolut geilstes Event im Laufjahr 2014 einzustimmen.

Und dann kam der Juni mit meinem absolutes Highlight im Laufjahr 2014. Am heißesten Pfingsten seit der Wetteraufzeichnung und am heißesten Tag im ganzen Jahr. Mein erster 100er beim Bambinilauf der TorTourdeRuhr stand auf dem Programm. Für mich und meinen treuen Begleiter war es wirklich ein absoluter Höhepunkt in diesem Jahr. Für mich definitiv DAS HIGHLIGHT meiner bisherigen Läuferkarriere. Mein Laufjahr 2014 ist definitiv ORANGE!

Wenn ich mich zurück erinnere treibt`s mir noch immer den Schauer auf den Rücken und die Freudentränen in die Augen. Hammer! Dafür hat sich jeder Trainingskilometer die letzten Jahre gelohnt!

DSCN1176 vlcsnap-2014-06-11-19h19m41s77 VP 188/58 Baldeney See es wurde noch heißer... Best Supporter! nur noch ein Kilometer! Gemeinsam zum VP 188/58 Trinken war das A und O Just Friends.... Muhhhhhh.... Vegan? .... und kein Schatten! Kurz vor VP Baldeney See Alternative Kopfbedeckung! nur noch..... Von weitem erkennbar! Letzter VP 207/77 A52 Bergfest! Endlich mal getroffen! VP 174/44 Wat läuft Wat Läuft! Die Ruhr!

Danach fällt man sportlich ein wenig in ein Loch was Motivation und Disziplin betrifft. Trotzdem kam noch im selben Monat ein weiteres Best Off auf mich zu. Das Bloggertreffen am Brocken.

Ein geniales Treffen von Laufbloggern im Harz. Selten so viel Spaß gehabt und hoffentlich nicht das letzte seiner Art. Solche Veranstaltungen sind das Salz in der “Laufbloggersuppe!”

...immer weiter! vlcsnap-2014-06-22-16h55m04s212 ..weiter nach oben... Die war für die "Anderen"! Dokumentation ist wichtig. Auf geht´s.... Bleibt unter uns... Bloggercamp2014 - Coole Truppe Laufblogger on Tour! Startvorbereitungen - Frohes Satellitensuchen! Kenia-Gute-Nacht-Geschichten Brockenbezwinger Teilweise waren wir auch links! Natur pur!

Und dann hat´s sich auch schon mit den erwähnenswerten Ereignissen in meinem Laufjahr2014. Wenn man die Intensität der Highlights bewertet dann reicht dies auch für ein Jahr. Nicht desto trotz hätte ich läuferisch gerne das Level gehalten. Aber Probleme mit meinem Fuß ließen dies nun mal nicht zu.
Zwar waren noch ein paar ordentliche Kilometer als Vorbereitung für den Frankfurt Marathon dabei, aber letztendlich habe ich mit dessen Absage gesundheitlich die richtige Entscheidung getroffen.
Es fällt zwar schwer einen Lauf abzusagen, aber noch schwerer wiegt es wenn man seine Gesundheit aufs Spiel setzt.

Und so blicke ich eigentlich gerne auf das zurückliegende Jahr 2014. Ich nehme die vielen tollen Erlebnisse mit ins neue Jahr. Erlebnisse bei denen ich viele meiner Leser auch live getroffen habe. Erlebnisse mit vielen tollen, interessanten, verrückten und liebenswerten Zeitgenossen die eines gemeinsam verbindet. DAS LAUFEN!

Und so werde ich mit ein bisschen gutem Willen vielleicht sogar noch die 1.900 Laufkilometer für 2014 voll bekommen. Die fehlenden 20 Kilometer sollten wohl noch machbar sein.
Und wenn´s nicht ganz klappt, dann freue ich mich auf 2015.

Auf eine neues und hoffentlich genauso tolles Jahr wie 2014. Ich hoffe dass meine Leser mir weiter treu bleiben und ich vielleicht die/den Eine/n oder Andere/n persönlich kennenlernen darf. Am liebsten natürlich bei einem gemeinsamen Lauf.

