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17Jul/16Off

Homerun – Endlich mal wieder ein Laufbericht

Neu auf dirosports:

Mein Homerun!

Für einen richtigen Laufbericht gab es die letzten beiden Jahre nicht unbedingt viele Anlässe. So richtig spannendes war nicht wirklich dabei. Aber mein heutiger Sonntagmorgenlauf wurde endlich mal wieder mit Kamera absolviert. Zudem wollte ich endlich mal wieder eine Sightseeing-Tour durch die heimischen Wälder unternehmen. Und so ein 20er sollte es in Anbetracht des Frankfurt Marathons Ende Oktober auch mal wieder sein.

Die ersten Meter zeigten mir dass es heute nicht unbedingt locker werden sollte. Ob es jetzt am extrem schwülen Wetter lag oder an etwas anderem kann ich nicht sagen, jedenfalls war es ein hartes Stück Arbeit bis der HM im Sack war.

Der erste Anstieg viel schon ziemlich schwer!
Homerun - Endlich mal wieder eine schöne Runde zu Hause!
Grün satt!
Sieht noch ganz locker aus - War´s aber nicht!

Schön war die Streckenführung, welche mich durch teilweise fast vergessene, wunderschöne Stellen in unserer Ecke brachte. So ab und an ein Homerun in nächster Umgebung muss nun wieder öfters durchgezogen werden. Warum immer in die Ferne schweifen, wenn dass Schöne um die Ecke liegt.

Start war bei eigentlich angenehmen Temperaturen gegen 7:00 Uhr. Nüchtern wie immer am frühen Morgen, jedoch wenigstens mit zwei 250ml Flaschen Isogetränk im Gürtel Richtung Gemeindewald. Schon bei der Ankunft im Wald nach 2 Kilometern war ich durchgeschwitzt. So richtig rund lief es nicht, aber ich wollte unbedingt. Und so ging es schwerfällig die ersten Anstiege hinauf, immer schön locker und die Kamera griffbereit. Der morgendliche Wald bot genügend Motive. Und die zwischenzeitlichen Fotopausen kamen mir nicht ungelegen.

Homerun
Homerun

Nach 8 Kilometern kam ich an der Grube Prinz von Hessen an. Fast noch frei von Besuchern am frühen Morgen.

Am Seeufer und im Schatten lies es sich aushalten
Blicke auf den See
Grube Prinz von Hessen

Lediglich ein paar Frühschwimmer drehten Ihre Runden im erfrischenden Nass. Spätestens in ein paar Stunden wird der Strand wohl eng belegt sein.

Alles noch so friedlich
Alles noch so friedlich
Still ruht der See
Still ruht der See

Danach lief es ein paar Meter auf dem Radweg Richtung Dieburg. Mit den Hokas laufe ich eigentlich gerne auf Asphalt. Und nach den bisherigen Waldwegen ein bisschen Zeit die Gedanken schweifen zu lassen.

An der Kreuzung nach Messel entschloss ich mich kurzfristig noch einen Abstecher zum Unesco-Kulturerbe Grube Messel zu machen. Ich war zwar schon öfters dort, aber dort hingelaufen bin ich bisher noch nie. Und so hatte sich mein Homerun schon mal wieder gelohnt.

So richtig frisch war ich nicht mehr
UNESCO Weltkulturerbe Grube Messel
Eingang zum Weltkulturerbe
Das Museum
Blick vom Dach des Museums in die Grube
Fotopause auf dem Museumsdach
Drehstein
Blick in die Vergangenheit!

Dann wieder zurück zum Radweg. Hinauf zur Dieburger Moret. Arghhhhhhh. Hat ganz schön Körner gekostet bis ich oben war, zumal ich voll in der Sonne lief. Die beiden Getränkeflaschen waren schon fast aufgebraucht und ich freute mich auf die Kilometer wieder hinunter Richtung Heimat.

Die Fotopausen nahmen zu..
Die Fotopausen nahmen zu..
... aber es gab ja auch lohnenswerte Motive!
… aber es gab ja auch lohnenswerte Motive!

Der nächste Stopp, bei dem der Rest Flüssigkeit aus den Getränkeflaschen ausgepresst wurde war am Freizeitzentrum in Dieburg. Auch hier war es am Morgen noch ruhig bevor die Massen von Grillern sich über das Freizeitgelände hermachen. Schön wenn man seinen Homerun am frühen Morgen absolviert. So kann man die einzelnen Plätze noch relativ einsam und in Ruhe genießen. Etwas was ich sehr zu schätzen weiß. Genießen und durchatmen!

Letzter Getränkestopp am Freizeitzentrum Dieburg
Letzter Getränkestopp am Freizeitzentrum Dieburg

Die letzten Kilometer nach Hause waren dann echt anstrengend. Der Nüchterlauf kostete jetzt echt Kraft und nach gut zwei Stunden hatte ich nicht mehr viel zu zusetzen. Die ersten Gehpausen mussten einfach sein. Gleich quittiert mit blutigen Bissen der Bremsen. Also einfach so stehen bleiben war auch nicht.

Akku war alle!
Akku war alle!

Also quälte ich mich die letzten Kilometer mehr Schlecht als Recht nach Hause. Man kennt das ja wenn der Akku alle ist. Der Kopf muss nun die Arbeit verrichten, da der Rest einfach nicht mehr kann!

Aber wenn man es geschafft hat ist alles vergessen. Das gute Gefühl mal wieder etwas geleistet zu haben und einen tollen Morgen erlebt zu haben lässt schnell regenerieren. Und den Rest erledigt das wohlverdiente Frühstück!

Die Erholung kam schnell über die Freude!
Die Erholung kam schnell über die Freude!

Ich bin mir absolut sicher dass dies in ferner Zukunft nicht der letzte Homerun war. Es wird hoffentlich die nächsten Wochen viele solcher Läufe geben. Es gibt noch viel zu entdecken und zu erzählen!

Bis die Tage!