Danke für Alles was ich 2014 erleben durfte!

Ich wünsche all meinen Lesern, Freunden und allen Läufern ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen großen Sack voller Gesundheit!
Die Gesundheit ist unser höchstes Gut. Wer Gesundheit geschenkt bekommt, kann das Leben in vollen Zügen genießen!

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5Sep/14Off

Ultralauf – Wie kommt man auf so was?

Neu auf dirosports:

Als ich 2007 mit dem Laufen begann, waren meine allerersten durchgelaufenen 5 Kilometer mein absoluter Stolz. An Strecken die jenseits der 10 Kilometer lagen, dachte ich damals noch gar nicht. Das es Dinge gibt die jenseits des Marathons liegen ahnte ich noch nicht einmal.

Durch das Laufen habe ich sehr viel Gewicht verloren, und nach und nach wurden die Strecken immer länger. Es machte Freude zu laufen und die Wälder zu erforschen. Das Gewicht wurde weniger und der Drang nach Bewegung mehr.

Irgendwann packt einen die Lust nach einem Wettkampf. Was habe ich wirklich drauf und wie schneide ich gegenüber anderen ab?
Entsprechend hatte ich 2008 meinen allerersten Wettkampf. Einen Halbmarathon, den ich nach über zwei Stunden mit der Erkenntnis abschloss, „Mehr geht absolut nicht“! Nie mehr wieder!

Schöne Zeiten beim HM in Darmstadt
Schöne Zeiten beim HM in Darmstadt

Der Kampf und das Gegeneinander hatten mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Für die meisten ist das Wort Wett“kampf“ nicht nur eine Worthülse. Hier geht es Mann gegen Mann und Frau gegen Frau. Und ich hatte für solch einen Kampf nicht die geeigneten Waffen. Schnell würde ich wohl nie laufen können. Dazu fehlten mir neben dem Talent auch noch die körperlichen Voraussetzungen. Den Rest erledigte mein Asthma. Also richtig Spaß machte es nicht.

Im Januar 2009 traf ich mich mit einem Bekannten den ich vom Bloggen her kannte. Er war bei uns in der Nachbarschaft bei einem 50km Ultralauf. Eine für mich unvorstellbare Distanz. Und die Vorstellung diese 50 Kilometer auch noch auf einer 5km Runde im Kreis zu absolvieren, produzierte noch mehr Kopfschütteln! Entsprechend aufgeregt und mit den Aussichten auf ein Volk voller eigenartiger und verrückter Menschen begab ich mich zum Veranstaltungsort.
Als ich jedoch erlebte was Ultralauf für die meisten wirklich bedeutet, musste ich meine Meinung dazu schnell revidieren. Und zwar in Bezug auf das Laufen selbst UND auf die vielen Verrückten die es mit Begeisterung praktizieren. Es war eine tolle Begegnung mit lauter „positiv verrückten“ Läufern.

Rodgau 2011 RLT Rodgau Ultramarathon 50km Ultra Rodgau 2011

Kein „Hufescharren“ und Stress in der Startaufstellung wie ich es bisher kannte. Kein Drängeln und Schubsen. Ich habe eine Startaufstellung gesehen in der anscheinend jeder jeden kannte. Es wurde gequasselt und gelacht. Selten habe ich so viele Menschen gesehen die Spaß hatten. Es sah so aus als wollte man gar nicht aus den Startlöchern. Alleine die Tatsache dass man sich wieder mal trifft war für die meisten schon Freude genug.
Und eine Entscheidung reifte in mir, die letztendlich weitreichende Folgen auf mein Laufen und meine Einstellung zum Laufen hatte.
Ich wollte Teil dieser „positiv verrückten Laufgemeinde“ werden.

Plötzlich war nicht mehr das Ergebnis des Laufens das wichtige, sondern das Laufen selbst. Nicht schnell ist bei den meisten die Devise, sondern lang heißt das Zauberwort. Die Kräfte einteilen und den Schweinehund besiegen. Nicht die Beine sondern der Kopf wird eines der wichtigsten Dinge beim Ultralauf.
Ich hatte „mein Laufen“ entdeckt. Auf einmal waren die fehlenden Voraussetzungen kein Thema mehr. Geduld und Ausdauer waren gefragt um Dinge zu erreichen bei denen einem früher schon alleine die Vorstellungskraft fehlte.

Dies bedeutet aber auch ein völlig anderes Training. Lange, langsame Läufe prägen den Alltag. Die Basis wird mit den Umfängen gesetzt. Nicht immer ganz einfach zwischen Familie und Beruf die erforderlichen Trainingseinheiten zu platzieren. Die langen Läufe finden an den Wochenenden statt, und der Weg zur Arbeit wird ab und an auch als Trainingseinheit laufend absolviert. Irgendwie kriegt man die nötige Grundlage zusammen. Und auf Grund des geringen Tempos kam mir die Sache sehr entgegen.

Trotzdem kamen Rückschläge und Verletzungen. Die Folge wenn man keine Geduld aufbringt. Eigentlich klar, dass man für eine Sportart deren Hauptbestandteil Geduld ist, auch im Training entsprechende Geduld üben sollte. Mein Körper war nach vielen Jahren ohne Sport überhaupt nicht in der Lage die großen Umfänge zu verarbeiten.
Das Herz- Kreislaufsystem stellt sich relativ schnell auf die Veränderungen ein. Die Muskulatur braucht das schon wesentlich länger.
Aber der entscheidende Punkt sind die Bänder und Sehnen. Bis sich diese an die Belastungen gewöhnt haben braucht es teilweise Jahre an regelmäßigem Training. Und so war die Zeit des Einstiegs in den Ultralauf auch eine schmerzhafte Lehrzeit. Aber nach und nach gewöhnte sich der Körper an die Belastungen. Man lernte sich und seinen Körper besser kennen und gab ihm dann auch die Zeit sich zwischen den Belastungen zu erholen. Eine Zeit des Lernens, dass man auf seinen Körper hören muss und sich nicht an anderen Sportlern orientieren sollte. Dazu sind Menschen einfach zu individuell um hier gleiche Voraussetzungen zu haben.
Und die Zeit des Lernens sollte beim Ultralaufen nie aufhören!

Als ich meinen allerersten 50km-Lauf in 5 Stunden und 42 Minuten absolviert hatte war ich der stolzeste Mensch auf diesem Planeten. Ich hatte das große Glück von einem erfahrenen Ultraläufer begleitet zu werden. Diese mentale Hilfe war für meinen ersten Ultra einfach unbezahlbar. Hier spürte ich das erste Mal was der Satz bedeutet „Ultralaufen läuft im Kopf ab“! Es waren viele Läufe in einem Lauf. Abschnitte in denen ich fest davon überzeugt war, es geht nicht mehr. Um wenige Kilometer später zu erfahren es läuft wieder richtig gut.
Zu lernen dem inneren Schweinehund nicht sofort nachzugeben. Zu lernen, dass nach einem Tief doch noch ein Hoch kommt. Eine Erfahrung die nicht nur auf das Laufen zu beschränken ist.

Ich konnte zwar keinen Meter mehr laufen und der Muskelkater war unbeschreiblich, aber das Gefühl war es gleichfalls.

Wenn man dieses Gefühl und dieses Erlebnis einmal genossen hat, gibt es kaum noch Grenzen nach oben. Die Sucht nach immer längeren Strecken ist geboren und teilweise schwer zu stillen.

Erster Anstieg in Miltenberg
Ultralauf beim Churfrankenlauf

Aus einem anfänglichen Sport wird eine Lebenseinstellung. Eine Lebensphilosophie die sich auf den Alltag überträgt. Man geht Dinge an die man früher für unmöglich hielt. Man überlegt sich Strategien und denkt ein wenig über den Tellerrand hinweg.
Man gewinnt an Selbstsicherheit und an Selbstwertgefühl. Man wird gelassener und ruhiger.
Zeit definiert sich nicht nur auf den Augenblick.
Man lernt Weitblick und Muse.