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2Jul/16Off

Laufbloggercamp 2016 – Europameister, Brockenstürmer und Zecken

Neu auf dirosports:

Ich durfte nun schon zum dritten Mal zum Laufbloggercamp in den Harz und ich muss sagen das Laufbloggercamp 2016 war wieder einmal ein voller Erfolg.
Zwar ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Harz nicht gerade einfach, aber ein bisschen Abenteuer schadet ja nicht. Und mit der entsprechenden Gelassenheit klappt´s eigentlich jedes Jahr.
Nachdem ich Hannes am Hauptbahnhof in Frankfurt aufgesammelt hatte ging´s mit dem ICE nach Göttingen. Dort konnten wir trotz erster sportlicher Einlage unserem Zug nach Walkenried nur noch hinterherwinken. Shit happens! Die schön geplante Anreise von Walkenried bis zur Heimathütte Hohegeiß war somit Makulatur. Den letzten Bus konnten wir uns dementsprechend in die Haare schmieren. Für Hannes weniger tragisch. Er wollte von Herzberg aus die 30 Kilometer zur Heimathütte laufen. Ich musste zusehen wie ich mich und unser Gepäck in die Heimathütte bringe.
Zum Glück waren Daniel, Eddy, Jan-Philipp und Michael schon vor Ort und Daniel holte mich netterweise am Bahnhof ab.

Veganer Würstchenbaum an der Heimathütte Online! Ankunft an der Heimathütte

So konnte für mich das Laufbloggercamp 2016 beginnen!

 Freitag der 24.06.2016 
Nachdem ich als Seniorenbeauftragter mein Betreuerzimmer bezogen hatte, hierfür nochmals allen Teilnehmern für Ihr seniorenfreundliches Verhalten ein ganz großes Dankeschön, konnte ich die bereits anwesenden Teilnehmer noch mal herzlichst begrüßen.

 Eigentlich war von meiner Seite noch eine kleine Einstiegsrunde von ca. 9 Kilometern geplant, aber auf Grund der angekündigten Gewitter habe ich mich bereit erklärt unsere Unterkunft zu überwachen, während Eddy, Daniel und Jan-Philipp sich auf den Weg machten um eine gute Stunde später Mister Wet-T-Shirt zu küren.

Mister Wet-T-Shirt Contest Mister Wet-T-Shirt Contest


So nach und nach trafen die einzelnen Teilnehmer aus ganz Deutschland ein und wie jedes Jahr gab es bei den „Frischlingen“ keinerlei Berührungsängste. Laufblogger sind einfach eine große Familie.
Zum Abschluss des Tages gab es am Lagerfeuer viel zu erzählen.

Brennt!
Brennt!

 Samstag der 25.06.2016 
Nachdem spät in der Nacht noch Jan Fitschen mit seiner Familie eingetroffen war und ein paar Rangierübungen mit seinem Wohnmobil praktiziert hatte, waren wir am Samstagmorgen komplett. 17 Laufblogger plus Jan´s Frau Heike mit Töchterlein füllten den Frühstücksraum und bereiteten sich auf den obligatorischen Samstaglauf vor. Ich hatte eine gemütliche Senioren- und Genussrunde um die 20km geplant, Hannes wollte mit Jan Philipp und den Running Twins Marek und Henrik auf den Brocken.

Die Brocken-Bezwinger brechen auf!
Die Brocken-Bezwinger brechen auf!

Und so machten sich gegen 10:00Uhr bei schönem Wetter zwei Gruppen auf zur Erkundung des Harzes. Judith, Michael und Heike nebst Töchterlein absolvierten eine schöne Wandereinheit.

Vollster Einsatz auch beim Fotografieren Sammeln zum Laufen Empfangschef beim LBC2016

Mit mir machten sich noch Eddy, Heimo, Andreas, Jan, Philipp, Daniel, Martin, Thomas, Carola und Caroline auf die knappe Halbmarathonstrecke durch den Harz. Ausschließlich geführt durch die Navi-Funktion meines Polar V800. Und ich muss feststellen, dass hat Polar sauber hingekriegt. Hat zwar ein wenig gedauert, aber die Navigation war absolut genial und ohne Probleme nachzulaufen. In unbekanntem Terrain hat mich die Funktion total überzeugt und wird definitiv in Zukunft öfters genutzt!

Bei 100% Luftfeuchtigkeit und Heerscharen von Schnacken, Bremsen und sonstigen bissigen Flugtieren wurden die Gehpausen relativ kurz gehalten. Glücklicherweise sind immer ein paar Teilnehmer dabei die für den Rest als „Lockmittel“ fungieren und die Plagegeister regelrecht anziehen. Dafür danke ich noch mal persönlich.

Kameramann Senioren- und Genussrunde am Samstag Steigungen im Harz Singeltrails im Harz Landschaftlich einfach schön Fundstücke Genießen im Harz

Ein weiterer,  sehr verbreiteter Plagegeist in den wilden Wäldern des Harzes sind die Zecken. Trotz größter Anstrengungen schafft man es einfach nie ohne ein paar dieser Mistviecher aus dem Harz zurückzukehren.
Die ausgesuchte Strecke war zwar anspruchsvoll, aber auch sehr abwechslungsreich und prima zu laufen. Von breiten Waldwegen bis zu schmalen Singletrails war alles dabei. Und so kamen wir nach 3 Stunden zwar zerstochen aber zufrieden an der Heimathütte wieder an. Passend zum einsetzenden Gewitter.

Dieses Gewitter nahmen übrigens die Teilnehmer der Brockenrunde bei Ihrem Lauf mit. Hannes, Marek, Henrik und Jan Phillip stürmten wie jedes Jahr erfolgreich den Brocken. Ehre wem Ehre gebührt!

Nachdem der Mittag von jedem der Suche nach Zecken absolviert wurde, freute man sich schon auf die Befeuerung des Grills. Mit unserem passionierten Grillmeister Daniel schon im letzten Jahr ein schönes Erlebnis. Als kulinarischen Höhepunkt kredenzte uns Jan noch sein berüchtigtes berühmtes Ugali, eine kenianische Läufergrundnahrung welche vielleicht mit ein wenig Gewürz für europäische Gaumen einigermaßen genießbar wäre. In der ungewürzten Originalfassung würde ich eher Steckdosen mit einputzen. Zum Glück habe ich ja keine große läuferischen Ambitionen mehr und komme ohne dieses Wundermittel über die Runden.