Für mich ist das lange Laufen, das Absolvieren von langen Etappen, egal ob durchweg laufend oder wenn´s die Umstände erfordern auch wandernd, ein phantastischer Ausgleich zum stressigen Berufsleben. Man hat unendlich viel Zeit nachzudenken und zu philosophieren. Man kann Grenzen ausloten und sich immer wieder überraschen. Und man kann die Natur in Ihrer vollen Schönheit genießen.

Endlich am Ziel
Endlich am Ziel – 100 km Ultralauf bei der TTdR2014

Ultralauf bedeutet für mich das Leben zu genießen!
Nicht mehr aber auch nicht weniger!

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26Jul/14Off

Laufen geht auch noch – Sommerloch Teil 2

Neu auf dirosports:

Nach den rein „kulinarischen Beiträgen“ der letzten Wochen und meinem „Veganprojekt“ wird es Zeit auch mal das Thema Laufen wieder zu vertiefen. Ja ich laufe noch!

Ein bisschen Sorge macht mir mein linker Fuß. Da habe ich ja seit dem Rennsteiglauf 2013 Probleme mit der Ferse bzw. mit der Plantarsehne habe. Nichts schwerwiegendes, aber nach über einem Jahr doch ein wenig besorgniserregend. Die Schmerzen treten hauptsächlich bei Ruhe auf. Während dem Laufen habe ich keinerlei Beschwerden.
Jedenfalls habe ich es endlich geschafft einen Termin Ende August beim Arzt zu vereinbaren damit er sich die Sache mal anschaut. Schließlich möchte ich meinen heißgeliebten Sport noch viele Jahre genießen.

Ansonsten hat der Körper anscheinend die Ernährungsumstellung so langsam „verdaut“. Ich fühle mich wesentlich besser als die letzte Woche und beim Laufen kann ich sogar schon wieder ein bisschen Gas geben ohne dass mir das Herz zum Hals herausspringt. Die Kraft kommt wieder zurück und auch Regenerationsphase wird wieder kürzer. Also rein körperlich alles im positiven Bereich!

Ab August werde ich mich langsam für den Maintal-Ultra vorbereiten. Wieder vermehrt in´s Gelände und auf die Trails. Die Kamera wird dabei sein und ich gehe davon aus, dass ein paar Videos dabei herausspringen werden. Der Sommer ist ja noch lang und ein paar Ideen gibt´s auch noch die umzusetzen sind. Ich freue mich auf jeden Fall darauf wieder Kilometer zu schrubben und einsam durch die Wälder zu tigern.

der Odenwald ruft mit seinen Trails...
der Odenwald ruft mit seinen Trails…

Ausserdem stehen noch einige Produkttests auf meinem Programm. Dann noch die dazugehörigen Testberichte für meinen Blog. Also langweilig ist mir eigenlich nicht.

Meine Vegan-for-Fit-Challenge ist auch am kommenden Wochenende abgeschlossen. Irgendwie freue ich mich darauf das starre Korsett der Attila Hildmann Diät abstreifen zu können. Die Einschränkungen sind schon immens und der Aufwand bei einigen Gerichten sehr hoch. Ich bin mir sicher das vegan und fit auch wesentlich einfacher geht. Aber als Einstieg und als Basis möchte ich dieses Projekt jetzt schon nicht mehr missen. Großer Abschlussbericht folgt!!

Für alle die schon Ihre Ferien genießen können hoffe ich auf „urlaubsgerechtes Wetter“ und natürlich sorgenfreien und genussvollem Sport. Am besten an der frischen Luft.
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Genießt den Sommer!
Keep Running!

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17Jun/14Off

Resümee und ein kleiner Ausblick

Neu auf dirosports:

Das Jahreshighlight ist vorbei und es gilt mit ein wenig Abstand ein Resümee zu ziehen. Weniger ein sportliches Resümee, da stelle ich überhaupt nichts in Frage. Wenn man bei seinem ersten 100er das Ziel erreicht und die Witterungsbedingungen noch dazu nimmt, kann man sich nicht beschweren. Da interessiert mich die Zeit relativ wenig.

Vorbereitung:
Die Vorbereitung war prima. Trotz Bedenken hinsichtlich des „doppelten Wochenendes“ mit 12-h-Lauf und Hamburg-Marathon, waren diese beiden Einheiten innerhalb 72 Stunden letztendlich optimal. Was man noch optimieren könnte, wären mehr lange Läufe an den Wochenenden. Hier wäre es sinnvoll den einen oder anderen über 50 Kilometer mit ins Programm zu nehmen. Letztendlich ist die Basis für einen 100 Kilometer Lauf die Grundlagenausdauer. Und dafür brauchst Du Kilometer, Kilometer, Kilometer……..

Das Problem hierbei ist neben der Zeit die Gefahr dass man zu viel macht. Für mich ist das immer ein Art „Drahtseilakt“. Auf der einen Seite brauchst Du Kilometer, auf der anderen besteht die Gefahr der Überlastung. Für mich ist es immer rätselhaft wie manch einer seine immensen Kilometerleistungen wegsteckt. Ich habe schmerzvoll erfahren müssen, dass mein Körper nach einer hohen Belastung auch ausreichend Ruhe und Regeneration braucht. Und die kriegt er!

Der Lauf selbst:
Letztendlich war der Schlüssel zum Erfolg die optimale Betreuung während des Laufes. Auf Grund der Witterung ist die Zufuhr von Flüssigkeit das allerwichtigste. Stephan und ich hatten abgemacht, dass er mich anfänglich alle halbe Stunde zum Trinken animiert. Als es später heiß wurde haben wir die Intervalle auf 15 Minuten reduziert.
Gerade am Anfang, wenn es gut läuft, besteht die Gefahr dass man das Trinken vergisst und es laufen lässt. Bei den diesjährigen Witterungsbedingungen wäre dies irgendwann nicht mehr zu kompensieren gewesen. Hier hat die Anweisung „von außen“ etwas zu trinken super geklappt!

Ein weiterer Schlüssel war die Entscheidung an den offiziellen VP´s so kurz wie möglich anzuhalten und sich auf keinen Fall hinzusetzen. Am besten ist es langsam weiter zu gehen und sich zu verpflegen. Dies bekommt mir am besten und die Muskulatur bleibt in Bewegung. Ich hätte gegen Ende auch gar nicht gewusst wie ich überhaupt aus dem Stuhl wieder hoch kommen sollte.

Gegessen habe ich relativ wenig. Mein „Frühstück“ bestand aus einem selbst gemachten Chiageel und einem Outsnack-Riegel. Bekömmlich und den Magen wenig belastend.
Unterwegs habe ich mir ein Glas Babynahrung (Karoffel/Pastinake) gegönnt. Geschmacklich zwar die Richtung Pappmaschee, aber sehr bekömmlich und nahrhaft! Beim nächsten Mal vielleicht mit ein bisserl Salz!

Wat Läuft! Kurz vor VP Baldeney See VP Baldeney See Letzter VP - Ruhrtalbrücke vlcsnap-2014-06-11-19h19m41s77 Die Ruhr!

Salz! Auf Grund der extremen Temperaturen war der Mineralverlust durch Schwitzen immens. Also gab es von Anfang an stündlich eine Salztablette. Dazu ab Kilometer 30 öfters einen Schluck Gemüsebrühe. Im kalten Zustand nicht unbedingt lecker, aber dieser hat ja nicht lange angehalten. Ab Mittag war die Brühe warm!
An Isogetränken hatte ich lediglich eine 0,75l Flasche Frubiase Sport dabei. Hat gereicht, obwohl ich die letzten 15 Kilometer gerne etwas mehr an Geschmack gehabt hätte als abgestandenes, warmes Wasser.