Märchenstunde mit Jan! Märchenstunde mit Jan! Da hatte jemand Spaß am Feuer machen! Grillmeister mit Werbeeinlage Ugali! Grillmeister in seinem Element! Wohlverdientes Entspannen! Vorbereitung unseres Grillmeisters! Grillmeister mit Werbeeinlage Guten Hunger! Für jeden war was dabei Ging weg wie nix.... ;-) Immer voller Einsatz beim Laufbloggercamp2016 Entspannt Holzdieb Isotonischer Durstlöscher Grill den Fitschen! Ugali Der Holzmichel! Weg war er..... Relaxed

Passend zum Abschluss des Grillens kam dann der große Schauer, welcher aus unserer Feuerhütte aus dem weiteren Abend keinen Schaden zufügen konnte. Die Zeit verflog bei Geschichten aus Kenia wie im Fluge und das eine oder andere Kaltgetränk wurde vernichtet. Ein wunderschöner Abschluss des Tages an dem es viel zu erzählen und zu lachen gab.

Das Buch zum Nachlesen der Keniageschichten für die welche leider nicht am Laufbloggercamp teilnehmen können gibt´s hier. Auch als Geschenk für Läufer die sonst schon alles haben immer gerne genommen!

Sonntag der 26.06.2016 
Auch das schönste Laufbloggercamp ist einmal zu Ende und es heißt wieder einmal Abschied nehmen. Nach einem ausgiebigen Frühstück verteilten sich die einzelnen Gruppen wieder auf das ganze Land. Nicht ohne ein schönes Abschiedsgruppenfoto vor Jan´s Wohnmobil zu machen.

Passt Sortierarbeit Zu erzählen gab es viel! Abreise beim Laufbloggercamp 2016 Kenianische Wunderbänder - Danke an Jan! Relaxed

Ich möchte mich ganz herzlich bei den Organisatoren Marek und Henrick für die Organisation bedanken und hoffe wir schaffen es auch im kommenden Jahr wieder uns zu treffen. Wenn nicht würde mir echt etwas fehlen. Ich habe das Laufbloggercamp richtig ins Herz geschlossen und freue mich auf hoffentlich noch ganz, ganz viele solcher Events!

Schön war´s
Schön war´s

 

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18Mai/16Off

Alter schützt vor Torheit nicht

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„Torheit, ein abkommender Begriff der gehobenen Umgangssprache, beschreibt die negative (fehlerhafte) Seite der Einfalt.
Ein Tor oder töricht ist sinngemäß eine Person, die etwas nicht nachvollziehen kann, solange sie es nicht selbst erlebt hat. Der Tor erkennt erst, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, dass es tot ist. Vorher kann der Tor die Situation nicht abschätzen. Als Person handelt er also aus Beschränktheit töricht („… aufsässig, frech, unbelehrbar, unvernünftig, aggressiv, unreif, naiv …“). Ein Tor jagt Unerreichbarem nach oder wählt zur Erreichung vernünftiger Absichten ungeeignete (unpraktische) Mittel, beispielsweise mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Somit ist die Torheit das Gegenteil von Klugheit oder Schlauheit.“ (Wikipedia)

Nachdem ich nach langen Arbeitstag keine Nachtruhe gefunden hatte und mich nur von einer Seite auf die andere gewälzt habe, dachte ich mir am Mittwoch früh, lauf doch zur Arbeit. Laut Trainingsplan stand ja sowieso eine Einheit auf dem Programm.

Nun bin ich ja die letzten Wochen stets frei Schnauze Richtung Darmstadt aufgebrochen und habe je nach Gefühl das Tempo ein bisschen variiert. Hat immer mehr Spaß gemacht und ist nur so geflutscht.
Jetzt habe ich aber den Entschluss gefasst, den Polar-Marathon-Trainingsplan anzugehen. Und wenn ich mir was vornehme, dann ziehe ich dies auch meistens durch. Dementsprechend liegen Torheit und Sturheit relativ dicht beisammen.
Und so stand nach gerade mal zwei Stunden Nachtschlaf, Morgens um halb fünf ein Inervalltraining auf meiner Polar V800. Bingo! Schöner kann man den Tag nicht beginnen.
Die Einheit begann mit einem ruhigen 16-minütigen Warm-Up in den HF-Zonen 1-3, wobei ich schon ganz schon Gas geben muss um in die 3 zu kommen. Dann kamen im Wechsel 3 Einheiten mit 6 Minuten in der HF-Zone 4-5 und zwei Minuten in der HF-Zone 3. Die 5 habe ich vorsichtshalber schon mal sein lassen, sonst wäre ich im ansteigenden Gelände nie mehr auf die 3 runtergekommen. Schnell war´s nicht, aber die Pumpe hat ordentlich gearbeitet.

Intervalltraining
Intervalltraining

Am Schluss gab´s 5 Minuten Cool Down. Alles gepasst und einigermaßen durchgezogen!

Jetzt kommt aber das Problem. Die kürzeste Strecke von zu Hause zur Arbeit beträgt etwas mehr als 13 Kilometer. Nach Abschluss meines Intervalltrainings hatte ich exakt 6,17 Kilometer auf der Uhr und stand mitten im Wald und der Puls wollte nicht wirklich mehr nach unten.

lange Schneise Groß-Zimmner Wald
lange Schneise Groß-Zimmner Wald

Also habe ich mehr Schlecht als Recht versucht den Rest locker zu Ende zu laufen. Gelungen ist mir dies nicht wirklich. Jedenfalls auf das locker bezogen.

Als Fazit bleibt mal wieder die Erkenntnis, dass erstens ausreichend erholsamer Schlaf ein wichtiger Bestandteil für einen guten Lauf ist. Das zweitens ein Intervalltraining Morgens um halb fünf noch weniger Spaß macht als sonst, und drittens es hilfreich ist vorher zu überlegen wo man dieses durchzieht. Ein Trainingsende Mitten im Wald ist irgendwie nicht zu Ende gedacht.

Also einen fetten Haken an den Trainingstag machen und wieder mal feststellen das Alter nicht vor Torheit schützt!

Keep Running!

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22Apr/16Off

Läuft – Langsam aber sicher kann ich wieder mal was planen

Neu auf dirosports:

Es läuft! Jedenfalls aktuell. Nach den vielen Rückschlägen die letzten beiden Jahre endlich wieder mal verletzungs– und beschwerdefrei trainieren. Jedenfalls fast. Ein bisschen Rücken habe ich halt immer. Diese sitzende Tätigkeit während des Beruf Alltages ist einfach Gift für meinen geschädigten Rücken. Aber ich will ja nicht Jammern sondern positives berichten.

Der Monat April ist rein sportlich gesehen mal wieder eine guter. Während der Woche versuche ich zwei Mal zur Arbeit zu laufen. Die restlichen drei Tage geht´s mit dem MTB hin und zurück. Alles im angenehmen, lockeren Tempo.