An den VP´s habe ich relativ wenig zu mir genommen. Absolute Highlights waren die Salzkartoffel bei Kilometer 58 (Baldeneysee) und das Malzbier bei Kilometer 77 (A52 Ruhrtalbrücke).
Die zwei kleinen Flaschen Cola waren letztendlich eher etwas fürs Gemüt und gegen Ende des Laufes. Man muss hier aufpassen mit dem extremen Zuckergehalt um den Insulinspiegel nicht nach oben zu jagen um kurz danach in den Keller zu fallen. Hier werde ich in Zukunft auf Malzbier zurückgreifen welches wesentlich „weicher“ wirkt.

Best Supporter!
Best Supporter!

Ausrüstung und Kleidung:
Die Farbe schwarz ist zwar schön, aber bei den Temperaturen nicht ganz optimal. Das 2012er TTdR-Shirt hatte den Vorteil, dass das Logo nicht komplett gummiert war. Entsprechend war das „ganze Shirt“ voll funktionsfähig. Bei den neuen Shirts hat man im Brustbereich des Logos extrem geschwitzt.
Die ¾-Tight von Skins war optimal. Hier gab´s keinerlei Probleme. Als besondere Empfehlung kann ich hier noch die Wund- und Schutzcreme von Linola empfehlen. Keinerlei Wunschscheuern trotz des extremen Schwitzens. Bisher das beste Produkt das ich benutzt habe!!

Bergfest! Von weitem erkennbar! Alternative Kopfbedeckung! Trinken war das A und O

Bei meinen Compressport R2 RACE AND RECOVERY Beinlingen bin ich ein wenig verunsichert. Ich hatte nach dem Lauf extrem geschwollen Knöchel und Füße. In erster Linie auf der linken Seite. Hier habe ich den Verdacht, dass der Übergang zwischen Socke und Beinlingen einfach zu viel Druck ausgeübt hat und letztendlich dazu geführt hat das sich Wasser im Fuß- und Knöchelbereich ansammelt und nicht mehr abtransportiert wird. Jedenfalls war die Sache sehr schmerzhaft und unangenehm. Es hat eine gute Woche gedauert bis sich wieder alles normalisiert hat.
Zukünftig werde ich auf Kompressionskniestrümpfe beim Lauf zurückgreifen und direkt nachher die Beinlinge zur Regeneration benutzen. Jedenfalls bei Läufen über 50km!

Die Hokas waren ohne Tadel. Selbst als ich gegen Ende das Gefühl hatte die Schuhgröße hat sich verdoppelt. Alles prima. Fußtechnisch, ohne das Problem der Wassereinlagerung, alles im Lot. Keine Blasen an den Füßen ist schon mal viel wert!

Von den ausprobierten Kopfbedeckungen war letztendlich die gute, alte Schirmmütze der Lauffreunde aus Rodgau das Beste. Ab und an im kühlen Ruhrwasser getränkt hat sie verhindert dass das letzte bisschen Hirn auf den 100 Kilometern verbruzzelt.
Was ich mir vielleicht noch zulege ist eine Schirmmütze mit Nackenschutz. Das wäre dann perfekt!

Als Brille nutze ich ja die Sziols und kann wie bereits in der Vergangenheit nur Positives berichten. Meine Sportbrille, gerade wenn es sich auch um erforderliche Sehhilfen handelt, ist definitiv nur noch Sziols!

Fazit:
Letztendlich ist das wichtigste die innere Einstellung und das Funktionieren des Teams gewesen. Ich konnte mich blind auf meinen aufopferungsvoll kämpfenden Betreuer Stephan verlassen. Und ich wollte die Rheinorange sehen. Egal wie! Aufrecht und aus eigener Kraft.
Der Wille ist vielleicht das wichtigste was uns zu Verfügung steht. Der Wille etwas zu erreichen obwohl der Körper eigentlich nicht mehr kann. Sagt er zumindest in immer kürzer werdenden Abständen!

  • Wenn man weiß, dass viel mehr in einem steckt als dass was man bisher kennt.
  • Wenn man sich sicher ist, dass nach einer schlechten Stunde auch wieder eine gute kommt.
  • Und wenn man weiß, dass das Gefühl am Ziel einfach für alles entschädigt was man während des Laufes ertragen hat.
  • Dann schafft man Dinge, die man vor ein paar Jahren als absolut unmöglich gehalten hat.