Es läuft im April
Es läuft im April

Dazu ziehe ich, und darauf bin ich am meisten stolz, mein Ausgleichstraining mit Yoga, Dehnen und Stabitraining durch. Zwar nicht jeden Tag, aber mindestens 3 mal die Woche für 40 Minuten. Ich bin zwar immer noch nicht geschmeidig wie ein Leopard, aber es wird.
Auch bilde ich mir ein, dass ich Vorteile beim Laufen habe. Es läuft alles ein bisschen lockerer und entspannter.

Es läuft - Logggggger bleiben!
Es läuft – Logggggger bleiben!

Für´s Wochenende ist endlich mal wieder ein Lauf über 20km geplant. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern wann der letzte war. Gefühlt eine Ewigkeit.
Wenn dieser Lauf beschwerdefrei funktioniert, weiß ich dass ich auf dem richtigen Weg bin. Tempoläufe werden weiterhin ein Tabu bleiben. Mein Aufbauprogramm 2.0 wird weiter stur eingehalten. Langsam aber stetig die Distanz erhöhen. Mehr nicht.
Ich will laufen.
Und zwar lang, nicht unbedingt schnell.
Dazu bewegt sich das Gewicht auch nach unten. Zwar genauso langsam, aber stetig.
Mehr möchte ich eigentlich nicht.
Beides zusammen sollte mich im Oktober zum FRA Marathon führen. Mein einziges Ziel für dieses Jahr. Endlich wieder mal einen Marathon laufen.

Zieleinlauf Frankfurt
Zieleinlauf Frankfurt

Ansonsten genieße ich die lockeren Läufe zur Arbeit. Nachdem ich am Anfang noch eine Erholungszeit von mehreren Tagen hatte, zeigt mir meine V800 aktuell nur noch Stunden zur Erholung an. Die Läufe machen mich nicht mehr müde, sondern sind eine Art Kickstart in den Arbeitstag. Mit einem Lächeln auf der Arbeit ankommen hat was!

"sagenhafter" Odenwald
„sagenhafter“ Odenwald

Also hoffe ich dass es weiterhin stetig leicht nach oben geht. Keine Selbstverständlichkeit wie früher, sondern eher eine bewusste Freude über das was geht. Langsam mal wieder von einem langen Lauf träumen. Ein 30er durch die heimischen Wälder. Das wär´s.
Aber das wird wohl noch ein paar Wochen dauern. Jetzt gehe ich am Wochenende erst mal die 20 an. Und hoffe, dass es hinterher noch genauso ist wie vorher.

Zieleinlauf Festhalle
Zieleinlauf Festhalle

Das Feuer lodert, jetzt heißt es behutsam darauf aufpassen und keinen Fehler machen!
Keep running! Es läuft!

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13Jul/15Off

Laufbloggercamp 2015 – Technik, Ernährung und einzelne Socken

Neu auf dirosports:

Nach Monaten der Unzufriedenheit und Unsportlichkeit habe ich mich dieses Jahr besonders auf das Laufbloggercamp 2015 gefreut. Der Harz ruft und die Laufblogger strömen aus dem ganzen Land heran um ein paar gesellige und sportliche Tage im Harz zu verbringen.
Es waren ursprünglich ein paar mehr Zusagen als im letzten Jahr, aber am Schluss trafen sich neben dem „harten Kern“ und ein paar „Frischlingen“ genau 13 laufverrückte Blogger am Fuße des Brocken in Hohegeiss.

LaufbloggerCamp 2015
Es war die Hitze….


Anreise am Freitag den 16.07.2015. Geplant war in Ruhe gegen 10:30Uhr in Darmstadt zu starten und sich dann in Frankfurt mit Hannes im ICE nach Göttingen zu treffen.
Aber ich hatte die Rechnung ohne die Deutsche Bahn gemacht. Gleich für den ersten Anschluss in Frankfurt hat´s nicht mehr gereicht. Entsprechend war die Reservierung weg und ich musste eine Stunde später im ICE nach Göttingen mit einer Unterkunft vorm Klo zufrieden sein.
Irgendwie hatte ich wohl eine negative Aura zu diesem Zeitpunkt. Kein Schaffner wollte meine Fahrkarte sehen.

LaufbloggerCamp 2015
Zugfahrt

Ab Göttingen klappte dann alles perfekt und ich erreichte 1 Stunde später als erwartet den Bahnhof in Herzberg. Hannes hatte bereits das Vergnügen sich eine Stunde lang die Sehenswürdigkeiten des Herzberger Bahnhofes und der Umgebung anzusehen.
14:30Uhr war letztendlich kein Beinbruch, da Eddy und Daniel sich erst gegen 16:00Uhr angekündigt hatten. Schließlich hat man sich lange nicht gesehen.
Die nächsten Stunden bis 18:30Uhr lasse ich hier jetzt einmal unkommentiert. Unser Abholkommando hatte auf jeden Fall aufgrund von „internen Kommunikationsdifferenzen mittels prioritätendifferenzierter satellitenunterstützer Navigationsproblemen“ einen leichten Verspätungsansatz, welcher uns leider erst gegen 19:00Uhr im Haus Gifhorn in Hohegeiss ankommen lies. Entsprechend hatte Hannes und ich ausreichen Gelegenheit den Bahnhof zu erkunden und auch noch ein Eis in der Herzberger Innenstadt zu vernichten.
Das Laufbloggercamp 2015 konnte beginnen!

Große Begrüßung der alten Bekannten und der neuen Teilnehmer.  Auf Grund der übersichtlichen Teilnehmerzahl war in den Stuben ausreichend Platz, so dass sich alle relativ schnell ihr Quartier bezogen hatten und vor dem Abendessen freudig noch eine kleine Runde laufen gehen konnten.
Man vergisst relativ schnell das es im Harz ein wenig anders zur Sache geht als bei den meisten zu Hause. Und so wurden auf unserer kleinen Runde von 5,5km gleich mal knappe 200 Höhenmeter verbraten. Das gemeinsame Abendessen hatten wir uns somit redlich verdient.

LaufbloggerCamp 2015 LaufbloggerCamp 2015 LaufbloggerCamp 2015 LaufbloggerCamp 2015 LaufbloggerCamp 2015

Danach wurde bis spät in die Nacht ernsthaft philosophiert und über lebenserhaltende Taktiken in der Wildnis gesprochen. Die Notwendigkeit einer ausgewogenen Ernährung in Bezug auf den kommenden Tag praktiziert und das Rätsel der „einsockigen Läufer“ geklärt. Laufblogger sind für alle Fälle gewappnet und ein Vorbild in jeglicher Hinsicht!