Und das Gefühl am Ziel eines Traumes angekommen zu sein, ist nur vermittelbar wenn man es selbst einmal erlebt hat.
Dabei ist es meiner Meinung nach völlig egal wie dieses Ziel aussieht. Ob 5 Kilometer, ob Marathon, ob 100 Kilometer oder auch 230 Kilometer. Das Ziel legt jeder selbst für sich fest. Ganz alleine und ganz persönlich. Schaut nicht nach anderen, schaut auf Euch. Hört in Euch hinein und sucht die versteckten Wünsche und Träume. Und wenn Ihr sie gefunden habt arbeitet an deren Realisierung. Denn Träume und Wünsche zu erfüllen ist eine der befriedigendsten Dinge die ich kenne. Ein erfüllter Traum setzt Kräfte in Euch frei. Kräfte die euch im täglichen Leben nach vorne bringen und die Euch zeigen was alles in Euch steckt!

Und mein nächstes Ziel ist die Gürtelschnalle bei der TTdR 2016. Wenn sie denn stattfindet. Die 100 Meilen als nächstes Ziel. Es ist ein Traum, kein Muss. Aber ohne Träume fehlt etwas im Leben.

Muhhhhhh....
Muhhhhhh….

Aber im Augenblick genieße ich noch das erreichen meines letzten Zieles. Und dies mit stolz geschwellter Brust und dem Gefühl „fast“ alles richtig gemacht zu haben!

Der Beitrag Resümee und ein kleiner Ausblick erscheint auf dirosports.

27Mai/14Off

Läufer – auch nur Menschen!

Neu auf dirosports:

Läu­fer, der

Wortart: Substantiv, maskulin#

- jemand, der das Laufen als sportliche Disziplin betreibt, an einem Laufwettbewerb teilnimmt
- (Fuß-, Handball veraltend) Spieler, der die Verbindung zwischen Stürmern und Verteidigern herzustellen hat
- längerer, schmaler Teppich, besonders in Gängen und auf Treppen
- Schachfigur, die man nur diagonal bewegen kann
- (Technik) sich drehender, rotierender Teil von bestimmten Geräten oder Maschinen

Als ich im Oktober 2007 meine Laufschuhe schnürte und mich auf den allerersten grausamen Kilometer meiner Laufkarriere machte, dachte ich nicht im Traum daran wo dies alles einmal hinführen würde. Ich war nach dem ersten Lauf, wenn man diesen als solchen überhaupt bezeichnen konnte, froh dass ich noch lebte.Aber irgendwie hat mich das Laufen in seinen Bann gezogen. Nicht das Laufen alleine. Ich denke es gehört einfach ein wenig mehr dazu als ein Bein vor das andere zu setzen um Leidenschaft zu entwickeln.
Es sind vielmehr die ganzen Menschen die ich durch das Laufen kennengelernt habe. Völlig unterschiedliche Menschen mit völlig unterschiedlichem Hintergrund.

Dicke, dünne, große, kleine, reiche, arme, weiße, schwarze, runde, eckige, schwule, lesbische, hetero, langhaarige, glatzköpfige, bärtige, hübsche, häßliche, mit Bauch, ohne Bauch, tätowierte, nette, unangenehme, kluge ………

Sie laufen schnell, langsam, bergauf, bergab, rückwärts, barfuß, mit Socken, ohne Socken, mit GPS oder ohne, im Regen, in der Hitze, in der Kälte, in den Bergen, in der Heide, in den Städten, auf den Dörfern, in der Wüste, im Schnee …….

Es sind Menschen die in sich Ruhen, die Freude am Leben haben, die Getrieben sind vom Laufen, die den Genuss über alles stellen, die Gewinnen wollen, die einsam in der Masse laufen, die zähnefletschend am Start stehen, die Ihren Spaß haben wollen, die Ihren Exhibitionismus ausleben, die einfach dabei sein wollen oder vielleicht auch nur nicht einsam sein wollen!