Am zweiten Tag gesellten sich beim Frühstück noch Olli und MieLe zu der illustren Gruppe. Mit 12 Leuten war das Laufbloggercamp 2015 nun komplett.
Für den zweiten Tag hatten sich drei „Laufgruppen“ gebildet, welche sich auf Grund der präzisen Vorplanung  auf die „15km Seniorenrunde“, 30km Trailrunde“ und „60km Verrücktenrunde auf den Brocken“ machten.

LaufbloggerCamp 2015 LaufbloggerCamp 2015 LaufbloggerCamp 2015 LaufbloggerCamp 2015 LaufbloggerCamp 2015

Da ich meinen aktuellen Fitness- und Kniezustand kenne und akzeptiere, entschied ich mich für die „kleine Seniorenrunde“. Schließlich kommen zu den Kilometern auch noch reichlich Höhenmeter. Bauch + viele Höhenmeter = Quälerei
Also machten sich Hannes, Marek und Henrik auf den Weg zum Brocken. Andreas, Oli, Daniel und Heimo wagten sich auf die 30er Trailrunde und MieLe, Nadin, Judith, Phillip, Eddy und ich begnügten sich mit der 15km Seniorenrunde.

Unsere kleine Runde expandierte durch diverse Wünsche der einzelnen Teilnehmer letztendlich zu einem Halbmarathon mit 600 Höhenmetern der mir und meinem lädierten Knie die aktuellen Grenzen sehr deutlich aufzeigte. Mann war ich fertig.
Aber es war eine Runde mit sehr viel Spaß, viel Sonne, tollen Aussichten und Eindrücken und vor allem gefräßigen Insekten. Natur pur halt!

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Nach 3,5 Stunden waren wir mit einem zufriedenen Gefühl wieder in Hohegeiss und genossen den traumhaften Nachmittag im Harz.
Die 30er Trailrunde kam nach gut 6 Stunden zurück und bedankte sich über die hervorragende Streckenplanung.

Der Rest der Truppe kam erst gegen Abend an. Die Drei waren über 60 Kilometer unterwegs und der Eine oder Andere in einem etwas derangiertem Zustand. Aber vor allen ziehe ich ganz, ganz ehrfürchtig meinen Hut. Ihr seid einfach Klasse! Respekt!
Am meisten hatte ich mich darüber gefreut, dass alle mit beiden Socken wieder nach Hause zurückgekehrt sind!

LaufbloggerCamp 2015 LaufbloggerCamp 2015 LaufbloggerCamp 2015 LaufbloggerCamp 2015 BloggerCamp2014_Samstag-20 LaufbloggerCamp 2015

Den Rest des Abends verbrachten wir damit die Kohlehydratspeicher aufzufüllen. Teilweise auch zu überfüllen!
Jedenfalls war das Sitzen auf den niedrigen Bänken beim abschließenden Lagerfeuer nicht gerade „bauchfreundlich“. Nach und nach wurden die Helden und Heldinnen des Tages müde. Und so klang der zweite Tag des Laufbloggercamps 2015 genauso still aus wie das Lagerfeuer in sich zusammenfiel.
Es war ein erlebnisreicher und anstrengender Tag.

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Beim Frühstück am Sonntagmorgen wurden die Planungen für das, hoffentlich stattfindende, Bloggercamp 2016 angedacht. Danach wurden die Unterkünfte wieder in den Urzustand gebracht und die Laufblogger verabschiedeten sich wieder in alle Richtungen.

Das Laufbloggercamp 2015 ist wieder Geschichte. Die letzten Spuren von unserem Wochenende wird der Wind auf dem Brocken verwehen. Vielleicht erfreut sich ein Wanderer über die 20Euro Prämie die irgendwo auf dem Brocken als „Betthupferl“ abgelegt wurden.

Den Teilnehmer bleiben die Erinnerungen an ein tolles Wochenende unter Freunden. Eine Menge Spaß und Geselligkeit. Möge jeder Einzelne lange daran zurückdenken.
Für Marek nochmal ein ganz, ganz besonderer Dank für die tolle Organisation. Wie schon beim letzten Mal unschlagbar!
Danke nochmal dafür!

Und denkt an die Geheimnisse, welche für immer auf dem Brocken bleiben!

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16Okt/14Off

Laufen heißt Leben!

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Ich trete ein in die Dunkelheit des Waldes,
raus aus der schlafenden Gemeinde
in deren Häuser nur in wenigen Fenstern Licht brennt.
Die Dunkelheit umhüllt mich komplett,
lediglich der Schein der Stirnlampe zeigt mir den Weg.
Außerhalb dieses hellen Radius ist es schwarz!
Tiefschwarz.
Die Nacht wirkt bei Regen noch schwärzer,
noch undurchdringlicher.
Es ist Zeit die Gedanken zu ordnen.

Der gleichmäßige Rhythmus meiner Bewegungen
erzeugt eine innere Ruhe.
Ich höre mein Herz im Einklang mit meinen Schritten schlagen.
Meine Beine huschen im Lichtkegel über den roten Teppich.
Ein Teppich aus Blättern in herbstlichen Rottönen.
Das Drumherum verschwindet im Schwarz.
Ich spüre mich in einer besonderen Intensität.
Atem, Bewegung, Herzschlag!
Alles im Gleichklang!

Viele nennen es Laufen!
Ich nenne es LEBEN!

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16Sep/14Off

Nachts im Wald ist der Läufer nicht allein

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Nachts um 4:20Uhr aufwachen und aus dem Bett kriechen ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Und im ersten Augenblick denke ich auch immer „umdrehen und weiterschlafen“.
Aber wenn ich ein wenig nachdenke bin ich eigentlich ausgeschlafen. Und so ein lockeres Läufchen bei optimalen Temperaturen durch den Wald ist schon verlockend.
Also wuchte ich mich aus dem warmen Bett und lasse den inneren Schweinehund einfach darin liegen.

Laufschuhe an, Rucksack und Stirnlampe auf und raus in den Hof zum Satelliten suchen. Ratzfatz meldet die Suunto Ambit Vollzug und ich begebe mich erst einmal durch die schlafende Gemeinde.

Nach zwei Kilometern bin ich im Wald. Finster ist es. Finster und nebelig.

Keine Ahnung was sich da rumtreibt!
Keine Ahnung was sich da rumtreibt!

Im Schein der Stirnlampe bildet der Nebel eine Art Umhang. Im Radius von 10 Metern ist es ausreichend hell. Dahinter verschwindet alles in einem undurchdringlichen Schwarz.
Alle Sinne sind auf höchste Sensibilität eingestellt. Der Blick richtet sich auf die Laufstrecke um einen sicheren Tritt zu finden. Um mich herum geschieht einiges.
Gerüche und Geräusche geben mir zu verstehen dass ich nicht alleine im Wald bin. Es ist viel los außerhalb der befestigten Wege.
Was da alles so um mich herumkreucht und fleucht will ich eigentlich gar nicht wirklich wissen. So lange nichts über mich herfällt heißt es leben und leben lassen.
Lediglich hier und da ein paar leuchtende Augenpaare im dunklen Wald lassen den Puls ein klein wenig anziehen. So lange diese sich aber nicht in meiner Augenhöhe befinden, lassen sich auch solche Ereignisse schnell abhaken.

Dunkel
Dunkel

Und es läuft richtig gut. Trotz höchster Konzentration kommt der Flow. Es läuft wie von alleine. Kilometer für Kilometer laufe ich dem Tag entgegen. Die Gedanken ordnen sich und alles wir klar und strukturiert. Das Hirn aufräumen während man läuft. Cooles Ding!
Das Lächeln liegt auf den Lippen. Die Anstrengung ist nicht präsent.
Man könnte stundenlang weiterlaufen.
Spaß, Freude, Zufriedenheit! Yeahhhhh!
Ich liebe das Laufen im dunklen Wald.

Mondspiele
Mondspiele

Morgen wieder……….

NACHTRAG:
Leider hat sich im Laufe des Tages ein recht unangenehmer Schmerz in meiner linken Achillessehne eingenistet. Bisher keine Schwellung, aber ich kann kaum gehen. So wie es aussieht wird´s Morgen nichts mit dem Lauf zur Arbeit.
Jetzt hoffe ich dass es die nächsten Tage wieder besser wird und keine chronische Entzündung auftritt. Sonst ist Essig mit dem Maintal-Ultra! :-(

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5Sep/14Off

Ultralauf – Wie kommt man auf so was?

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Als ich 2007 mit dem Laufen begann, waren meine allerersten durchgelaufenen 5 Kilometer mein absoluter Stolz. An Strecken die jenseits der 10 Kilometer lagen, dachte ich damals noch gar nicht. Das es Dinge gibt die jenseits des Marathons liegen ahnte ich noch nicht einmal.

Durch das Laufen habe ich sehr viel Gewicht verloren, und nach und nach wurden die Strecken immer länger. Es machte Freude zu laufen und die Wälder zu erforschen. Das Gewicht wurde weniger und der Drang nach Bewegung mehr.

Irgendwann packt einen die Lust nach einem Wettkampf. Was habe ich wirklich drauf und wie schneide ich gegenüber anderen ab?
Entsprechend hatte ich 2008 meinen allerersten Wettkampf. Einen Halbmarathon, den ich nach über zwei Stunden mit der Erkenntnis abschloss, „Mehr geht absolut nicht“! Nie mehr wieder!

Schöne Zeiten beim HM in Darmstadt
Schöne Zeiten beim HM in Darmstadt

Der Kampf und das Gegeneinander hatten mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Für die meisten ist das Wort Wett“kampf“ nicht nur eine Worthülse. Hier geht es Mann gegen Mann und Frau gegen Frau. Und ich hatte für solch einen Kampf nicht die geeigneten Waffen. Schnell würde ich wohl nie laufen können. Dazu fehlten mir neben dem Talent auch noch die körperlichen Voraussetzungen. Den Rest erledigte mein Asthma. Also richtig Spaß machte es nicht.

Im Januar 2009 traf ich mich mit einem Bekannten den ich vom Bloggen her kannte. Er war bei uns in der Nachbarschaft bei einem 50km Ultralauf. Eine für mich unvorstellbare Distanz. Und die Vorstellung diese 50 Kilometer auch noch auf einer 5km Runde im Kreis zu absolvieren, produzierte noch mehr Kopfschütteln! Entsprechend aufgeregt und mit den Aussichten auf ein Volk voller eigenartiger und verrückter Menschen begab ich mich zum Veranstaltungsort.
Als ich jedoch erlebte was Ultralauf für die meisten wirklich bedeutet, musste ich meine Meinung dazu schnell revidieren. Und zwar in Bezug auf das Laufen selbst UND auf die vielen Verrückten die es mit Begeisterung praktizieren. Es war eine tolle Begegnung mit lauter „positiv verrückten“ Läufern.

Rodgau 2011 RLT Rodgau Ultramarathon 50km Ultra Rodgau 2011

Kein „Hufescharren“ und Stress in der Startaufstellung wie ich es bisher kannte. Kein Drängeln und Schubsen. Ich habe eine Startaufstellung gesehen in der anscheinend jeder jeden kannte. Es wurde gequasselt und gelacht. Selten habe ich so viele Menschen gesehen die Spaß hatten. Es sah so aus als wollte man gar nicht aus den Startlöchern. Alleine die Tatsache dass man sich wieder mal trifft war für die meisten schon Freude genug.
Und eine Entscheidung reifte in mir, die letztendlich weitreichende Folgen auf mein Laufen und meine Einstellung zum Laufen hatte.
Ich wollte Teil dieser „positiv verrückten Laufgemeinde“ werden.

Plötzlich war nicht mehr das Ergebnis des Laufens das wichtige, sondern das Laufen selbst. Nicht schnell ist bei den meisten die Devise, sondern lang heißt das Zauberwort. Die Kräfte einteilen und den Schweinehund besiegen. Nicht die Beine sondern der Kopf wird eines der wichtigsten Dinge beim Ultralauf.
Ich hatte „mein Laufen“ entdeckt. Auf einmal waren die fehlenden Voraussetzungen kein Thema mehr. Geduld und Ausdauer waren gefragt um Dinge zu erreichen bei denen einem früher schon alleine die Vorstellungskraft fehlte.