Menschen die Träume verwirklichen oder Ihnen ewig hinterherrennen. Menschen die Statistiken erstellen die ganze Festplatten füllen. Menschen die stets auf der Suche nach einem Kick sind. Menschen die sich beweisen wollen. Menschen die neu anfangen wollen oder einfach nicht mehr aufhören können. Menschen die ihrem Leben davonlaufen. Menschen die Ihr Leben neu erlaufen.

Läufer
Läufer

Aber alle haben eines gemeinsam. Es sind Läufer.
Und durch das Laufen habe ich viele von Ihnen kennengelernt. Habe eine andere Sicht auf das Leben kennengelernt als das was ich vorher kannte. Habe mein Leben verändert.

Die einen meinen positiv, die anderen negativ. Die einen sind Läufer oder kennen mich sehr gut, die anderen hatten Ihren Spaß mit mir vor meinem ersten Lauf.
Ich persönlich genieße mein jetziges Leben. Das Laufen hat mir geholfen. Hat mir gezeigt dass es sich immer lohnt seine Ziele zu verfolgen. Das nach Schmerz auch wieder Freude kommt. Und das Geduld eine ganz vorzügliche Lebensgrundlage ist.

Und nun stehe ich fast sieben Jahre nach meinem gruseligen Einstand in mein Läufer-Leben vor einer weiteren Herausforderung. 100 Kilometer am Stück zu laufen.
Eine Strecke von Wiesbaden nach Koblenz. Für mich immer noch ziemlich unglaublich und ich bin mir noch nicht 100%ig sicher ob die ganze Strecke nur Spaß machen wird. Aber eines weiß ich gewiss.

Ich werde wieder ganz, ganz viele Läufer treffen. Und die sind es, die letztendlich die 100 Kilometer zu einem Erlebnis machen werden.

Egal wie es ausgeht!

Der Beitrag Läufer – auch nur Menschen! erscheint auf dirosports.

18Mai/14Off

TorTourdeRuhr 100 – Noch drei Wochen

Neu auf dirosports:

Noch drei Wochen bis zur TorTourdeRuhr und meinem ersten 100Kilometerlauf. Bisher bin ich mit meiner Vorbereitung zufrieden und außer dem einen oder kleinen Zieper passt alles. Der 12h-Lauf mit nachfolgendem Marathon hat prima geklappt.

Also alles im Lot und alles im Plan. Soweit man das denn so planen kann. Schließlich kann ich nicht in die Zukunft schauen und kann nur Sorge tragen das ich gut vorbereitet bin.

Die letzten drei Wochen waren abwechselnd hochbelastend und dann wieder regenerativ. Dies ist mir sehr gut bekommen, vor allem wenn ich in der Regenerationsphase einfach auf meinen Körper höre. Der sagt mir eigentlich ganz gut og ich ne Runde laufen soll, oder ne Runde mit dem Bike fahre, oder mich sogar einfach auf die Couch lege. Das habe ich die Tage nach den beiden großen Events ausgiebigst gemacht.

die letzten vier Wochen
die letzten vier Wochen

Die nächste Woche stehen noch zwei Tage auf meiner Planung an denen ich jeweils Morgens zur Arbeit hinlaufen und Abends wieder zurücklaufen möchte. So wie´s aussieht spielt das Wetter wohl auch mit.
Dies wäre die letzte härtere Woche vor der TorTourdeRuhr bevor es heißt locker zu bleiben und ein wenig zurück zustecken.

Drittletzte Trainingswoche vor der TorTourdeRuhr
Drittletzte Trainingswoche vor der TorTourdeRuhr

Es ist noch einiges zu organisieren und für meinen ersten 100er zu planen.
Was nehmen wir mit…..?
Wie sieht die Verpflegung aus….?
Wie wird das Wetter….?
usw, usw……..

Die Spannung steigt und die Freude natürlich auch. Das wichtigste ist gesund zu bleiben und positiv nach vorne zu schauen!

TorTourdeRuhr wir sind bereit!

Der Beitrag TorTourdeRuhr 100 – Noch drei Wochen erscheint auf dirosports.

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