Dies bedeutet aber auch ein völlig anderes Training. Lange, langsame Läufe prägen den Alltag. Die Basis wird mit den Umfängen gesetzt. Nicht immer ganz einfach zwischen Familie und Beruf die erforderlichen Trainingseinheiten zu platzieren. Die langen Läufe finden an den Wochenenden statt, und der Weg zur Arbeit wird ab und an auch als Trainingseinheit laufend absolviert. Irgendwie kriegt man die nötige Grundlage zusammen. Und auf Grund des geringen Tempos kam mir die Sache sehr entgegen.

Trotzdem kamen Rückschläge und Verletzungen. Die Folge wenn man keine Geduld aufbringt. Eigentlich klar, dass man für eine Sportart deren Hauptbestandteil Geduld ist, auch im Training entsprechende Geduld üben sollte. Mein Körper war nach vielen Jahren ohne Sport überhaupt nicht in der Lage die großen Umfänge zu verarbeiten.
Das Herz- Kreislaufsystem stellt sich relativ schnell auf die Veränderungen ein. Die Muskulatur braucht das schon wesentlich länger.
Aber der entscheidende Punkt sind die Bänder und Sehnen. Bis sich diese an die Belastungen gewöhnt haben braucht es teilweise Jahre an regelmäßigem Training. Und so war die Zeit des Einstiegs in den Ultralauf auch eine schmerzhafte Lehrzeit. Aber nach und nach gewöhnte sich der Körper an die Belastungen. Man lernte sich und seinen Körper besser kennen und gab ihm dann auch die Zeit sich zwischen den Belastungen zu erholen. Eine Zeit des Lernens, dass man auf seinen Körper hören muss und sich nicht an anderen Sportlern orientieren sollte. Dazu sind Menschen einfach zu individuell um hier gleiche Voraussetzungen zu haben.
Und die Zeit des Lernens sollte beim Ultralaufen nie aufhören!

Als ich meinen allerersten 50km-Lauf in 5 Stunden und 42 Minuten absolviert hatte war ich der stolzeste Mensch auf diesem Planeten. Ich hatte das große Glück von einem erfahrenen Ultraläufer begleitet zu werden. Diese mentale Hilfe war für meinen ersten Ultra einfach unbezahlbar. Hier spürte ich das erste Mal was der Satz bedeutet „Ultralaufen läuft im Kopf ab“! Es waren viele Läufe in einem Lauf. Abschnitte in denen ich fest davon überzeugt war, es geht nicht mehr. Um wenige Kilometer später zu erfahren es läuft wieder richtig gut.
Zu lernen dem inneren Schweinehund nicht sofort nachzugeben. Zu lernen, dass nach einem Tief doch noch ein Hoch kommt. Eine Erfahrung die nicht nur auf das Laufen zu beschränken ist.

Ich konnte zwar keinen Meter mehr laufen und der Muskelkater war unbeschreiblich, aber das Gefühl war es gleichfalls.

Wenn man dieses Gefühl und dieses Erlebnis einmal genossen hat, gibt es kaum noch Grenzen nach oben. Die Sucht nach immer längeren Strecken ist geboren und teilweise schwer zu stillen.

Erster Anstieg in Miltenberg
Ultralauf beim Churfrankenlauf

Aus einem anfänglichen Sport wird eine Lebenseinstellung. Eine Lebensphilosophie die sich auf den Alltag überträgt. Man geht Dinge an die man früher für unmöglich hielt. Man überlegt sich Strategien und denkt ein wenig über den Tellerrand hinweg.
Man gewinnt an Selbstsicherheit und an Selbstwertgefühl. Man wird gelassener und ruhiger.
Zeit definiert sich nicht nur auf den Augenblick.
Man lernt Weitblick und Muse.

Für mich ist das lange Laufen, das Absolvieren von langen Etappen, egal ob durchweg laufend oder wenn´s die Umstände erfordern auch wandernd, ein phantastischer Ausgleich zum stressigen Berufsleben. Man hat unendlich viel Zeit nachzudenken und zu philosophieren. Man kann Grenzen ausloten und sich immer wieder überraschen. Und man kann die Natur in Ihrer vollen Schönheit genießen.

Endlich am Ziel
Endlich am Ziel – 100 km Ultralauf bei der TTdR2014

Ultralauf bedeutet für mich das Leben zu genießen!
Nicht mehr aber auch nicht weniger!

Der Beitrag Ultralauf – Wie kommt man auf so was? erscheint auf dirosports.

26Jul/14Off

Laufen geht auch noch – Sommerloch Teil 2

Neu auf dirosports:

Nach den rein „kulinarischen Beiträgen“ der letzten Wochen und meinem „Veganprojekt“ wird es Zeit auch mal das Thema Laufen wieder zu vertiefen. Ja ich laufe noch!

Ein bisschen Sorge macht mir mein linker Fuß. Da habe ich ja seit dem Rennsteiglauf 2013 Probleme mit der Ferse bzw. mit der Plantarsehne habe. Nichts schwerwiegendes, aber nach über einem Jahr doch ein wenig besorgniserregend. Die Schmerzen treten hauptsächlich bei Ruhe auf. Während dem Laufen habe ich keinerlei Beschwerden.
Jedenfalls habe ich es endlich geschafft einen Termin Ende August beim Arzt zu vereinbaren damit er sich die Sache mal anschaut. Schließlich möchte ich meinen heißgeliebten Sport noch viele Jahre genießen.

Ansonsten hat der Körper anscheinend die Ernährungsumstellung so langsam „verdaut“. Ich fühle mich wesentlich besser als die letzte Woche und beim Laufen kann ich sogar schon wieder ein bisschen Gas geben ohne dass mir das Herz zum Hals herausspringt. Die Kraft kommt wieder zurück und auch Regenerationsphase wird wieder kürzer. Also rein körperlich alles im positiven Bereich!

Ab August werde ich mich langsam für den Maintal-Ultra vorbereiten. Wieder vermehrt in´s Gelände und auf die Trails. Die Kamera wird dabei sein und ich gehe davon aus, dass ein paar Videos dabei herausspringen werden. Der Sommer ist ja noch lang und ein paar Ideen gibt´s auch noch die umzusetzen sind. Ich freue mich auf jeden Fall darauf wieder Kilometer zu schrubben und einsam durch die Wälder zu tigern.

der Odenwald ruft mit seinen Trails...
der Odenwald ruft mit seinen Trails…

Ausserdem stehen noch einige Produkttests auf meinem Programm. Dann noch die dazugehörigen Testberichte für meinen Blog. Also langweilig ist mir eigenlich nicht.

Meine Vegan-for-Fit-Challenge ist auch am kommenden Wochenende abgeschlossen. Irgendwie freue ich mich darauf das starre Korsett der Attila Hildmann Diät abstreifen zu können. Die Einschränkungen sind schon immens und der Aufwand bei einigen Gerichten sehr hoch. Ich bin mir sicher das vegan und fit auch wesentlich einfacher geht. Aber als Einstieg und als Basis möchte ich dieses Projekt jetzt schon nicht mehr missen. Großer Abschlussbericht folgt!!

Für alle die schon Ihre Ferien genießen können hoffe ich auf „urlaubsgerechtes Wetter“ und natürlich sorgenfreien und genussvollem Sport. Am besten an der frischen Luft.
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Genießt den Sommer!
Keep Running!

Der Beitrag Laufen geht auch noch – Sommerloch Teil 2 erscheint auf dirosports.

26Jun/14Off

Bloggercamp 2014 – Die den Brocken rocken!

Neu auf dirosports:

Das Bloggercamp 2014 ist nun ein paar Tage vorbei, und es wird Zeit die vielen Eindrücke ein wenig zu sortieren und vor allem zu dokumentieren. Für mich war es ja das erste Treffen mit dieser Truppe und einige habe ich zum ersten Mal Live erlebt.
Wenig überrascht hat es mich, dass wie bei fast allen Treffen von Laufbloggern, von Anfang an ein Gefühl von Vertrautheit und Zusammengehörigkeit existierte.
Laufblogger sind ein illustres Völkchen welches Offen und ohne Scheu durch Leben rennt. Man versteht sich halt und genießt das Leben mit Sport!

Für mich begann die Anreise zum Bloggercamp 2014 am Freitag Mittag. Ruben wollte mich und Hannes in Darmstadt auflesen und mit in den Harz nehmen. Und so trafen wir uns in der Nähe des Darmstädter Hauptbahnhofes und machten uns auf die Reise Richtung Brocken.
Hannes kenne ich ja schon länger und wir hatten uns auch schon öfters getroffen. Ruben hatte ich bisher erst einmal kurz in Rodgau beim 50er getroffen. Also keine Unbekannten.
Es gab relativ viel zu erzählen und die Fahrt bis nach Hohegeiß verflog relativ schnell. Lediglich vor Ort gab es ein paar Orientierungsprobleme bis wir unsere “Heimathütte” für die nächsten beiden Tage gefunden hatten.

Am Freitag gesellten sich nach und nach noch Marek, Henrik, Nadin, Heiko, Thomas, AndreasHeimo sowie Jan und Heike zu uns.
Erst mal Mehrbettzimmer belegen und Proviant auspacken. So wie´s aussah sollten wir länger bleiben.
Die meisten wollten noch ne kleine Willkommensrunde drehen, aber da ich die letzten Tage nicht ganz fit war, entschloss ich mich dazu mit Jan eher das Essen vorzubereiten.

Nachdem die Truppe vom Laufen zurück war, gab´s erst einmal Abendessen, bevor uns Jan noch einiges über Kenia zum Besten gab. Mit vielen Bildern und Geschichten war der Abend sehr kurzweilig, bevor wir nach Mitternacht in unsere Betten krochen.

Kenia-Gute-Nacht-Geschichten
Kenia-Gute-Nacht-Geschichten

Am Samstag Morgen mussten uns leider Jan und Heike verlassen. Dafür kamen noch Eddy und Philipp dazu. Nadin könnte leider aus Verletzungsgründen nicht mitlaufen und hütete das Haus. Wenigstens konnte Sie in Ruhe ein wenig Joga machen bevor die Horde wieder auftauchen sollte.
Für heute war eine größere Tour auf den Brocken angesagt. Besser gesagt, es waren verschiedene Touren angesagt. Je nach körperlichem Zustand und Möglichkeiten. Meine waren eher etwas reduziert und so beschloss ich mit einigen “nur eine kleine 15km-Runde” zu nehmen. Da war eigentlich der Brocken selbst nicht mit drin. Eigentlich!

Hannes hatte ein paar Tourenvorschläge vorbereitet und wir wollten am Anfang gemeinsam starten und uns dann in verschieden Gruppen aufteilen.
Also ging´s erst einmal nach Elend zum gemeinsamen Start.

Startvorbereitungen - Frohes Satellitensuchen!
Startvorbereitungen – Frohes Satellitensuchen!

Bis alle Satelliten gefunden und das obligatorische Startgruppenfoto VON JEDEM gefertigt war, konnten wir endlich los laufen.

Ich möchte eigentlich gar nicht so viel Schreiben, sondern eher die Bilder von diesem Event selbst erzählen lassen. Also schaut Euch am besten den Film an und Ihr werdet sehen wie viel Spaß wir hatten.

Am Schluss hatte die “kürzeste Gruppe” jedenfalls 22 Kilometer auf dem Schuh und die welche am längsten unterwegs war satte 53 Kilometer. Dazu die entsprechenden Höhenmeter! War schon ein ordentliches Paket!

Natur pur! ...immer weiter! ..weiter nach oben... Auf geht´s.... Dokumentation ist wichtig. steil war´s Laufblogger on Tour! Kristallklares Wasser Die war für die "Anderen"! Teilweise waren wir auch links! traumhafte Landschaft im Harz den Brocken rocken... Brockenbezwinger Bleibt unter uns...

Wir führen wieder in die Heimathütte zurück und nach und nach kehrte Einer nach dem Anderen zurück. Fertig aber Glücklich!

Danach gab´s wieder ein gemeinsames Abendessen mit lecker Produkten von Casa Deli, welche dankenswerterweise Philipp zu Verfügung gestellt bekam. Der restliche Abend würde in einer entspannten Runde mit Fußball und Erzählen verbracht, bevor wir uns am Sonntag Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück wieder auf die Heimreise machten.

Für mich war das Bloggercamp 2014 ein tolles Wochenende unter Gleichgesinnten und ich hoffe es war nicht das letzte mit dieser Truppe!

Bloggercamp2014 - Coole Truppe
Bloggercamp2014 – Coole Truppe

Es hat sensationell Spaß gemacht und MUSS wiederholt werden!
Danke an Alle die an diesem Wochenende beteiligt waren.

Der Beitrag Bloggercamp 2014 – Die den Brocken rocken! erscheint auf dirosports.

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